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Klein, krabbelig und nicht nur bei Kindern sehr populär: Der Marienkäfer

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Bei vielen Krabbeltieren, die im Frühling und Sommer draußen in der Natur unterwegs sind, zucken Kinderhände unwillkürlich weg.
Nicht so beim Marienkäfer, den wohl so ziemlich alle Kinder kennen und mögen!

Marienkäfer

Vieles ist bekannt über den kleinen Krabbler, der fast überall auf der Welt beheimatet ist, manches ist weniger bekannt – zum Beispiel vielleicht, dass der hier gebräuchliche Name des gerne als Glücksbringer betrachteten Käfers auf die heilige Maria zurück geht – und manches, was man so hört, stimmt so nicht ganz.

Spannend ist es in jedem Fall, den kleinen Käfer draußen in der Natur zu beobachten. Interessant aber sicher auch, mehr über ihn zu erfahren. Hier einige der vielen wissenswerten Dinge über den sicherlich Beliebtesten aus der Käfer-Familie:

Marienkäfer sind immer rot und schwarz getupft!

Stimmt nicht. Es gibt auch andere Arten in anderen Farben, zum Beispiel gelbe mit schwarzen Punkten. Manche Käfer aus der Familie der Marienkäfer haben statt runden Punkten auch Flecken oder Streifen oder sind schlicht einfarbig.

An der Anzahl der Punkte lässt sich das Alter bestimmen!

Stimmt nicht. Die Anzahl der Punkte verrät etwas über die Art, aber nicht über das Alter.
Kein Marienkäfer wird zudem 10, 17 oder gar 22 Jahre alt, so dass es Marienkäfer mit so vielen Punkten gar nicht geben dürfte, wenn die Regel „Anzahl Punkte = Lebensalter“ gelten würde.
Die meisten Marienkäfer haben 7 Punkte!

Stimmt. Die hierzulande am meisten verbreitete Art ist der Siebenpunkt-Marienkäfer.

Der Marienkäfer ist äußerst nützlich!

Das stimmt, denn Marienkäfer lieben Blattläuse. Zum Essen – wohlgemerkt. Mit großem Appetit machen sie sich über Blattläuse her, die wiederum – selbst sehr verfressen – Pflanzen Schaden zufügen würden.

Marienkäfer fressen nur Läuse!

Stimmt nicht. Bei Nahrungsmangel fressen sie auch pflanzliche Nahrung und – vor allem die Larven – auch schon mal ihre Artgenossen.

Der Marienkäfer hat viele Namen!

Stimmt. Und manche klingen wirklich knuffig, wie zum Beispiel „Sonnenkäfer“ oder „Mutschekiebchen“. Noch mehr gebräuchliche Bezeichnungen – über 1.500 sollen es sein – gibt es im Eintrag zum Marienkäfer bei Wikipedia.de .

Der Marienkäfer war sogar schon „Insekt des Jahres“!

Stimmt. Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) wurde im Jahre 2006 zum Insekt des Jahres gekürt.

Was kann man für Marienkäfer tun?

Marienkäfer sind zwar nicht bedroht, freuen sich aber natürlich trotzdem über gute Plätzchen zum Überwintern. Das kann unter einem Blatt oder einem Stück Rinde im Blumenbeet sein oder unter Steinen. Den Garten daher im Herbst nicht komplett „leer räumen“ sondern ruhig Blätter und Rindenstücke bis zum nächsten Frühjahr liegen lassen.

Wo kann ich mich im Internet über Marienkäfer informieren?

Zum Beispiel hier:

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