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Schmückend und multifunktional: Ein Teppich fürs Kinderzimmer

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Ein sorgsam ausgewählter Teppich kann ein Schmuck für jeden Raum sein. Denn dieser sorgt für Gemütlichkeit und Wohnlichkeit dort, wo man sich gerne heimelig fühlt. Darüber hinaus erfüllt er jedoch auch ganz praktische Aufgaben. Er schont empfindliches Parkett und sorgt für warme Füßen auf eher kalten Böden. Er kann die Gefahr des Ausrutschens auf glatten Untergründen verringern. Und sich sogar positiv auf das Klima im Haus auswirken.

In hochwertiger Ausführung kann ein Teppich jahrelang Freude machen. Ebenso kann er aber auch ärgerlicher, kostspieliger Fehlkauf sein, wenn man einen Fehler begeht: Den Teppich beim Kauf als schmuckes Einzelstück zu betrachten, losgelöst von der Umgebung, in der er später liegen soll.

Natürlich muss ein Teppich in erster Linie optisch gefallen. Überdies ist bei der Auswahl aber auch zu bedenken, dass dieser sich später harmonisch in die übrige Raumgestaltung einfügen soll. Er muss gleichsam zu Möbeln, Boden, Wänden, Gardinen, eben dem gesamten gewählten Einrichtungsstil passen. Und auch über die angemessene Größe sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen, damit der Teppich später nicht übermächtig oder verloren wirkt.

All diese Kriterien gelten selbstredend für jeden Teppich, den man sich ins Haus holt. Für einen Kinderzimmerteppich sind jedoch noch weitere Aspekte von Bedeutung!

Welche das sind und worauf man daher beim Kauf achten sollte, haben wir im Folgenden zusammengetragen.

  1. Das Material

Ein Teppich aus Natur oder Kunstfaser…

Im Zusammenhang mit einem Teppich denkt man beim Begriff „Naturfaser“ wohl am ehesten an Sisal und Wolle. Auf Sisal möchten wir an dieser Stelle gar nicht näher eingehen. Denn Sisalteppiche mögen praktisch und pflegeleicht sein. Sie sind aber in aller Regel für ein Baby- oder Kinderzimmer optisch wenig passend und erst recht können sie nicht in Sachen „Kuscheligkeit“ punkten.

Viel interessanter fürs Kinderzimmer sind da schon Wollteppiche. Diese tragen einerseits zu einem guten Raumklima bei, da Wolle als Naturmaterial Feuchtigkeit und Wärme aus dem Raum aufnehmen und später wieder abgeben kann. Andererseits dämpfen sie Geräusche, was wohl alle Eltern mit tobefreudigen Kindern zu schätzen wissen dürften.

Ein Nachteil jedoch, den wohl jeder kennt, der schon einmal einen Wollteppich besaß? Wollteppiche können – besonders anfangs – stark fusseln. Häufiges Saugen rund um den Teppich, mitunter im ganzen Haus, ist dann angesagt, um den losen Fasern Herr zu werden. Was man dabei jedoch nicht tun sollte? Den Teppich allzu häufig gleich mit absaugen. Denn dadurch löst man im ungünstigsten Fall nur weitere Fasern aus dem Teppich, die sich dann wiederum auf den Weg machen. Besser ist vielmehr, den Teppich von Anfang an zweckgemäß zu benutzen, zu begehen und dabei die Fasern fest in den Teppich zu drücken.

Wem das Fusseln eines neuen Teppichs im Kinderzimmer jedoch lästig erscheint, kann den Teppich natürlich auch erst in einem anderen Raum „einwohnen“. Oder ihn in einen Bettbezug aus dünner Baumwolle einschlagen. So kann man ihn durchaus begehen und die Fusseln breiten sich trotzdem nicht in Kinderzimmer und Wohnung aus.

Wer hingegen keinen Wert auf Natur legt und Fusseln sicher umgehen möchte, ist mit einem Teppich aus Kunstfasern gut beraten. Solche Teppiche sind in der Regel leichter und günstiger als Wollteppiche, dazu langlebig, pflegeleicht und strapazierfähig. Auch sie wirken wärmedämmend, sorgen für Trittschalldämmung und bestechen durch Farbechtheit und Lichtbeständigkeit. Aber: Den guten Einfluss auf die Raumluft kann ein Kunstfaserteppich eben nicht bieten.

… oder lieber ein Fell für den Boden als Alternative zum Teppich?

Kuschelig, einladend, gemütlich sind nicht nur weiche Teppiche, sondern alternativ auch Felle als Bodenbeläge. Nicht nur im Kinderwagen als wärmende Unterlage ist dabei Lammfell eine gute Wahl fürs Baby und sein erstes Zimmer.

Naturgemäß ist echtes Lammfell zwar teurer als Kunstfell. Dabei macht es jedoch keine Abstriche in Sachen Pflegeleichtigkeit und Farbvielfalt. Mit speziellem Shampoo lässt sich das Lammfell bei niedriger Temperatur sogar in der Waschmaschine waschen. Und in Sachen Farbigkeit muss man sich längst nicht mehr nur auf die naturbelassene Variante beschränken. Solche Kinderteppiche sind in der Regel leichter und günstiger als Wollteppiche, dazu langlebig, pflegeleicht und strapazierfähig.

Der Verwendungszweck

Wofür soll der Teppich im Kinderzimmer dienen? Soll er „nur“ den Raum optisch verschönern? Soll er das Baby wärmen, das auf dem Teppich auf seiner Krabbeldecke liegt? Oder dient der Teppich gar als Untergrund zum Bauen und Spielen? Dann sind dicke, flauschige Teppiche wenig empfehlenswert, denn auf ihnen kann man keinen fragilen Turm aus Bauklötzen errichten.

Mit einem Spielteppich schlägt man da vielmehr zwei Fliegen mit einer Klappe! Dieser ist einerseits optisch „Typisch Kinderzimmer“ und bringt Farbe ins Spiel. Daher kommt er besonders gut zur Geltung bei ansonsten dezenter Raumgestaltung in puncto Möbel, Tapeten und Gardinen. Zum anderen bietet solch ein Teppich einen „Spielplatz“, auf dessen Straßen kleine Autos fahren und kleine Spielfiguren allerlei Geschichten erleben können, die der kindlichen Phantasie entspringen.

  1. Pflegeleichtigkeit

Zwar läuft idealerweise niemand mit dreckigen Schuhen über den Teppich im Kinderzimmer. Besteht jedoch doch die Möglichkeit, dass andere Verschmutzungen im Laufe der Zeit ihn unansehnlich werden lassen? Verschüttete Getränke und Speisereste, Spuren von Malstiften?

Dann ist wiederum ein (künstliches) Material von Vorteil, das viel verzeiht und sich bei Bedarf auch daheim sehr leicht reinigen lässt. Praktisch ist gar ein Teppich, der aufgrund seiner Größe und seiner übrigen Beschaffenheit öfters mal in die Waschmaschine gegeben werden kann.

Eher ungünstig hingegen ist dann ein (Woll)Teppich, der – vollgesogen mit Wasser – gefühlt zentnerschwer wird. Und sehr schonend und damit eher aufwändig gereinigt erst lange trocknen muss, ehe man ihn wieder auf den Kinderzimmerboden legen kann.

  1. Eignung für Fußbodenheizung

Dieser Aspekt ist natürlich nur bei vorhandener Fußbodenheizung von Bedeutung, dann aber unbedingt zu beachten.

  1. Sicherheit in Bezug auf Schadstoffe

Je jünger Kinder sind, desto häufiger spielen sie noch auf dem Fußboden. Und kommen dabei intensiv mit dem Teppich in Berührung. Achten Sie daher darauf, dass jeder Teppich hinsichtlich eventuell enthaltener Schadstoffe untersucht wurde und einen entsprechenden Hinweis wie „OEKO-TEX® STANDARD 100“ trägt.

Bildquelle: © unsplash.com/Picsea

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