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Mit Kindern rund ums Gartenjahr – Teil 10: Gartenarbeit im Oktober

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Nachdem der Sommer sich zunächst vielerorts nicht so sommerlich präsentierte, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte, zeigte sich der September in langen Strecken noch einmal von seiner schönsten Seite!

Mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, dank derer viel Zeit im Freien verbracht werden konnte und die diesjährige Sommer- und Gartensaison sehr angenehm auf ihr bald nahendes Ende zusteuerte.

Noch ist es aber nicht so weit! Für große und kleine Gärtnerhände gibt es noch Allerlei zu tun – und mit etwas Glück gibt es vielleicht noch die eine oder andere Sonnenstunde, in der der Garten zum Verweilen im Freien einlädt, bevor der Grill bis zur nächsten Saison „eingemottet“ wird, der Rasen sein Wachstum einstellt, die Blätter fallen und auch die letzten Sommerstauden verblüht sind!

Herbst

Schöne Aussicht: Bunte Blätter vor blauem Himmel

Hier unsere Tipps und Anregungen zur Gartenarbeit im Oktober:

Rechtzeitig vor dem ersten Frost: Umpflanzen, Neupflanzen…
Im Herbst denkt man vielleicht gar nicht an die Möglichkeit, jetzt noch Neues zu pflanzen?
Solange der Boden jedoch noch warm genug und Frost in nicht allzu naher Zukunft zu erwarten ist, kann man durchaus noch einige Neu-Pflanzungen mit winterharten Gräsern, Stauden und Gehölzen vornehmen, damit die Beete im nächsten Jahr in schönster Pracht erstrahlen.

Auch für Umpflanzungen ist jetzt eine gute Zeit: Hatte eine Staude zu wenig Platz, zu wenig Licht, waren die Bodenverhältnisse vielleicht nicht ideal?
Noch können Pflanzen an einen neuen Standort wechseln, denn es bleibt ihnen genug Zeit bis zum Winter, um sich an ihrem Platz „einzuleben“.

und die Blumenzwiebeln für den Frühling nicht vergessen!
Vielleicht hatte man im Frühjahr den Eindruck, dass einige bunte Farbtupfer im Beet fehlen und dass es schön wäre, wenn sich der kommende Frühlingsbeginn farbenfroher präsentieren würde?

Für eine bunte Pracht aus Schneeglöckchen, Krokussen, Narzissen, Hyazinthen, den kleinen, blauen Perlhyazinthen und mehr ist jetzt die Zeit Zwiebeln in die Erde zu bringen.
Nicht frostsichere Zwiebeln von Sommerblühern können bei dieser Gelegenheit gleich aus den Beeten gesammelt und bis zum nächsten Jahr eingelagert werden.

Bestens in Form: Die Hecke
Ob immergrüne Hecken oder solche, die bereits einige Blätter gelassen haben: Jetzt, solange die Temperaturen sich noch im positiven Bereich bewegen, ist ein guter Zeitpunkt, die Hecke (noch einmal in diesem Jahr) vor dem Winter in Form zu bringen.

Ein – im wahrsten Sinne – ordentlicher Garten-Endspurt: Da können alle mit anfassen!
Ordnung schaffen für einen übersichtlichen Garten-Start im kommenden Jahr? Bei dieser Aufgabe sind alle gefragt:
Beim Aufräumen von Schuppen, Gartenhäusern und Gartenschränken beispielsweise, beim Auskehren von Sand und Erdresten, die sich darin auf den Böden angesammelt haben, beim Sichten, Sortieren und Ausrangieren von dem einen oder anderen Stück, das im Garten ausgedient hat – ob Gartengerät oder Förmchen im Sandkasten.

Je mehr Stauraum es für Fahrräder, Blumentöpfen, Gartengeräte und Co. gibt, desto mehr gibt es nun zu fegen, zu reinigen, zu sortieren, zu ordnen und wieder in seinen bestmöglichen Zustand zu bringen.
Vielleicht nicht die beliebteste Tätigkeit, aber immerhin eine, nach der man abends zufrieden sein gelungenes Werk begutachten kann!

Auf der Zielgeraden auch in puncto Rasenpflege
Bevor der Rasenmäher Einzug im Winterquartier hält, ist es noch einmal an der Zeit, den Rasen zu mähen und zu pflegen.
Weniger Sonne, kühle Temperaturen und Nässe werden ihm in den Wintermonaten zusetzen, von daher sollte er noch einmal (nicht zu kurz) geschnitten werden und von Moos wie Unkraut befreit werden.
Wenn anschließend der Boden noch ein wenig gelockert und gelüftet wurde, ist das Aufbringen von Rasenkalk eine sinnvolle Maßnahme zur Vorbeugung gegen Moosbildung ebenso wie das regelmäßige Entfernen von gefallenem Laub für genügend Luft und Licht dem Rasen gut bekommen wird.

Wohin aber mit den vielleicht großen Bergen raschelnden Laubs, das sorgsam mit dem Rechen zusammen gefegt wurde?
Zum Entsorgen ist es jedenfalls zu schade, denn abgesehen davon, dass ein großer Laubhaufen in einer ungestörten Ecke ein tolles Winterquartier für Igel darstellt, eignet sich das Laub auch zur Abdeckung von Beeten.

Das Grün im Haus pflegen
Je weniger der Garten die Zeit und Aufmerksamkeit beansprucht, desto mehr heißt es sich nun um die (ins Haus zurück gekehrten) Zimmerpflanzen zu kümmern, die mit täglich weniger Tageslicht und trockener Heizungsluft zurecht kommen müssen.

Eine schöne Aufgabe für Kinder: Hin und wieder zur Sprühflasche mit Wasser greifen und den Pflanzen im Haus mit reichlich Sprühnebel ein angenehmes Klima verschaffen!

Herbstzeit = Erntezeit!
Der „Goldene Oktober“ hat nicht nur wunderbare Farbenspiele an herbstlichen Bäumen im Gepäck, sondern bringt auch reichlich Leckeres, das nun erntereif ist, mit:
Äpfel, Birnen, letzte Pflaumen und Brombeeren beispielsweise, aber auch für viele Gemüsesorten – zum Beispiel Kürbisse – sind nun reif zum Genießen, Einkochen oder anderweitigem Weiterverarbeiten beispielsweise zu Kuchen, Salaten oder süßlich-herzhaften Chutneys.
Wer reichlich Obst und Gemüse zum Verarbeiten hat, kann jetzt auch schon an Weihnachten denken: Selbstgemachtes aus der Küche ist hübsch verpackt immer eine nettes, liebevolles Präsent!

Ein großer Spaß für Kinder hingegen: Die selbst geschnitzte Laterne aus dem ausgehöhlten Kürbis, die dank einer hinein gestellten Kerze am Tag vor Allerheiligen im Vorgarten erstrahlen kann.

Bei wärmeempfindlichen Gemüse, die noch nicht erntereif sind, heißt es nun ein gutes Augenmaß zu beweisen: Bevor die fast roten Tomaten in einer kalten Nacht Schaden nehmen, sollten sie besser rechtzeitig gepflückt und ins Warme gebracht werden, um dort nachreifen zu können.

Das Gleiche – besser zu früh als zu spät ins Haus – gilt auch für Zimmerpflanzen, die sich noch draußen auf Balkon oder Terrasse befinden, und empfindliche Pflanzen in Kübeln, die ebenfalls durch erste Nachtfröste gefährdet sein können.

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