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Süße Träume – Über die Schaffung einer geeigneten Schlafumgebung für Neugeborene

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Wie sieht die optimale Schlafumgebung für ein neugeborenes Baby aus?

Das Neugeborene ihre Eltern um den Schlaf bringen, ist kein Geheimnis, schließlich müssen Babys das Durchschlafen erst Babybett--Bild-1erlernen. Gutenacht-Lieder und Einschlafrituale können helfen, das Kind zu beruhigen und schneller zum Einschlafen zu bringen. Doch auch eine geeignete Schlafumgebung ist für die gesunde Entwicklung und vor allem die innere Sicherheit des Babys entscheidend. Die folgende FAQ-Sammlung beschäftigt sich deshalb unter anderem mit den wichtigsten Fragen rund um die Gestaltung des Babybettes und geht weiterhin auf die Schlafphasen von Neugeborenen, die Vor- und Nachteile des Co-Sleepings sowie die beruhigende Wirkung von Schlafliedern ein.

Welchen Schlafbedarf hat ein Baby?
Neugeborene haben einen sehr individuellen Schlafbedarf. Viele Säuglinge schlafen bis zu 18 Stunden täglich, andere begnügen sich mit nur zehn Stunden. Die Schlaffibel von firnhaber.de erklärt, woran Eltern merken, dass ihr Kind ausreichend schläft. Ein ausgeschlafenes Kind, so die PDF, ist neugierig, unternehmungslustig und zeigt reges Interesse an seiner Umwelt, während ein unausgeschlafenes Kind quengelt, schreit und sich kaum beruhigen lässt. Zudem wollen unausgeschlafene Kinder meist nicht abgelegt werden und sind nicht in der Lage sich selbst zu beschäftigen, so der Ratgeber weiter.

Welche Schlafphasen durchläuft ein Neugeborenes?
Wie Erwachsene auch, durchlaufen Babys in der Nach verschiedene Schlafphasen, wachen mehrfach auf und schlafen wieder ein. Diese sind unterteilt in:

Die Schlafphasen bei Neugeborenen

Warum helfen Gutenacht-Lieder Babys beim Einschlafen?
Für viele Eltern und Kinder gehören Gutenacht-Lieder fest zum Einschlafritual dazu, andere nutzen sie, wenn das Kind einmal besonders unruhig ist. Doch warum sind Schlaflieder eine so effektive Einschlafhilfe?
Der Rhythmus der Schlaflieder erinnert die Kinder an den Rhythmus des Herzschlages der Mutter, welchen sie im Mutterleib hörten und spürten. Deshalb haben die Melodien der Schlaflieder eine so beruhigende Wirkung auf Neugeborene. Ältere Kinder finden zudem die in den Liedern vermittelten Bilder, beispielsweise des Sandmanns oder der Eltern, die über den Schlaf des Kindes wachen, sehr beruhigend. Die größte Wirkung erzielt jedoch der zwischenmenschliche Kontakt von Eltern und Kind, der entsteht, wenn ein Elternteil das Kind während des Schlafliedes sanft im Arm wiegt oder zum Beispiel den kleinen Kopf streichelt, während das Kind im Bett liegt.

Was sind die Vor- und Nachteile des Co-Sleeping?

Schlafen Eltern und Baby im selben Bett, wird dies als Co-Sleeping bezeichnet

Co-Sleeping-Bild-2Viele Eltern lassen ihr Neugeborenes die erste Zeit mit im elterlichen Bett schlafen. Die Vorteile des gemeinsamen Schlafens sind, dass das Kind in der Regel schneller wieder ein- und zudem besser durchschläft. Für die Mutter ist vor allem das Stillen in der Nacht unkompliziert, da sie nicht extra aufstehen muss. Doch das Co-Sleeping bringt auch Nachteile mit sich. Einige Eltern schlafen weniger fest und sind ängstlich, dass sie ihr Kind durch Drehungen im Schlaf möglicherweise verletzten könnten. In der Tat wird bei Frühchen oder Babys mit einem geringen Geburtsgewicht vom Schlafen im elterlichen Bett abgeraten. Je länger sich Eltern und Kind ein gemeinsames Bett teilen, desto schwieriger kann es später sein, den Nachwuchs daran zu gewöhnen, allein zu schlafen. Eine Alternative zum Co-Sleeping ist es, das Baby die erste Zeit im Stubenwagen schlafen zu lassen, welcher direkt neben das elterliche Bett gestellt wird.

Was ist beim Kauf einer Matratze für das Babybett zu beachten?
Um die Unfallgefahr zu minimieren, muss die Matratze exakt in das Babybett passen und darf nicht wegrutschen, wenn das Kind anfängt sich aufzustellen. Einige Matratzen verfügen über einen sogenannten Trittrahmen, welcher verhindert, dass sich die Füße des Kindes zwischen Matratze und Bettrahmen einklemmen, wenn das Kind im Bett steht.
Wie dem Artikel „Ist ein Baby Wasserbett zu empfehlen?“zu entnehmen ist, weisen verschiedene Studien darauf hin, dass Neugeborene auf Wassermetratzen entspannter ein- und besser durchschlafen. So werden auch in der Klinik in Nürnberg spezielle Wasserbetten für Frühchen verwendet, die dem Kind durch die Wärme und die leichte Schaukelbewegung das Gefühl suggerieren, es würde sich noch im Mutterleib befinden. Herkömmliche Wassermatratzen sollten jedoch erst bei Kindern, welche ihren Kopf bereits selbstständig heben können, zum Einsatz kommen, so der Beitrag weiter. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Neugeborene nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, wenn es sich dreht und sein Gesicht in die Matratze drückt. Spezielle atmungsaktive Bezüge können dieser Problematik jedoch entgegenwirken.
Wird eine herkömmliche Matratze für das Babybett gekauft, sollte das Kind beim Liegen nicht weiter als zwei Zentimeter in die Matratze einsinken. Die Bezüge der Matratze müssen in jedem Fall abnehmbar und auch bei hohen Temperaturen waschbar sein, um eine ausreichende Hygiene zu gewährleisten.

Braucht das Baby ein Kopfkissen?
Neugeborene sollten kein Kopfkissen in ihrem Babybett haben. Der Kopf des Babys sinkt in das Kissen ein und überschüssige Wärme kann nicht mehr in gleichem Maße über die Hautoberfläche des Kopfes abgeführt werden. Als Konsequenz droht eine Überhitzung des Babys. Gleiches gilt auch für Schaffelle im Babybett, da dieses durch ihre isolierende Lederrückseite ebenfalls schnell zu einer Überwärmung führen können.

Ist ein Schlafsack oder eine Bettdecke geeigneter für das Babybett?
Eine Bettdecke ist für das Babybett nicht zu empfehlen. Ihr wohnt ebenfalls die Gefahr inne, dass es zu einer Überwärmung Babyschlafsack-Bild-3des Kindes kommt. Zudem erhöht eine Bettdecke das Risiko der gefährlichen Rückatmung. Damit ist gemeint, dass das Kind die Luft, die es beim Ausatmen in die Decke abgibt auch wieder einatmet. Auf diese Weise nimmt das Kind zu wenig Sauerstoff auf, was die Gefahr des Erstickens mit sich bringt. Babyschlafsäcke bieten den Vorteil, dass das Baby sie nicht wegstrampeln oder sich über den Kopf ziehen kann. So wird die regelmäßige und lebenswichtige Sauerstoffzufuhr garantiert.

Babyschlafsäcke gibt es in unterschiedlichen Größen

Damit das Kind nicht in den Schlafsack hinein- oder herausrutschen kann, darf die Kopföffnung nicht größer sein, als der Kopf des Kindes. Die Dicke des Schlafsacks und der Kleidung des Kindes muss stets der Raumtemperatur und nicht der Jahreszeit angepasst werden.

Allergenarme Schlafumgebung – Was bedeutet das?
Allergien sind auf dem Vormarsch, was auch die Allergieprävention bei Neugeborenen zu einem immer wichtigeren Thema werden lässt. Die Hauptverursacher von Allergien finden sich in den Matratzen. Schimmelpilze und Hausstaubmilben lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb es essentiell ist, die Matratze jeden Tag gut zu lüften. Matratzenüberzüge und Bettlacken sind regelmäßig bei mindestens 60 Grad zu waschen, um eine ausreichende Hygiene zu gewährleisten. Einmal pro Woche ist zudem die Bettwäsche des Kindes zu wechseln. Zur Verhütung der Entstehung von Allergien ist Muttermilch jedoch am besten geeignet.

Welche Gefahrenquellen können im und um das Bett vorhanden sein?

Babys fehlt es an Erfahrung, weshalb sie grundsätzlich mit allem spielen und Gefahrenquellen nicht, als solche erkennen. Das Babybett sollte deshalb so im Raum positioniert sein, dass das Kind von dort aus keinen Zugriff auf Steckdosen, Lampen, Stromkabel oder Ähnliches hat. Ebenfalls dürfen sich keine Spieluhren mit langen Zugleinen im Bett des Babys befinden, da die Gefahr besteht, dass das Kind sich diese um den Hals wickelt und sich so die Luft abschnürt. Zur Verhütung von Elektrosmog sollte sich das Babyfone zudem mindestens einen Meter vom Bett entfernt befinden.

Eine gesunde Schlafumgebung trägt zur Sicherheit und zur optimalen Entwicklung des Babys bei, ist jedoch keine Garantie dafür, dass es auch schneller ein- und besser durchschläft. Jedes Kind lernt das Schlafen in seinem eigenen Tempo. Manche Kinder schlafen nahezu von Anfang an durch, andere rufen auch im Alter von zwei Jahren nachts noch regelmäßig nach ihren Eltern. Geduld und starke Nerven sind also gefragt, soll dem Kind Schritt für Schritt das Schlafen beigebracht werden.

Bildquellen:
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