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So spart man als Familie Papier. Und mitunter gleichzeitig bares Geld!

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Die unglaublich großen Mengen an Plastikmüll, die unserer Umwelt zusetzen, sind derzeit ein gleichsam großes wie trauriges Thema. Eines, dem man ohnmächtig gegenüber zu stehen scheint, weil man das Gefühl hat, als Einzelner kaum etwas ausrichten zu können. Und dennoch sollte man sich nicht entmutigen lassen und es versuchen! Denn Müllvermeidung ist immer gut! Und jeder kann auf diese Weise ein Stück zum beitragen.

Als Eltern hat man die Chance, seinen Kindern den umsichtigen Umgang mit Ressourcen quasi schon in die Wiege zu legen. Bereits den Jüngsten einen kritischen Blick dafür zu vermitteln, was überflüssiger Konsummüll ist. Und als gutes Vorbild keine Mühe und Kosten zu sparen, um aktiv diesen in den eigenen vier Wänden zu vermeiden.

Plastik ist dabei das Eine. Nicht minder kritisch sollte man den riesigen Berg an Altpapier betrachten, den ein binnen kürzester Zeit produziert. Dazu kommt: Plastikmüll kommt in der Regel gratis als häufig unerwünschte Zugabe mitsamt den gekauften Produkten ins Haus. Papier hingegen kauft man oft bewusst und für gutes Geld ein. Und so kann man folgerichtig nicht nur der Umwelt etwas Gutes tun, wenn man künftig die Papierflut daheim eindämmt. Auch seinen Geldbeutel kann man damit schonen.

Wie dies gelingt?

1.) Keine Notizzettel mehr kaufen

Schnell eine kurze Nachricht geschrieben. Und wenig später landet der Zettel bereits im Altpapier. Dazu gibt es wahrlich gute Alternativen! Einerseits kann man für Botschaften innerhalb der Familie beispielsweise eine kleine Kreidetafel nutzen. Oder man sammelt konsequent Papier (Elternbriefe, Werbung etc.), das nur einseitig bedruckt ist. Und wenn die Zettelbox mal wieder leer ist? Dann schneidet man all die erledigten Schreiben kurzerhand mit der Schere oder Schneidemaschine auf passendes Format. Und schenkt ihnen als Notizzettel ein zweites Leben.

2.) Kein Geschenkpapier und keine Grußkarten mehr kaufen

Alternativen zum Geschenkpapier? Das sind für Hobbyschneider beispielsweise selbstgenähte, immer wieder verwendbare Geschenkbeutel. Auch Geschenktüten, die man selber bekommen hat, kann man natürlich ein zweites Mal benutzen und weiter verschenken. Zum Einwickeln von Geschenken eignen sich darüber hinaus gleichsam ausgediente Kalenderblätter, Zeitschriften- oder Buchseiten.

Und hin und wieder muss es vielleicht gar kein Geschenkpapier sein? Die hübsche Pralinenschachtel kann man doch auch ohne weitere Umverpackung verschenken. Und für andere Präsente eignen sich alternative, dekorative Verpackungen, die den Inhalt nicht verraten. Das können ausgediente hübsche Gläser, Schachteln oder Dosen sein.

Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Und ebenso nicht dabei, passend dazu selbst eine gleichsam hübsche wie originelle Grußkarte zu gestalten.

3.) Keine Versandkartons kaufen

Bewahren Sie stets stabile Schuhkartons oder andere Verpackungen auf für den Fall, dass Sie mal ein Paket verschicken wollen. Und wenn sich doch mal keiner im eigenen Fundus befindet? Dann müssen Sie nicht gleich einen bei der Post kaufen. Fragen Sie im Schuhladen oder generell in Geschäften nach leeren Pappkartons. Oder fragen Sie Nachbarn oder Freunde.

Sie wollen ein Päckchen zu einem festlichen Anlass verschicken und der „olle“ gebrauchte Karton erscheint nicht schön genug dafür? Dann greifen Sie zu Klebestift und Geschenkpapier und verleihen ihm so ein hübsches Äußeres.

4.) Niemals ungenutztes oder wiederverwertbares Papier wegwerfen

Die leeren Seiten halbvoller Schulhefte kann man zu Ringbucheinlagen umfunktionieren. Dickeres Papier als Karteikarten nutzen. Und basteln Kinder gerne? Dann sollten sie früh lernen, dass man Motive möglichst immer am Rand ausschneidet und nie aus der Blattmitte. So lohnt es sich, den Rest zurück in die Bastelkiste zu legen.

Manch einen Briefumschlag kann man vorsichtig öffnen und ein zweites Mal benutzen. Sieht vielleicht nicht mehr so schön aus. Erfüllt aber für viele Dinge (dem Kind das Geld für den Wandertag mitgeben) noch seinen Zweck.

5.) Digitales nur im „Notfall“ ausdrucken

E-Mails ausdrucken, das ist bequem. Oft enthalten aber auch lange Schreiben nur wenig relevante Informationen. Und diese kann man auf ein kleines Zettelchen an der Pinnwand oder mit dem Stift papierlos aufs Whiteboard übertragen. Ansonsten hat dank Smartphone heutzutage ohnehin ja fast jeder seine E-Mails stets dabei. Und so erübrigt sich das Ausdrucken meist ebenfalls.

Kinder hingegen drucken gerne Informationen von Internetseiten aus, wenn sie diese für die Hausaufgaben oder für Referate brauchen. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man nur einzelne Seiten druckt und wie man mehrere Seiten auf ein Blatt drucken kann. Und wie man den Drucker gegebenenfalls beidseitig drucken lässt.

6.) Zeitschriften, Bücher und Zeitung digital lesen

Ja, für viele ist es ein wunderbares Ritual, morgens die Zeitung zum Kaffee aufzuschlagen. In hochglänzenden Zeitschriften zu blättern. Und den Duft eines neues Buches zu schnuppern. Doch besonders bei Druckerzeugnissen, die man nur einmal liest, ist es schade ums Papier. Daher: Steigen Sie um auf Digitalangebote. Leihen Sie dazu gedruckte Bücher aus, anstatt sie zu kaufen, oder erstehen Sie gebrauchte Exemplare.

Und setzen Sie im wahrsten Sinne ein Zeichen, wenn unerwünschte Werbung Sie schon lange nervt. Lassen Sie fortan jeden an Ihrem Briefkasten wissen: „Wir möchten kein kostenloses Wochenblatt und keine Werbesendungen mehr!“

Als einzelner erreicht man dadurch zwar wohl nicht, dass die Auflage kleiner wird. Aber vielleicht lassen sich ja Nachbarn „anstecken“? Und tun endlich auch mal ihren Unmut über die Flut an Werbeprospekten deutlich kund.

7.) Bei jedem „Schnipsel“ Papier überlegen, ob er vermeidbar ist

Am Ende ist es natürlich auch das berühmte Kleinvieh, das Mist macht. Verzichten Sie bei Arztterminen auf die kleinen Terminzettelchen. An der Kasse, wenn möglich, auf den ausgedruckten Kassenbon. Kinokarten kann man heute schon digital auf dem Smartphone vorzeigen. Und die Papiertüte kann im Laden bleiben, wenn man stets einen Stoffbeutel in der Handtasche bei sich führt.

Bestellen Sie außerdem Kataloge ab. Lassen Sie sich künftig keine Flyer mehr in die Hand drücken, die ohnehin stets in den nächsten Mülleimer wandern. Und lassen Sie Prospekte mit Angeboten der kommenden Woche im Discounter. Genau diese Informationen findet man schließlich auch auf Internetseiten oder in Apps.

8.) Auf Mehrweg statt Einweg setzen

Einweggeschirr aus Pappe ist praktisch, aber oft leicht ersetzbar. Ebenso wie Einwegtischdecken. Spülen und Waschen mag zwar mehr Aufwand bedeuten, als nach der Party alles in einen großen Sack zu stopfen. Nachhaltiger ist es aber allemal, auf Wiederverwendbares zu setzen. Der Umwelt zuliebe, die wir unseren Kindern hinterlassen.

Bildquelle: © unsplash/ Kyle Glenn

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