Und der Frühjahrsputz geht weiter: Weg mit Flecken und Staubflusen! – Teil II

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Wohl die wenigsten bezeichnen Putzen als ihr liebstes Hobby, von eher lästigen Tätigkeiten im Haushalt wie dem Waschen der Gardinen oder Sisyfos-würdigen Aufgaben wie „Fensterputzen“ ganz zu schweigen.

Dennoch packt im Frühjahr viele der Ehrgeiz, mit dem neuen Frühling, der draußen alles so schön und bunt macht, auch dem Inneren des Hauses wieder einmal ganz neuen Glanz zu verleihen.
Eine Zeit-raubende, aber zufrieden-machende Tätigkeit, die letzten Endes nicht nur alle Räume wieder erstrahlen lässt, sondern auch die Gesichter derer, die abends auf das beeindruckende Ergebnis ihres Schaffens blicken können.

Jedes Zimmer, jeder Winkel der Wohnung stellt einen dabei vor ganz besondere Aufgaben.
Einige Räume samt der Stellen, auf die besonderes Augenmerk beim Schwingen von Putzlappen und Staubsauger gelegt werden sollte, haben wir vorgestern bereits an dieser Stelle näher beleuchtet.
Heute folgt wie angekündigt der Rest der Hauses:

Badezimmer
Abflüsse von Dusche, Wanne und Waschbecken samt Stöpseln reinigen. Dabei kann eine alte Zahnbürste hilfreich sein.

– Die Armaturen mit geeigneten Mitteln wieder auf Hochglanz bringen und dabei auch den Stellen Aufmerksamkeit schenken, über die sonst nur grob gewischt wird, wie gegebenenfalls die Kanten und Ritzen von Wasserhähnen.

Spiegel und andere Glasflächen putzen.

Gegebenenfalls Schimmel aus Fugen und an den Stellen entfernen, an denen nach dem Waschen, Duschen oder Baden gerne Wasser stehen bleibt.

Badvorleger waschen.

Badezimmerschränke ausräumen, auswischen, den Inhalt sortieren – und gegebenenfalls reduzieren.

Staub entfernen. Nirgendwo scheint sich in kürzester Zeit immer aufs Neue so viel Staub zu versammeln wie im Badezimmer. Dieser findet sich nicht nur am Boden wieder, sondern auch an Wandkacheln, Heizkörpern und auf allen waagerechten Flächen, die mit einem feuchten Lappen gereinigt werden können.

Den Boden gründlich reinigen. Haarspray, Puder-Staub und ähnliches hinterlassen in Kombination mit Feuchtigkeit auf dem Boden auf Dauer mitunter eine hartnäckige Schicht, die sich nicht unbedingt restlos durch einfaches Wischen komplett entfernen lässt, vor allem an schwer zugänglichen Stellen.

Hauswirtschaftsraum
Wer verbringt hier schon mehr Zeit als nötig? Einmal im Jahr sollte man sich die Zeit jedoch nehmen und beispielsweise

Geschirrtücher, Putzlappen und ähnliches mal wieder sorgsam falten und dabei in die Jahre gekommene Exemplare gleich aussortieren.

Ablageflächen, auf denen Waschmittel und andere Reinigungsmittel lagern, von entsprechenden Spuren und Staub befreien.

Trockner und Waschmaschine samt Zubehör laut Empfehlungen in den Gebrauchsanweisungen gründlich von innen und außen reinigen.

Den Inhalt der Schränke genau unter die Lupe nehmen, gegebenenfalls sortieren oder auch Fehlendes notieren.

Eingangsflur
Wintersachen adé! Wie schön, wenn die Garderobe endlich befreit werden kann von dem Sammelsurium aus Schals, Mützen und dicken Winterjacken.
Selbst wenn es morgens noch einmal frisch ist, können Wollmäntel, Fellboots und warme Schals jetzt in den „Sommerschlaf“ geschickt werden; ein dünnes Halstuch und eine gute Übergangsjacke dürften der kurzen, morgendlichen Frische genügend entgegen zu setzen haben.
Anstatt alles schnell-schnell aus dem Weg zu räumen und zu verstauen, sollte man sich dafür jedoch ein wenig Zeit nehmen:
Was hat ausgedient und wird im nächsten Herbst garantiert nicht mehr zu Einsatz kommen?
Wo hat ein Handschuh sein Gegenstück verloren und besteht wenig Hoffnung, dass dieses Pendant noch einmal auftauchen wird (Lassen Sie Ihre Kinder doch noch mal in die Fundkiste der Schule schauen!)?
Welche Warnweste ist jetzt eigentlich schon zu klein und wird es im nächsten Winter definitiv sein?
Werfen Sie jetzt weg, was nicht mehr tragbar ist. Schenken Sie weiter, was noch gute Dienste leisten kann, und waschen Sie den Rest, bevor er staubsicher und idealerweise übersichtlich beschriftet in Kleiderschränken oder Kellern verschwindet.
Am ersten, überraschend frostigen Morgen des kommenden Herbstes wird sich diese Mühe auszahlen!

Zwischen den Etagen
Wie oft geht man im Laufe eines Tages oder einer Woche innerhalb des Hauses die Treppen hinauf und wieder hinunter, ohne diesen kurzen Strecken zwischen den Stockwerken viel Beachtung zu schenken?
Bei genauem Hinsehen findet sich in Ecken und Ritzen vor allem viel angesammelter Staub, dem jetzt zu Leibe gerückt werden sollte. Je offener die Treppe, desto mehr gibt es dabei zu tun:

Staub und Schmutz auf und zwischen Handläufen entfernen ebenso wie auf Handlaufbefestigungen, an den Rändern der Treppenstufen und an deren Unterseiten.

Den Raum unter der Kellertreppe leer räumen. Dort wird sicherlich einiges an Putz-Arbeit warten.

Wände im Treppenhaus unter die Lupe nehmen, Tapeten falls möglich an schmutzigen Stellen reinigen. Gestrichene Flächen gegebenenfalls nachstreichen, wo sich täglicher Gebrauch widerspiegelt.

Lichtschalter und die Flächen drumherum von „Fingerpatschen“ befreien.

Wohnzimmer
– Die Bücherregale unter die Lupe nehmen.
Hier sammelt sich nicht nur Staub, sondern auch so manche Lektüre, auf die man gut und gerne verzichten könnte?
Machen Sie sich und anderen eine Freude, indem Sie Platz schaffen!
Bestücken Sie öffentliche Bücherschränke, spenden Sie ihre Romane für einen guten Zweck oder bessern Sie mit einem Flohmarktstand vielleicht sogar die Haushaltskasse auf. Auch Verkäufe über das Internet können natürlich einen kleinen Geldsegen bescheren.
In jedem Fall ist der (picobello saubere, staubfrei) Platz für Neues Gold wert!

Auf andere Regalen und unter und hinter Vitrinen Staub wischen.

Glasböden, auf denen sich das Ausmaß der Staubschicht offenbart, sobald man es wagt, auch nur ein Teil des Inhalts zu verrücken, mit geeigneten Mitteln reinigen. Gläser, Schalen, Teller etc. alle mal in die Spülmaschine packen beziehungsweise Empfindliches von Hand spülen.

Sofas und andere Polstermöbel wirken noch einladender, wenn die Ritzen gesaugt wurden, unter und hinter ihnen gleich auch der Staubsauger zum Einsatz kam, und Stoffbezüge gewaschen oder zumindest gründlich abgesaugt wurden. Ledersofas mit empfohlenen Reinigungsmitteln pflegen.

Schwer erreichbare Fächer und Regale auswischen, zum Beispiel rund um den Fernseher, hinter Receiver oder DVD-Player.

Schubladen, Körbe und anderes, in denen sich allerhand aufbewahren lässt, unter die Lupe nehmen: Dort sammeln sich gerne Kerzen(stummel) und Teelichter, Servietten und Streichhölzer, Tortenplatten und Tortenspitzen aus Papier und Tischdecken:
Was davon kann vielleicht weg? Oder – wenn zu schade zum Wegwerfen, aber auch nicht mehr tauglich für große Gästerunden – zeitnah verbraucht werden (wie zum Beispiel einzelne Rest-Servietten tagtäglich im Brötchenkorb)?

Die Deko abstauben. Nicht zu Unrecht werden Vasen, Kerzen, Figürchen oder andere Sammlerstücke gerne auch als „Staubfänger“ tituliert. Dekorativ wirken diese Stücke auf Regalen, in Vitrinen und der Fensterbank in der Tat jedoch nur, wenn sie nicht von Staub überzogen und umgeben sind!

Im ganzen Haus
Hat einen der Putzwahn gepackt und ist eigentlich mit allen Zimmern „durch“, findet man beim anschließenden Gang durchs Haus sicher noch mehr, das einen zum feuchten Lappen greifen lässt!

Türkanten und Bilderrahmen haben fast garantiert eine Staubschicht.

– Wer sauberes Putzwasser schnell in dunkle Brühe verwandeln möchte, nimmt sich die Heizkörper vor. Darunter und dahinter lassen sich garantiert eindrucksvolle Staubansammlungen finden und mit einem feuchten Lappen erfolgreich vertreiben.

– Die Fenster samt Rahmen und Gardinen können hier und da bestimmt eine Reinigung vertragen. Noch leicht feucht aufgehangen versprühen Gardinen übrigens einen herrlich frischen Duft nach Waschmittel

Einzelne Flecken entfernen, von denen man sich vielleicht fragt, wie sie an Ort und Stelle gekommen sind – und warum man sie nicht schon längst entfernt hat.
Das können Farbspritzer des letzten Anstrichs sein, für deren Entfernung meist Wasser und Lappen ausreicht. Striche von Bleistiften oder Buntstiften auf Wänden oder Möbeln, die man mit etwas Glück mit einem Radiergummi spurlos verschwinden lassen kann.
Oft sind Flecken an der Decke das Ergebnis der (erfolgreichen) Mückenjagd, mal unfreiwillige Begleiterscheinungen des Versuchs, mit dem Besen oder Staubsauger das Haus frei von Spinnweben zu bekommen.
Gut, wenn die Decke schlicht weiß gestrichen ist: Mit einem kleinen Pinsel, Leiter und weißer Farbe ausgerüstet lassen sich solche Spuren dann schnell spurlos beseitigen.

Ritzen von Parkett und Laminat: Vielleicht gibt es Lücken im Bodenbelag, die eigentlich schon längst einmal geschlossenen werden sollten, eigentlich direkt nach Verlegen des Bodenbelags hätten geschlossen werden sollen? Leider blieb es beim guten Vorsatz und entlang der Wände oder zwischen zwei Räumen sammeln sich Staub und Kleinteile in Ritzen, die eigentlich von Fußleisten und Übergangsprofilen verdeckt sein sollten?
Vorsicht beim Hantieren mit dem Staubsauger, wenn sich das eine oder andere kleine Kunststoffteilchen dorthin verirrt haben könnte, das dem Nachwuchs zur kompletten, anleitungsgemäßen Wiederherstellung eines Spielzeug-Sets fehlen könnte.
Damit kleine Schätze wieder „gehoben“ werden, jedoch nicht auf Nimmerwiedersehen im Staubbeutel verschwinden, ziehen sie vor dem Saugen eine alte Nylon-Strumpfhose über die Saugdüse. So kann die Ausbeute genau in Augenschein genommen und danach gegebenenfalls immer noch entsorgt werden, wenn es sich doch mal wieder nur um Krümel und Staubflöckchen handelt.

Dachfenster: Wer sich jetzt die Dachfenster vornimmt, wird vielleicht staunen, was sich im Lauf eines Winters so alles ansammeln kann – und wie hell Räume plötzlich wieder erstrahlen können.

Lampen: In jedem Raum sind zu finden. Mal gut erreichbar, mal in einer Höhe, die den Einsatz einer Haushaltsleiter erfordert. An jedem Exemplar wird sich jedoch eine Staubschicht finden lassen, wenn das letzte Großreinemachen bereits ein Weilchen her ist!

Ecken, in denen sich Staub und Spinnweben sammeln, vor allem hinter Gardinen, hinter Heizkörpern, neben eng zur Wand stehenden Möbeln, lassen sich bestimmt irgendwo finden und schnell mit dem Staubsauger oder dem flexiblen Staubwedel bereinigen.

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