Mehr als dekorativ: Die eigene Pflanze im Kinderzimmer

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Wenn Kinder älter werden, übernehmen sie gerne Verantwortung.
Nicht unbedingt für die eher „lästigen“ Dinge des Alltags wie das Aufräumen des eigenen Zimmers, umso lieber aber beispielsweise für Pflanzen.
Draußen im Kasten oder Beet aber auch drinnen auf der Fensterbank – und am liebsten, wenn Eltern versprechen, dem Nachwuchs auch wirklich ganz alleine die Pflege der ein oder anderen Pflanze zu überlassen!

Ein gutes Alter für „erstes Gärtnern“ ist ab dem Vorschul- oder Grundschulalter, in dem die Gefahr, dass Pflanzenteile in den Mund genommen werden, nicht mehr gegeben sein sollte. Auf der sicheren Seite ist man in jedem Fall mit ungiftigen (Zimmer)Pflanzen, an denen die Auswahl allerdings gering ist.

Jüngere Kinder werden einfach mächtig stolz sein auf „ihr“ Usambaraveilchen im Wohnzimmer, das an einem hellen Platz und bei vorsichtigem Gießen (hoffentlich) prächtig blüht und gedeiht!
Wo der Platz es erlaubt, besteht draußen vielleicht sogar die Möglichkeit ein eigenes „Kinderbeet“ (vielleicht dort, wo vorher der Sandkasten war?) anzulegen, in dem kleine Hobbygärtner erstes Gemüse anbauen, Blumenzwiebeln oder Sommerblumen pflanzen können.

Falls nicht: für ein paar selbst gesäte Sonnenblumen oder Kapuzinerkresse findet sich bestimmt irgendwo ein sonniger Platz, an dem die Samen im Frühling in die Erde gesteckt werden können und kurz darauf zu wachsen beginnen.
Das Schöne dabei: die Kinder bewegen sich an der frischen Luft, lernen viel über verschiedene Pflanzen und deren Ansprüche, übers Wetter und die Jahreszeiten und außer, dass sie vom Gärtnern hinterher ordentlich matschig und dreckig sind, kann nicht viel passieren.

Um drinnen eine Pflanze zu pflegen, vor allem auf eigene Faust im eigenen Zimmer, sollten Kinder schon ein wenig größer sein.
Das eine früher, das andere später: irgendwann sind Kinder umsichtig und vernünftig genug und die Gefahr dadurch zunehmend geringer, dass öfter mal Blumentöpfe auf dem Fußboden landen, das Wässern über längere Zeit einfach vergessen wird oder die Gießkanne umgestoßen wird.
Zudem erfordert der Umgang mit Zimmerpflanzen etwas mehr Feingefühl und Erfahrung, die man erst ab einem bestimmten Alter erwarten kann, als einfache Arbeiten im Garten.
Wo im Beet beim Gießen nach dem Motto „Viel hilft viel!“ die Pflanzen kaum zu Schaden kommen werden, kann dies drinnen das traurige Ende eines Pflänzchens bedeuten.

Zum Trost, wenn es mit der ersten Zimmerpflanze nicht geklappt hat: auch nicht alle Erwachsenen haben einen „grünen Daumen“ und dass mal eine Pflanze trotz größter Mühe und liebevoller Pflege eingegangen ist, ist wohl jedem schon passiert!
Wenn der erste Anlauf gescheitert, ist vielleicht der Ehrgeiz geweckt, es beim nächsten Mal noch besser zu machen und sich dafür noch mehr Wissen anzueignen.

So profitieren Kinder gleich doppelt von der eigenen Pflanze. Sie macht die vier Wände nicht nur wohnlicher, wenn aus dem Kinder- langsam ein Jugendzimmer wird.
Gleichzeitig ist es auch interessant, mehr über die Ansprüche von Pflanzen heraus zu finden und zu lernen, woran man erkennt, ob mehr oder weniger Wasser, Dünger oder frische Erde gerade das richtig Mittel ist, damit es den schönen Blüten oder dem sattem Grün auf der Fensterbank auch weiterhin gut geht.

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