Sichtschutz, Wohlfühlelement, Hingucker: Aspekte bei der Auswahl von Gardinen fürs Kinderzimmer

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Das erste Zimmer fürs Baby einzurichten ist eine wunderbare Sache.
(Fast) Ebenso schön: Das Kinderzimmer entsprechend dem Alters seines größer werdenden Bewohners oder seiner Bewohnerin in den kommenden Jahren „mitwachsen“ zu lassen.

Dominieren im zarten Baby- und Kleinkindalter schließlich gerne pastellige Töne in puncto Wandfarben und Dekostoffen und darf alles so richtig niedlich-verspielt sein, wird die Kinderzimmergestaltung in Richtung jugendlichem Alter zunehmend individueller, schlichter und funktionaler werden.

Neben Möbeln und Wandfarben bestimmt dabei die jeweilige Gestaltung des Fensters mittels Gardinen oder Jalousien wesentlich das Erscheinungsbild des Kinder- beziehungsweise Jugendzimmers mit.

Wie die Gardinen fürs Zimmer des Nachwuchs sein sollten:

Pflegeleicht!
Gardinen in Räumen wie Wohn- oder Schlafzimmer werden in der Regel einmal aufgehangen und danach nur sporadisch zum Waschen abgenommen, denn wenn in der Wohnung nicht geraucht wird, die Gardinen sich nicht gerade an einem Fenster mit Blick auf eine vielbefahrene Straße oder auf einen Acker oder in unmittelbarer Nähe zum Esstisch befinden, bekommen sie üblicherweise wenige Verschmutzungen ab, die regelmäßiges Waschen erforderlich machen würden.
Wenn das seltene Waschen, Bügeln und Aufhängen dann aufwändiger ausfällt als es vielleicht unbedingt nötig wäre, weil es besonders schonend vor sich gehen muss und mit vielen kleinen Handgriffen verbunden ist, ist dies sicherlich kein Beinbruch.

Im Kinderzimmer sind Gardinen ganz anderen Alltagsanforderungen ausgesetzt.
Da wird mal mit Schokofingern dran gepatscht, am Stoff gezupft und geknetet, während ungeduldig am Fenster auf ein Besucherkind gewartet wird.
Da wird mal mit dem Buntstift, Filzstift oder Klettverschluss die Gardine gestreift. Und um tagsüber beim Spielen ideale Bedingungen zu schaffen, um die nagelneue Taschenlampe auszuprobieren, werden Vorhänge vielleicht häufiger als eigentlich nötig geöffnet und geschlossen.

Das Fazit lautet da natürlich: Achten Sie beim Kauf auf Qualität, aber wählen Sie nicht unbedingt das Teuerste, damit ein Loch im Stoff oder hartnäckige Flecken, die sich im Kinderzimmer nun mal nicht unbedingt vermeiden lassen, später kein Weltuntergang sind.
Achten Sie besonders auf die Waschanleitung! Gardinen, die für hohe Temperaturen beim Waschgang gemacht sind, vertragen in der Regel auch häufigeres Waschen ohne Qualitätsverlust. Prädestiniert sind helle Farben, bei denen während der Wäschen oder auch im alltäglichen Gebrauch am Fenster bei Sonneneinstrahlung keine oder kaum Farbintensität verloren gehen kann.
Kalkulieren Sie ein, dass neue Stoffe bei der Wäsche einlaufen können! Müssen Gardinen nach dem Kauf gekürzt werden, erledigen Sie dies daher am besten erst nach der ersten oder zweiten Wäsche bei maximal zulässiger Waschtemperatur.

Einfach aufzuhängen und abzunehmen!
Eine gute Lösung fürs Kinderzimmer sind Schlaufenschals. Sie sind günstig zu haben, lassen sich auch von Kinderhänden einfach auf der Stange hin- und herbewegen, erlauben schnellen Wechsel gegen eine andere Variante je nach Geschmack oder auch mal nach Jahreszeit:
Im Sommer ist vielleicht ein dunklerer Stoff gefragt, weil er weniger Sonne ins Zimmer lässt, während im Winter eine helle, transparente Ausführung für mehr Lichteinfall und damit ein angenehmes Raumgefühl sorgt.
Oder es ist genau umgekehrt? Im Winter ist ein schwerer, dunkler Stoff willkommen, der Wärme und Behaglichkeit vermittelt, während luftige Vorhänge, vielleicht in hellen Pastelltönen, ideal zum Sommergefühl passen?

Mit Gardinen – ob mit Schlaufen oder ein wenig aufwändigerer mit Röllchen an der Gardinenschiene – lässt sich binnen Minuten der Gesamteindruck eines Zimmers komplett wandeln, und das Waschen und Aufhängen von Schlaufenschals ist dafür vielleicht die einfachste und schnellste Variante.

Schlicht oder auffällig?
Diese Frage sollte immer mit kritischem Blick auf die restliche Zimmergestaltung beantwortet werden und gut überlegt sein, schließlich kauft man Gardinen ja dann doch nicht jeden Tag.

Helle Wände, helle Möbel, eher puristisches Design? Dann verträgt ein Zimmer durchaus eine kräftige Portion Muster und Farbe rund ums Fenster.

In der Regel geht es in Kinderzimmern aber nicht so schlicht zu. Ein bisschen Chaos regiert immer, offene Bücher- und Spielzeugregale sorgen für viele Farbtupfer – da sind ergänzend dazu eher schlichte Gardinenmodelle in Unifarben meist die sichere Bank.

Der Nachwuchs sieht das vielleicht anders, wenn er selbst mit aussuchen darf, aber Sie sollten durchaus ihre Bedenken äußern und gegebenenfalls ein wenig einlenken, wenn die Wahl in Richtung sehr bunt und sehr gemustert tendiert.
Auch wenn diese Muster vor den sehr hohen, schlicht weißen Wänden im Baumarkt oder Möbelmarkt oder auf dem sehr „aufgeräumten“ Bild im Onlineshop vielleicht wunderschön und gar nicht so massiv erscheinen: Im heimischen Kinderzimmer können sie später viel zu dominant und unruhig wirken und außerdem zum „Lichträuber“ werden, wenn der Raum per se nicht gerade zu den sonnendurchfluteten zählt.

Vielleicht sind kleine, dezente Muster auf hellem Untergrund in diesem Fall ein Kompromiss. Kindgerechte Stoffe, die nicht zu langweilig sind, an denen man sich andererseits nicht so schnell satt sieht.

Können Sie sich nicht zu viel Farbe und Muster durchringen, gibt es natürlich viele kreative Ideen, die mehr oder weniger leicht umzusetzen sind, wenn es an den Fenstern dennoch bunt-kindgerecht hergehen soll: Selbstklebende Fensterbilder beispielsweise oder zusätzliche Übergardinen auf der zweiten Gardinenschiene, die die hauptsächlich als Sichtschutz benutzten Vorhänge dezent, aber dekorativ einrahmen und darüber hinaus beim Verdunkeln des Kinderzimmers für den Mittagsschlaf vielleicht wertvolle Dienste leisten können.

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