Viel mehr als schöne Töne: 11 Argumente dafür, ein Instrument zu lernen

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Schon auf die Allerkleinsten üben Instrumente eine magische Anziehungskraft aus. Schnell erkennen sie: Damit kann man Töne machen!
Ob gezupft, gedrückt oder gestrichen: Wenn die Möglichkeit dazu besteht, wird mit Saiten und Tasten experimentiert, was das Zeug hält und was der Besitzer des Instruments erlaubt.

Schon nach wenigen Lebensjahren ist bereits die Zeit gekommen, ein erstes Instrument unter professioneller Anleitung von Grund auf erlernen zu können.
Die Angebote dazu sind generell vielfältig, so dass sich daraus hoffentlich vor Ort entsprechend dem Interesse des Kindes und den eigenen finanziellen, zeitlichen und praktischen Möglichkeiten das Passende finden lässt.
Wie schön, wenn Sohn oder Tochter extremst stolz bereits nach der ersten Unterrichtsstunde seinem Instrument erste Töne entlocken und nach kurzer Zeit kleine Melodien ertönen lassen kann!
Aber Musizieren kann noch so viel mehr!

Hier unsere 11 guten Gründe, ein Instrument zu erlernen:

Musizieren…

… schafft Gemeinsamkeiten
Das harmonische Ausleben geteilter Interessen schweißt einfach zusammen.
Ob innerhalb einer Familie, in der Musikschulgruppe oder mit Freunden: Einträchtiges Musizieren ist gesellig, kommunikativ, sorgt mitunter für Gezeter bis Gelächter und hinterlässt schöne Erinnerungen an gemeinsame Erfahrungen.

… schult die Motorik
Wer gleichzeitig greift und streicht oder zupft, sich zeitgleich auf Tasten und Pedale konzentrieren muss, der erfährt nebenbei ein sehr effizientes Motorik-Training.

… weckt die Kreativität
Kein Kind wird immer nur das spielen, was es vor sich auf dem Notenblatt sieht. Jedes Instrument lädt dazu ein, immer wieder Neues zu entdecken und seine Möglichkeiten auszuschöpfen. Und diese sind meist schier grenzenlos.

… erfordert Disziplin
Jeden Dienstag geht es zum Gitarrenunterricht?
Wer bis dahin im Laufe der Woche nicht geübt hat, tut sich selbst (und anderen) keinen Gefallen! Mangelndes Üben lässt sich einfach nicht verbergen und führt vor allem in einer Gruppe zu unangenehm peinlichen Momenten.
Wer Ziele erreichen und „glänzen“ will, muss ein Mindestmaß an Disziplin an den Tag legen, das wird auch der größte Lern-Muffel schnell begriffen haben.

… trainiert Rücksichtnahme und Kompromissbereitschaft
Spätestens wenn ein Kind nicht (mehr) als „Solokünstler“ unterwegs ist, sondern im Musikunterricht oder in einem Orchester mit anderen spielen möchte, heißt es, sich anderen anzupassen.
Jüngere Kinder sind vielleicht weniger lang beim Musikunterricht dabei und dadurch noch weniger geübt, andere erscheinen nicht gut vorbereitet zur Probe. Mit ihnen heißt es Geduld zu haben, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt.
Auch über die Stückauswahl, die Anzahl der Übungswiederholungen etc. wird in größerer Runde nicht ein Kind entscheiden.
Eigene Wünsche hinten an stellen zu können und kompromissbereit zu sein – auch das erfordert das Musizieren in größerer Runde.

… sorgt für Reflexion und lässt in Selbstkritik üben
Im Orchester zu spielen, bedeutet überdies immer mal wieder: Man wird auch mal ordentlich daneben greifen, trotz aller guten Vorsätze nicht immer perfekt vorbereitet sein und es wird fast immer andere geben, die aufgrund ihres Alters, ihrer Erfahrung oder ihrer Disziplin sattelfester, routinierter und selbstbewusster im Umgang mit ihrem Instrument sind.
Für manch ein Kind mag es eine wichtige Erfahrung sein, eigene Schwächen zu erkennen und zu akzeptieren, dass es nicht immer die sprichwörtliche erste Geige spielen kann.

… fördert die Konzentration
Zu musizieren schafft man nicht nebenbei! Ablenkung, die praktisch immer und überall lauert, gilt es auszublenden lernen, um effektiv üben und sich auf Notenblatt und Instrument konzentrieren zu können.
Eine wichtige Fähigkeit, die dem Kind auch im schulischen Alltag zugute kommt.

… braucht Geduld
Fast nie gelingt es, ein Stück vom Blatt zu spielen, wie man es sich selbst vorstellt oder wie der Musiklehrer es gern hören würde.
Einfache Passagen sind vielleicht schnell gemeistert, knifflige Stellen erfordern mitunter viel Geduld und eine hohe Frustrationstoleranz, um nicht vorschnell entmutigt aufzugeben.
Wer diese beim Musizieren schult, kann sicherlich auch anderen Herausforderungen, bei denen die Geduld auf die Probe gestellt wird, routiniert und gelassen entgegen sehen.

… sorgt für Erfolgserlebnisse
Wer regelmäßig komplizierte Tonfolgen bezwingt, irgendwann ganze Stücke auswendig spielen kann und öfters Auftritte vor Publikum meistert, den werden auch andere herausfordernde Aufgaben des täglichen Lebens und in der Schule so schnell nicht einschüchtern!

…entspannt ungemein
Einen richtig anstrengenden Schultag gehabt?
Selbst schöne Melodien zu erzeugen, die die Ohren und das Gemüt erfreuen, sich nach einem vielleicht nicht perfekt verlaufenen Nachmittag mit etwas wieder aufzubauen, was man richtig gut kann, das ist Balsam für die Seele, ungemein erholsam und lässt einen auch bei großem Stress zur Ruhe kommen.
Für manch ein Kind ist es erfahrungsgemäß eine wahre Wohltat, sich in Lernpausen vor Klassenarbeiten eine kleine Auszeit von Matheformeln oder Vokabeln mit der Gitarre in der Hand oder am Klavier zu gönnen.

… macht einfach Spaß
Auch wenn nicht immer alles „rund“ läuft: Wer ein Instrument spielt, hat ein wunderbares Hobby, das den Alltag versüßt, das einem selbst und im besten Fall auch anderen viel Freude beschert!
Was könnte schöner sein?

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3 Kommentare

  1. Ja ich bin auch davon überzeugt, dass die Musik ein wichtiger Bestandteil in der Erziehung sein sollte, denn was gut für uns und unsere Kinder ist, kann man sich anhand der „Evolution“ des Menschen ansehen, bevor er durch die neuzeitliche Lebensweise verdorben wurde und verlernt hat, was wirklich wichtig ist. Nicht nur konsumieren, sondern auch mal selber machen!

  2. Zu musizieren ist einfach ein Stück Freiheit, es ist der Prozess, bei dem man seine Gefühle mittels des Instruments verkörpern kann. Musik sorgt für Entspannung und gleichzeitig auch für aufregende Momente.

    Ich bin ein großer Befürworter, dass Kinder bei eigenem Interesse auch die Möglichkeit bekommen, ein Instrument zu erlernen. Denn es fördert die Entwicklung des Kindes und kann in vielen Fällen die Kreativität fördern. Den super tollen 11 Gründen kann man auch nichts mehr hinzufügen. Sie fassen perfekt zusammen, warum man als Kind aber auch als Erwachsener ein Instrument lernen sollte.

    Und das tolle an der heutigen Zeit ist es, dass es ein Vielfalt an Möglichkeiten gibt ein Instrument zu lernen.

    – der klassische Weg zur Musikschule
    – im Musikunterricht
    – Eltern bringen den Kinder das Musizieren bei (insofern das möglich ist)
    – online auf bestimmte Internetseiten Gitarre lernen
    – man bringt es sich selbst bei (selten)

    Mein Appell an alle Eltern: interessiert sich das Kind sehr für Musik, dann sollte man dieses Interesse auch fördern. Aber nicht zwingen! Und wenn das Kind in Sport interessiert ist, dann kommt eine sportliche Förderung gut.

    Vielen Dank für den Artikel.

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