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Wann ist die Zeit reif?

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Diese Frage stellen sich Eltern, wenn das letzte Jahr im Kindergarten oder in der Kita anbricht. Eigentlich hängt es vom Stichtag ab, wann die Sprösslinge ihren ersten Schultag haben, doch es kann auch Ausnahmen geben. Je nach Entwicklungsstand kann ein Kind auch früher oder sogar später eingeschult werden.

© drubig-photo – Fotolia.com
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Worauf sollte man als Elternteil achten?

Was soll ein Kind eigentlich können, wenn der Tag der Einschulung gekommen ist? Das ABC, auf der Linie Ausschneiden oder simple Rechenaufgaben lösen? Elke Inckemann, Professorin für Grundschulpädagogik und -didaktik an der LMU München, legt den Eltern ans Herz nicht einfach eine Liste abzuarbeiten. Diese Art von Vorbereitung ähnle eher dem Lernen für eine Aufnahmeprüfung. Auf diese Weise gibt es bei den Eltern die Gefahr den Anforderungskatalog einfach nur abzuarbeiten und es wird beispielsweise immer dienstags um zehn gerechnet. Dies sei eher kontraproduktiv und nehme den Kindern den Spaß am Lernen. Das Kind soll ja schließlich am großen Tag der Einschulung mit viel Vorfreude, seinem Lieblingsschulranzen und einer prall gefüllten Schultüte den Schulhof betreten. Tolle Schulranzen als Trolley gibt es für den großen Tag bei Koffer Arena. Diese Modelle vermeiden eine zu hohe Beanspruchung der Rückenmuskulatur und vermitteln dem Kind das Gefühl jeden Tag auf Entdeckungsreise zu gehen.

Spielerisch lernen

Anstatt das Kind in Form vom systematischen Lernen auf die Schule vorzubereiten, sollten die Lernmethoden der Eltern eher spielerisch und abwechslungsreich sein. Statt strikt das Alphabet zu pauken, können Eltern spannende Geschichten vorlesen, oder unterwegs die schwarzen Autos zählen, die gerade vorbeifahren, anstelle einer Rechenstunde Zuhause am Küchentisch. Im besten Fall ergreift das Kind selbst die Initiative und möchte auf einem selbstgemalten Bild der eigene Name steht. Laut Inckemann können Eltern diese Gelegenheit nutzen um vorzuschlagen zusätzlich das Datum auf dem Bild zu platzieren. Dies stelle den Bezug zu Zahlen her und vermittle dem Kind gleichzeitig, was ein Datum ist. Am besten für die Entwicklung des Kindes sei es aber, wenn Eltern in der Freizeit mit ihnen Ausflüge machen, spielen und an die frische Luft gehen. Außerdem sei es fördernd, wenn Eltern viel mit dem Kind kommunizieren, um dem Kind die Möglichkeit zu geben vollständige Sätze zu produzieren. Aber nicht nur die Eltern können ihr Kind bei der Vorbereitung auf die Schulzeit unterstützen. Auch in der Kita oder in der Vorschule werden ganz nebenbei Lernerfolge erzielt, wenn sich die Kinder zum Beispiel morgens nach der Ankunft zählen und dann herausfinden, wer abwesend ist. Dennoch werde sich das Kind auch von ganz alleine in der Schule einleben und zurechtfinden, wenn von sich aus Interesse zeigt Neues lernen zu wollen und Freude am Schreiben, Rechnen und Basteln hat. Doch auch sozial-emotionale Fähigkeiten spielen im Schulalltag eine große Rolle. In einer großen Gruppe geht es dann um das Miteinander und sich zu trauen auch fremde Erwachsene anzusprechen.

Nicht nur der Stichtag zählt

Der Stichtag liegt je nach Bundesland entweder am 30. Juni oder am 30. September. Sollte ein Kind in seiner Entwicklung weiter fortgeschritten oder zurückgeblieben sein, kann die Einschulung in Einzelfällen vorgezogen werden, oder aber um ein Jahr verschoben werden. Meist handelt es sich bei diesen Fällen um Kinder, deren Geburtstag nah am Stichtag liegt. Ob das Kind schulfähig ist, kann aber nicht an einem Tag entschieden werden. Die Entwicklung des Kindes ist von Geburt an zu beobachten und wird von einem Kinderarzt regelmäßig untersucht. Beim Erreichen des fünften Lebensjahrs findet die sogenannte U9 statt, bei der verschiedene Fähigkeiten getestet werden, die auch für die Schule relevant sind. Im letzten Kindergartenjahr werden die Eltern benachrichtigt, dass ihr Kind eingeschult werden soll und werden zudem zu Informationsabenden eingeladen. Diese sind empfehlenswert, da hier von Grundschullehrern unter anderem erklärt wird, über welche Fähigkeiten das Kind bereits verfügen sollte. Bei Unsicherheiten können die Eltern sich dann an die Lehrer wenden und diese um ihre Meinung bitten. Einige Schulen bieten sogar Schnupperstunden an, in denen Lehrer und Erzieher beobachten, wie sich das Kind in der Schulsituation verhält. Hier werden dann kleine Aufgaben gestellt, wie den Namen zu schreiben oder kleine Rechenaufgaben zu lösen. Dabei erkennen die Pädagogen, welches Kind bereit ist und welches Kind noch etwas Zeit braucht. Ein weiterer Test wird dann von der Schule bewertet. Diese stimmt dann auch mit den Eltern ab, ob das Kind bereits eingeschult werden sollte oder erst zu einem späteren Zeitpunkt.

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