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Kinder mit Bus und Bahn auf dem Weg zur Schule: Tipps für den Alltag

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Praktisch jede Veränderung im Leben zieht weitere nach sich.
Endet die Grundschulzeit, bekommt das Kind nicht nur neue Lehrer, neue Klassenkameraden und wird in neuen Räumlichkeiten unterrichtet. Auch sein Schulweg ändert sich wahrscheinlich.

Wie man sein Kind darauf vorbereitet, künftig nicht mehr zu Fuß, sondern mit Bus oder Bahn zur Schule zu gelangen, das war vorgestern bereits hier unser Thema.

Nun wurde der neue Schulweg mit Bus und Bahn vielleicht schon fleißig geübt? Und für alle Eventualitäten ist Ihr Kind bereits gewappnet?
Hand aufs Herz: Wenn Sohn oder Tochter sich dann doch das erste Mal alleine morgens auf den Weg zur Bus- oder Bahnhaltestelle macht, um auf eigene Faust durch den Großstadtverkehr zur Schule zu gelangen, ist dies dennoch ein komisches Gefühl für Eltern.
Und die Vorfreude darauf groß wie selten, dass das Kind am Nachmittag wohlbehalten wieder vor der Tür steht!

In den allermeisten Fällen wird dies natürlich auch der Fall sein.
Aber: In den vielen, vielen Schuljahren und auf den dabei schier unzähligen zurückzulegenden Wegen würde es ja praktisch an ein Wunder grenzen, wenn wirklich immer alles glatt liefe!

Was man selbst dafür tun kann, dass dies im Alltag stets – immerhin bestmöglich – gelingt? Unsere 6 Ideen dazu:

1. Früh(er) raus aus den Federn!
Meistern Kinder während der Grundschule zu Fuß ihren Schulweg, ist es in der Regel kein Beinbruch, wenn es morgens mal zu Verzögerungen kommt und der Nachwuchs fünf Minuten später als eigentlich angedacht das Haus verlässt.
Wer schon munter und zudem sportlich ist, kann einige Minuten dank eines flotten Schrittes spielend leicht wieder aufholen.

Bus oder Bahn hingegen werden keine Rücksicht auf persönliche Schlafgewohnheiten und Trödelei nehmen. Und wenn sie nicht im engen Takt immer wieder in dieselbe Richtung fahren, kann der Unterrichtsbeginn schnell versäumt sein!

Planen Sie zumindest am Anfang einige Minuten mehr ein fürs Aufstehen, Frühstücken und Bereitmachen.
Teilen Sie Ihrem Kind eine genaue Uhrzeit mit, wann es das Haus verlassen soll, und positionieren Sie Uhren gut sichtbar so im Kinderzimmer, im Badezimmer und im Flur, dass Sohn oder Tochter beim Anziehen, Zähneputzen und Schuheanziehen stets die Zeit im Blick behalten kann.

Stellt sich nach einiger Zeit heraus, dass sich alles gut eingespielt hat, schneller geht und Zeit übrig bleibt, kann die Weckzeit immer noch um morgens ein paar ach so kostbare Minuten nach hinten korrigiert werden.

2. Planen Sie die Zeit für den Weg zur Haltestelle ebenfalls nicht zu knapp!
Auch wenn Warten an der Haltestelle kein Vergnügen ist: Lieber rechtzeitig und entspannt dort ankommen, bevor am Ende gar jemand in Versuchung kommt, über die rote Ampel oder einfach jenseits der Fußgängerampel über die vielbefahrene Straße zu laufen, um den Bus noch zu erreichen

3. Achten Sie besonders am Anfang mit darauf, dass Ihr Kind seine Fahrkarte immer dabei hat und dass diese an einem festen Platz im Ranzen sicher verstaut ist.
Dasselbe gilt natürlich für Dokumente (Lichtbildausweis, Schülerausweis), die zur Fahrkarte gegebenenfalls mitgeführt werden müssen!
Besonders nach Wochenenden oder Ferien, wenn die Fahrkarte auch für andere Fahrten in der Freizeit genutzt werden kann, sollte sich idealerweise mehr als ein Augenpaar davon überzeugen, dass das Ticket wieder an Ort und Stelle ist.

4. Auch wenn Ihr Kind keinen großen Wert auf elterliche Ratschläge legt: Erinnern Sie den Nachwuchs gelegentlich daran, dass er unterwegs die Augen offen hält! Der Routenverlauf muss schließlich im Auge behalten werden, damit im Bus rechtzeitig auf den Haltewunsch-Knopf gedrückt werden kann und die Haltestelle nicht verpasst wird.
Und das Smartphone als ständiger Begleiter ist dem nicht unbedingt förderlich…

5. Apropos warnen und ermahnen: Weisen Sie Ihr Kind immer mal wieder darauf hin, dass nicht alle Menschen vertrauenswürdig sind.
Im Grunde wird Ihr Kind zwar wissen, dass es fiese Diebe gibt und dass man diesen ihre schlechten Absichten nicht ansieht. Dennoch kann man immer wieder Kinder und Teenies beobachten, bei denen eine gewisse Naivität einen diesbezüglichen Realitätssinn zu übersteigen scheint.
Wertsachen gehören idealerweise körpernah in verschließbare Taschen, an die so leicht niemand herankommt, und nicht in Taschen, die außerhalb des Blickfelds weit offen herum getragen werden. Smartphones sollten nicht weithin sichtbar aus Gesäßtaschen herausschauen.
Generell sollten Kinder sich bewusst sein, dass Gegenstände mit hohem materiellen Wert potentielle Langfinger zum Zugreifen verleiten können, und dass das teure Smartphone daher nicht mehr als nötig Fremden in Bus und Bahn präsentiert werden sollte.

6. Niemand ist perfekt…
Und von Kindern kann und sollte man dies schon gar nicht erwarten!
Jeder kann mal etwas vergessen oder verlieren!
Wer die Dinge – und zwar alle!: Jede Tasche, jede Jacke, jede Mütze – am Etikett mit dem Namen kennzeichnet, erhöht die Chancen, Verlorenes zurück zu bekommen.

Bildquelle: © bigstock.com/ unguryanu

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