Verwahren oder entsorgen? Wohin mit den Milchzähnen?

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Manch einer findet sie ganz entzückend, dem anderen mag ein kalter Schauer bei ihrem Anblick über den Rücken laufen: Ausgefallene Milchzähne der eigenen oder anderer Kinder.

Für die Kleinen sind sie winzige Trophäen, die oft mit besonderen Erinnerungen verbunden sind, die Stück für Stück ihr Größerwerden dokumentierten und vielleicht sogar hilfreich waren, die eine andere Münze, das eine oder andere kleine Präsent von der sagenumwobenen Zahnfee einzuheimsen.

Und auch für Eltern sind sie oft Erinnerungsstücke, die einen später voller Sentimentalität an Momente

  • der Aufregung (die Suche nach in Papiertaschentuchstückchen eingewickelten Zähnchen, die im Unterricht ausgefallen sind, am Boden des Schulranzens …),
  • der rührenden Ungeduld („Er wackelt schon eeewig, aber er will einfach nicht ausfallen!“),
  • des überspielten Unwohlseins („Guck mal, jetzt hängt der Zahn nur noch an einer Stelle fest!“) und
  • des grenzenloses Stolzes (Wenn endlich, endlich die rote Lücke nebst dem ehemaligen, blutverschmierten Inhalt präsentiert werden kann..)

mit den eigenen Kindern zurückdenken lassen.

Die Milchzähne aufbewahren?
Oder gleich entsorgen? Natürlich ist es kein Muss, die Zähne zu verwahren!
Da viele Kinder aber per se „Jäger und Sammler“ sind und sich schlecht trennen können und manch eines darüber hinaus kaum Verständnis dafür aufbringen würde, dass so etwas einmaliges (!), kostbares (!), unersetzliches(!) wie seine Milchzähne einfach in die Mülltonne geworfen wird, ist das Sammeln und Aufbewahren vorerst sicherlich nicht verkehrt.
Selbst, wenn die Zähnchen offiziell des nächtens von der Zahnfee eingesammelt wurden…

Denn niemand weiß schließlich, wie das eigene Kind 5, 10, 20… Jahre später darüber denkt. Vielleicht findet es die kleine Sammlung irgendwann selbst ziemlich ekelig und entscheidet dann, sich von den ehemaligen Habseligkeiten zu trennen.
Vielleicht wäre es umgekehrt traurig, dass die Zähnchen nicht mehr existieren, würde es sie doch gerne noch einmal anschauen oder den eigenen Kindern zeigen?
Fakt ist: Ein Zahndöschen nimmt so wenig Raum ein, dass die Aufbewahrung kein Problem darstellt. Eher wird der Fall eintreten, dass das Mini-Döschen irgendwann unauffindbar sein wird.

Milchzahndosen für jeden Geschmack
Im Handel erhältlich sind für wenig Geld Döschen und Schächtelchen speziell für den Zweck, die Milchzähne darin aufzubewahren. Wer es individueller mag, kann alternativ natürlich eine ausgediente Streichholzschachtel o.ä. ganz persönlich gestalten.

Für die nötige Hygiene sollte der frisch ausgefallene Zahn mit der Zahnbürste und etwas Zahnpasta gereinigt werden (am besten NICHT unter fließendem Wasser über dem Waschbecken, damit der Zahn nicht Gefahr läuft, auf Nimmerwiedersehen im Abfluss zu verschwinden!) und anschließend vollständig trocknen.

Jedem Kind sein eigenes Zahndöschen
Anfangs werden die Zähne bestimmt des Öfteren noch mal bestaunt, bevor sie nach dem letzten ausgefallenen Milchzahn allmählich in Vergessenheit zu raten beginnen.
Wichtig, um Verwechslungen auszuschließen, ist bei mehreren Kindern für jedes ein eindeutig beschriftetes oder anderweitig gekennzeichnetes Döschen.
So ähnlich sich die Zähne auch sehen: Kinder werden wenig Spaß verstehen, wenn ihre Zähnchen mit denen von Geschwistern vertauscht werden, anderweitig durcheinandergeraten oder die Anzahl ihrer Milchzähne plötzlich nicht mehr mit denen der (bereits wieder geschlossenen) Zahnlücken übereinstimmt…

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