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Manuelle oder elektrische Milchpumpe: Was ist die bessere Wahl?

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Die beste Ernährung für ein Baby ist in den ersten Monaten nach der Geburt die Muttermilch. Auch wenn das eigene Kind vorwiegend gestillt wird, können immer wieder Situationen auftreten, in denen Muttermilch über das Fläschchen gereicht werden muss. Zum einen beschert dies Müttern einen gewissen Freiraum, zum anderen trinken die Kinder nicht jeden Tag die gleiche Menge. Um Schmerzen in der Brust und eventuelle Entzündungen zu vermeiden, sollte die Milch abgepumpt werden.

Abgepumpte Muttermilch kann für wenige Tage frisch im Kühlschrank aufbewahrt oder für längere Zeit in der Tiefkühltruhe gelagert und bei Bedarf aufgetaut werden. Wichtige Nährstoffe gehen dadurch nicht verloren. Abgepumpte Milch ist ebenso dann Gold wert, wenn es darum geht, eventuell vorhandene Stillprobleme zu behandeln.

Auch bei Frühchen ist es oft erforderlich, Milch abzupumpen. Hier ist der Saugreflex aufgrund des Alters nicht so ausgebildet, trotzdem sollen natürlich auch sie die wichtigen Nährstoffe und Immunisierungen  mit der Muttermilch erhalten. Durch abgepumpte Milch kann die Lücke geschlossen werden, die zwischen der Geburt und dem eigentlichen Stillen entsteht.

Wie wird Muttermilch abgepumpt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Muttermilch sanft abgepumpt werden kann. Zum einen kann hier auf eine Handmilchpumpe zurückgegriffen werden und zum anderen gibt es elektrische Milchpumpen. Elektrische Milchpumpen werden in vielen Apotheken zum Ausleihen angeboten. Gerade wenn zeitlich befristet abgepumpt werden soll, ist dieses Mietangebot eine gute Alternative.

Sowohl die Hand- als auch die elektrische Milchpumpe sind Stillhilfen, die relativ leicht zu handhaben sind. Sie können über längere Zeit genutzt werden und sind in den ersten Tagen oder Wochen nach der Geburt eine beliebte Wahl, um zunächst die Milchproduktion auf Vordermann zu bringen. Dabei ist wichtig, dass in den ersten drei Wochen nach der Geburt die Milch nicht eingefroren wird. Der Körper braucht diese Zeit, um die Milch reifen zu lassen, erst nach zwei bis drei Wochen ist dieser Vorgang abgeschlossen.

Handmilchpumpe für den gelegentlichen Einsatz

Wenn die Muttermilch nur hin und wieder abgepumpt werden soll, ist die Handmilchpumpe die beste Wahl. Die Handmilchpumpe ist klein und handlich, sodass sie bei Bedarf überall hin mitgenommen werden kann. Sie reicht aus, um hin und wieder eine Milchmahlzeit abzupumpen. Sicherlich würde die Anwendung in der Theorie auch mit einer elektrischen Milchpumpe funktionieren. Doch eine elektrische Milchpumpe bietet hier den größeren Komfort.

Elektrische Milchpumpe entleert optimal

Der größte Vorteil der elektrischen Milchpumpe besteht darin, dass sie deutlich komfortabler ist. Ist alles vorbereitet, muss die Pumpe nur noch eingeschaltet werden. Die Pumpe wird durch einen integrierten Motor angetrieben. Die Ausstattung der Modelle ist sehr unterschiedlich. Es gibt mittlerweile auch elektrische Milchpumpen, die eine Stimulationsphase haben. Dadurch kann gezielt der Milchspendereflex der Brust angeregt werden. Viele elektrische Milchpumpen sparen Zeit, da sie bei beiden Brüsten gleichzeitig Milch abpumpen können. Weiterhin ist der Abpumpvorgang immer so gestaltet, dass jede Brust optimal entleert wird.

Eine elektrische Milchpumpe ist allerdings deutlich kostenintensiver. Die Krankenkassen zahlen auch auf Rezept nur das Ausleihen der Pumpen. Dies ist dann entweder in Apotheken oder teilweise auch bei Hebammen möglich, die die Nachsorge von Frauen betreuen. Auch im Falle eines Milchstaus kann auf Rezept eine Milchpumpe verordnet werden. Wer seine eigene Milchpumpe immer griffbereit haben möchte, muss diese selbst kaufen. Hier ist die Handmilchpumpe jedoch die bessere Wahl.

Bildquellen: © 123rf.com/Pavel Ilyukhin; © bigstock.com/evso

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