Was man als Eltern gerne hört – und was nicht so wirklich…

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Jeder, der einmal mit Kinderwagen unterwegs ist oder war, kennt vermutlich diese – sicherlich oft wohlgemeinten – Bemerkungen wildfremder Menschen den eigenen Nachwuchs und die eigene Elternschaft betreffen.
Na klar! Keine Frage! Selbstredend: Der Stolz aufs eigene Baby ist grenzenlos und anerkennende Worte á la „Och, welch hüüübsches Kind!“ sind immer gern gehört!

Nette Worte = Balsam für die Seele
Sorgt der zahnende Nachwuchs gerade (einmal wieder) für schlaflose Nächte, zerren waghalsige Krabbeltouren kleiner Weltentdecker an den Nerven und wünscht man sich nichts so sehr als einmal wieder so richtig ausschlafen zu können, sind solche kleinen Worte ein kleines Tages-Highlight, eine Wonne, reinster Balsam für die Seele und das oftmals strapazierte Elterngemüt.

Beste Laune, dazu idealerweise ein Baby, das friedlich im Kinderwagen schläft, und eine persönliche kleine Welt in herrlichster Ordnung benötigt man hingegen, um manch andere Bemerkungen einfach als erheiternde Erfahrung verbuchen zu können.
Denn läuft es gerade mal nicht so rund und harmonisch im Babyalltag, ist man ohnehin bereits ins Schwitzen geraten, weil Mini aus welchen Gründen auch immer die Umgebungslautstärke stark anschwellen lässt, sind – vielleicht gedankenlose – Kommentare, die vielleicht sogar als persönliche Kritik empfunden werden, das allerletzte, das man braucht.
Und Mitleid – ob durch Blicke oder Bemerkungen zum Ausdruck – trifft dann auch nicht unbedingt ins Schwarze.

„Die Kleinen werden ja so schnell groß!“
Rückblickend ist die abc-mama ganz froh, dass die Kinder dem Kinderwagenalter entwachsen sind.
Auch wenn’s eine schöne Zeit war (u.a. natürlich auch wegen der freundlichen, interessierten Blicke in den Kinderwagen, oft gefolgt von Entzücken ob der noch mehr oder weniger neuen Erdenbürger!): Es ist gut, dass jede Zeit vorbei geht und neue Lebensabschnitte beginnen.

Mit größeren Kindern wachsen vielleicht auch hier und da die Sorgen, insgesamt wird man aber eben doch wieder „freier“ und das Leben wird leichter, wenn der Nachwuchs mehr und mehr Handgriffe im Alltag (vom Schuhebinden bis zum Joghurt-aus-dem-Kühlschrank nehmen), selbstständig übernimmt, Mama nicht mehr rund um die Uhr pausenlos gefragt ist und die einst lieben Kleinen zu ziemlich Großen geworden sind, die einen sogar hier und da bei täglichen anfallenden Aufgaben im Haushalt entlasten.

Denn zur Baby- und Kleinkinderzeit gehörten eben auch untrennbar diese bereits erwähnten „Highlights“ in Sachen „interessanter“ Kommentare; diese Situationen, in denen man sprachlos zurück blieb und einem erst Minuten, Stunden oder Tage später die zündende Idee kam, welche ungemein schlagfertige Antwort die optimale gewesen wäre.

Einige „Klassiker“ sicherlich, die vielleicht so oder ähnlich schon einmal von anderen Eltern erlebt wurden:

  • Mit nörgelndem Kind an der Hand am Flohmarktstand/an der Eisdiele/am Aktionsstand im Supermarkt vorbeigegangen und plötzlich tönt es unüberhörbar von irgendwoher „Na, kauft die Mama Dir das Stofftier/das Eis/das Spielzeug nicht?“ oder aber – vor allem natürlich, wenn das Kind das potentielle Objekt der Begierde bis dato noch gar nicht wahrgenommen hatte – „Ja, das Stofftier/Eis/Spielzeug da hättest Du sicher gerne!“ Hmpf.
  • „Och, was für ein süßes Kind. Wie heißt er denn?“
    Zugegeben: Nicht immer lässt sich anhand der Farbwahl von Babykleidung das Geschlecht des Kindes zweifelsfrei ausmachen.
    Aber wenn „er“ tatsächlich ein „Er“ gewesen wäre, hätte Mama vor dem Rausgehen auf rosa Schnuller und Mütze verzichtet…
  • Das Kind ist ganz sicher satt und hat auch keinen Durst, hat zur Bestätigung dessen soeben noch Fläschchen, Banane, Keks oder Brötchen aus dem Kinderwagen geworfen und wird stattdessen temporär von Müdigkeit, Langeweile oder schlechter Laune geplagt?
    Dennoch heißt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit „Das Kind hat bestimmt Hunger“ oder das Fazit beläuft sich auf ein Anteil nehmendes „Ja, du hast es sooo schwer!“ im Vorübergehen.
    Ja ja, und die Mutter erst…
    Beteuerungen, dass das Kind ganz sicher weder Hunger leidet noch sonst Grund zum Bedauern besteht, verhallen ungehört…
  • „Och, welch niedliche Wonneproppen!“ Ja, da lacht das Doppelpack-Elternherz!
    Schade nur, dass postwendend und scheinbar unausweichlich folgen musste „Machen aber auch viel Arbeit“.
    Wie gut, dass man daran erinnert wurde, wo der Nachwuchs doch gerade einmal so selig schlummerte. Kurze, knappe Standardantwort daher: „Ja, aber die schönste Arbeit der Welt.“

Ja, so war das damals, wobei die abc-mama vor dem Niederschreiben dieser sentimentalen, kleinen Erinnerungen hätte schwören können, dass ihr noch viel mehr solcher Beispiele einfallen.

So bleiben zwei Dinge festzuhalten:
1.) Weniger positive Alltagserfahrungen – wenn auch rückblickend oft sehr erheiternd – verblassen offensichtlich im Gedächtnis.
Und 2.) – sofern die Erinnerung nicht doch schon zu trügen beginnt… -: Bisher wurde sich an den guten Vorsatz gehalten, sich niemals ungefragt so oder ähnlich über fremde Kinder zu äußern!

Kennen Sie solche Situationen und Bemerkungen? Wir freuen uns, wenn Sie diese mittels Kommentarfunktion mit uns und anderen teilen!

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