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Schwimmen: Ideale Sportart während der Schwangerschaft

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So eine Schwangerschaft ist wahrlich eine spannende Zeit! Und eine, die Veränderungen mit sich bringt:
Der Körper verändert sich und das nicht nur um den Bauch herum. Man hört plötzlich öfter in sich hinein und schenkt sich selbst mehr Aufmerksamkeit. Beipackzettel von Medikamenten werden mit erhöhter Aufmerksamkeit studiert, Lebensmittel bezüglich Nährstoffen und potentieller Risiken genauer unter die Lupe genommen, die Notwendigkeit einer neuen Haarfarbe hinterfragt. Und vielleicht muss auch für eine Weile von der einen oder anderen lieben Gewohnheit Abstand genommen werden? Dass Alkohol und Nikotin während der Schwangerschaft tabu sind, dürfte hinlänglich bekannt sein.
Doch wie steht es mit dem eigentlich gesundheitsfördernden Sport?

Wer in dieser Zeit verletzungsträchtige sowie für das Baby im Bauch riskante Sportarten ebenso meidet wie solche, die den Körper sehr stark belasten, und darüber hinaus keine Risikoschwangerschaft besteht (in diesem Fall sollte der Arzt grünes Licht geben!) kann sich durchaus bis zur Geburt sportlich fit halten, beispielsweise mit Yoga, Walking, Radfahren und: Schwimmen!

Warum gerade die Fortbewegung im Wasser praktisch prädestiniert dafür ist, regelmäßig während der Schwangerschaft betrieben zu werden?
Im folgenden 7 gute Gründe dafür und einige Tipps mehr zum Schwimmen während der Schwangerschaft

1.) Geringe Verletzungsgefahr
Im Wasser eines moderat besuchten Hallenbades befindet man sich praktisch auf sicherem Terrain, die Gefährdung durch Körperkontakt mit anderen ist minimal, Sturzgefahr besteht im Wasser nicht und wer an geeigneter Stelle ins kühle Nass hinein und wieder heraussteigt, läuft kaum Gefahr, das Baby im Bauch zu gefährden. Und sollte etwas sein und Sie Hilfe benötigen, sind Sie im Hallenbad nie allein. Das ist ein großer Pluspunkt gegenüber Radfahren, Joggen oder Walken auf mehr oder weniger ruhigen, abgelegenen Wegen, denn sollte man dort einmal straucheln, stürzen oder sich plötzlich unwohl fühlen, ist vielleicht kein Helfer gleich zur Stelle.

2.) Keine Ausreden!
„Schlechtes Wetter“ zählt nicht! In der Schwimmhalle ist es schließlich immer gleich warm!

3.) Effizientes Training für die Geburt
Regelmäßiges Schwimmen trainiert viele Muskeln im ganzen Körper, wirkt allzu großer Gewichtszunahme entgegen und steigert Kondition und Ausdauer. So eine Geburt und die erste Zeit mit Baby sind schließlich anstrengende Angelegenheiten, für die man fit sein möchte und sollte.

4.) Erholsamer Schlaf
Wer regelmäßig Sport treibt, ist tagsüber fitter und schläft nachts besser.
Perfekt in einer Zeit, in der es mit dem erholsamen Schlaf naturgemäß nicht unbedingt zum Besten bestellt ist.

5.) Sport macht glücklich, ausgeglichen und gelassen
In der typisch monotonen Geräuschkulisse des Hallenbades, beim Plätschern vom Wasser und während der Konzentration nur auf sich und die eigenen Bewegungen kann man den Alltag getrost hinter sich lassen. Hier klingelt mal kein Smartphone, hier ist einfach mal Entspannung angesagt. Und sicherlich genießt auch das Baby das sanfte Geschaukel, wenn Mama gleichmäßig durch die Wellen gleitet. Auch nach dem Training bleibt ein positiver Effekt und wer regelmäßig Ausdauersport betreibt, mag dessen angenehme Aspekte bereits allzu gut kennen: Nach dem Training macht sich häufig so eine innere, wohlige Ruhe breit. Probleme können plötzlich viel kleiner und lösbar erscheinen. Und die Bestätigung, ein (vielleicht auch nur kleines) Ziel erfolgreich erreicht zu haben, macht selbstbewusst!

6.) Endlich wieder leicht fühlen!
Einen geplagten Rücken und schmerzende Füße können Sie getrost vergessen, während Sie sich Wasser (fast) schwerelos treiben lassen.

7.) Schwimmen entlastet schwere Beine
Ödeme in der Schwangerschaft plagen viele Frauen. Ein natürliches Mittel, das Abhilfe schaffen kann, ist Bewegung. Und Schwimmen gleich doppelt, da es nicht nur die Durchblutung fördert und die Muskeln stärkt, sondern auch, weil der Druck des umgebenden Wassers im Schwimmbad den Flüssigkeitsansammlungen entgegenwirkt.

Tipps für Schwimmbadbesuche während der Schwangerschaft

Wählen Sie sich eine ruhige Zeit
An der Kasse des Hallenbades kann man Ihnen sicherlich sagen, wann gleichgesinnte, ruhige Bahnenzieher anzutreffen sind und generell wenig Gedränge im Wasser und in Umkleidekabinen herrscht.

Gönnen Sie sich möglichst eine Dauerkarte für den Schwimmbadeintritt
Diese mag anfangs eine große Investition sein, dafür spart man anschließend bei jedem Besuch und das erworbene Guthaben motiviert, es auch wirklich „abzuschwimmen“ anstatt bares Geld zu verschenken.

Erkundigen Sie sich nach Angeboten speziell für Schwangere beziehungsweise nach Fitnesskursen im Wasser, bei denen auch Schwangere mitmachen können
Wer eigentlich nicht so gerne schwimmt, hat vielleicht mehr Spaß an Wassergymnastik? In der Gruppe fällt ohnehin alles leichter und der feste Termin im Wochenkalender wirkt dem Gedanken ans „Schwänzen“ von vornherein effektiv entgegen.

Schwimmen Sie, wie es Ihnen gefällt
Schwimmen sie um des Schwimmens willen und wie es Ihnen beliebt auf dem Bauch oder auf dem Rücken und nehmen Sie die Bewegung mit Babybauch nicht zum Anlass, ihren persönlichen Bahnrekord zu brechen, ihren Stil zu verbessern oder ihre bisherige Ausdauer noch durch einige zusätzlich Bahnen zu toppen.

Hören Sie im wahrsten Sinne auf Ihr Bauchgefühl
Es wird Ihnen das optimale Tempo vorgeben, so dass Sie schließlich ohne zu sehr aus der Puste gekommen zu sein und ohne Erschöpfungserscheinungen aus dem Becken steigen können.

Bildquelle: © bigstock.com/mikumistock

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