Praktisch, funktional und gut durchdacht: Kleidung für den Sportunterricht in der Schule

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Das Zusammenstellen einer kompletten Ausstattung für kleine Erstklässler ist oft schon eine Wissenschaft für sich: Wasserfeste oder -lösliche Wachsmalstifte? Runde oder dreieckige Bleistifte? Hefte mit welchen Kästchen und Linien noch mal genau – und besser mit oder ohne Rand?

Ist schließlich alles besorgt und beschriftet und so bestens ausgerüstet die Einschulung erfolgreich gemeistert, sind – „natürlich“ – nicht alle Fragen geklärt. Besonders beim ersten Kind wird man noch vor der einen oder anderen Aufgabe, Frage oder Herausforderung stehen.
Eine davon: Das Zusammenstellen des Turnzeugs für den Sportunterricht.

Sicherlich ist letztlich das zusammen gestellte Schulsport-Outfit stets abhängig von den Räumlichkeiten vor Ort, von langjährigen Erfahrungen und hilfreichen Empfehlungen der jeweiligen Lehrkraft, die die kleinsten Schulkinder mit Aufwärmübungen, Bewegungsspielen, Turnen und Ballspielen in Bewegung bringt.
Daher an dieser Stelle lediglich einige allgemeine Tipps und Erfahrungen – wie so häufig ganz subjektiv aus Elternsicht:

Elementar wichtig: Gute Turnschuhe
Vorneweg: Der gewählte Turnschuh muss natürlich alle Kriterien eines guten Sportschuhs erfüllen, damit das Kind ihn gerne trägt und gesund und sicher auf ihm unterwegs ist.
Im Grunde gilt für Sportschuhe dabei dasselbe wie für jeden guten Schuh: Er muss perfekt passen und sitzen, bequem und möglichst leicht sein, guten Halt bieten und „benutzerfreundlich“ (sprich: Klettverschlüsse und leichtes An- und Ausziehen machen es Kind und damit auch Sportlehrer/in einfach, schnell in die eigentliche Sportstunde zu starten!) sein und – ganz wichtig! – auch optisch gefallen.
Wichtiges Kriterien ist meist auch eine (helle) Sohle, die den Einsatz in der Halle erlaubt.

Nicht zwangsläufig muss es sich jedoch um einen hochpreisigen Markenschuh handeln.
Wird der Schuh tatsächlich nur im schulischen Sportunterricht zum Einsatz kommen, befindet er sich unterm Strich nur eine recht übersichtliche Anzahl von Stunden am Fuß des Kindes, bevor er nach sicherlich nicht allzu langer Zeit von einem Paar der nächsten Größe abgelöst werden muss.

Vielerorts gibt es Turnschuhe mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Doch auch, wer mal zufällig ein echtes Schnäppchen entdeckt, sollte diese nicht ohne Anprobe (oder die Möglichkeit zu erfragen, den Schuhe bei Nicht-Passen oder Nicht-Gefallen umzutauschen bzw. zurück ins Geschäft zu bringen), kaufen.
Nicht verkehrt ist es jedoch, bei einem guten Angebot gleich doppelt zuzuschlagen und neben der aktuellen Größe gleich ein Paar in der Folgegröße in den Einkaufswagen zu legen.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird das Kind genau dann erwähnen, dass ihm seine Schuhe nicht mehr so recht passen, wenn nicht sofort ein Einkauf möglich ist, beispielsweise morgens vor der oder am ersten Tag nach den Sommerferien, wenn man es als Eltern versäumt hat, bei Ferienbeginn die Sportsachen genau unter die Lupe zu nehmen…

Feste Schuhe und/oder Schläppchen?
Für den Hallensport können – schon sehr günstig erhältliche – Turnschläppchen eine gute Alternative oder Ergänzung sein. Sie benötigen kaum Platz im Turnbeutel, tragen nur minimal zum Gewicht der Sporttasche bei und sind vor allem bei Gymnastikübungen, Tanz und Geräteturnen eine gute Wahl.

Der Rest vom Dress
Lange Hose, kurze Hose? Oder beides?
Erfahrungsgemäß ist die kurze Hose bei Kindern erste Wahl, weil sie leicht in der Sporttasche ist, sich schnell an- und ausziehen lässt, mehr Bewegungsfreiheit als eine lange bietet und einen nicht zu sehr ins Schwitzen bringt, selbst wenn viel getobt und gerannt wird.
Eine lange Hose kann ergänzend sinnvoll sein, wenn es an noch kühlen Vormittagen nach draußen auf den Sportplatz geht oder die Temperatur in der Turnhalle vom Kind – zumindest zu Beginn der Sportstunde – als zu kühl empfunden wird.
Ein Muss ist die lange Hose aber zunächst sicher nicht und mit der Anschaffung kann vermutlich abgewartet werden.

Einfaches T-Shirt aus Baumwolle oder spezielles Sportshirt aus Polyester?
Diplomatisch formuliert: Erlaubt ist, was gefällt!
Gerade bei den jüngsten Schulkindern ist Mode- und Markenbewusstsein in der Regel noch kein Thema.
Natürlich spricht nichts gegen einen nagelneuen (Marken-)Sportdress, aber wenn es auch günstiger geht, kann man sich das Geld vielleicht sparen.

Die gleiche Funktion wie ein schickes -Outfit erfüllen in der Regel eine kurze, weiche Baumwollhose ohne Reißverschluss und Knöpfe und ein bequemes T-Shirt aus dem häuslichen Fundus, die passen, auch bei Bewegung ideal sitzen und in denen das Kind sich rundum wohl fühlt.

Möglichst nie ohne Namen
Kaum etwas ist so schnell nach einem Schulvormittag vergessen wie Einzelteile der Sportbekleidung. Wie schnell rutscht im allgemeinen Umzieh-Gewusel ein Turnschuh weit hinten unter die Umkleidebank, wie schnell wird in der Eile statt zum eigenen zum ähnlich aussehenden Shirt des Kindes daneben gegriffen?

Um später gezielt nach eigenen Stücken in der schulinternen Fundkiste Ausschau halten zu können bzw. dem Auffindenden liegengebliebener Schuhe, T-Shirts und Hosen es einfach zu machen, die guten Stücke wieder ans richtige Kind zu bringen, ist eine gut lesbare und leicht zu entdeckende Beschriftung mit Namen und Schulklasse praktisch unerlässlich.

Möglichkeiten gibt es viele. Nie verkehrt ist es, eine zu wählen, die später wieder entfernbar ist, denn das Sportzeug leidet in der Regel wenig im Unterricht und kann so gut erhalten an jüngere oder andere Kinder weiter gegeben werden.
Die einfachste Methode: Mit einem wasserfesten Schrift eines der in Shirts und Hosen oft zahlreich vorhandenen Etiketten beschriften, das später verzichtbar ist und so später mitsamt Namen einfach herausgeschnitten werden kann.

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