Weihnachtsbuch Nummer 3: „Und immer wieder Weihnachten“ von Heike Abidi

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Vorneweg: Leider kommt diese Rezension ein wenig zu spät, da dieses schöne Buch derweil nicht mehr erhältlich zu sein scheint.
Da die Geschichte aber so wundervoll und zeitlos ist, wird sie dennoch heute hier vorgestellt! Und wem sie gefällt und wer danach sucht, der wird sicherlich im Internet fündig und kann noch ein neues oder gut gebrauchtes Exemplar ergattern…!
Und los geht’s nun endlich mit unserer heutigen Weihnachtsbuchvorstellung:


 

Hand aufs Herz! Wer hat es noch nie erlebt: Ein Weihnachtsfest, auf das sich unbändig gefreut wurde und das dank einer einzigen kleinen Katastrophe (oder dem, was an einem solchen Tag dazu hochstilisiert wird…) letzten Endes doch einen faden Nachgeschmack statt Erinnerungen ungetrübter, purer Wonne und Glücksseligkeit hinterlassen hat?

Die Plätzchen verbrannt, das Essen versalzen, ein Geschenk vergessen, die schönste Weihnachtskugel zerdeppert, das festliche Outfit bekleckert … – so etwas in der Art, das einfach nicht hätte passieren dürfen.

Noch schlimmer ist es natürlich, wenn es gleich ganz dicke kommt und sich die Unglücksfälle am Heiligen Abend häufen so wie in der heute hier vorgestellten Geschichte.
Und wie gut wäre es dann, wenn man die Uhren noch einmal zurück stellen könnte. Vielleicht so um 24 Stunden…

Zum Inhalt von „Und immer wieder Weihnachten“
Gibt es an einem anderen Tag im Jahr Scherben, ist dies zu verschmerzen.
Gehen jedoch am Heiligen Abend gleich alle Weihnachtskugeln zu Bruch, kommt dies einer Tragödie gleich, vor allem, wenn sich bereits in den Tagen zuvor die Pleiten und Pannen wie Perlen auf eine Schnur reihten:
Plätzchenbacken: Ausgefallen!
Spieleabend: Verschoben!
Geschenkekauf: Vergessen!

Was den zwei Geschwistern Noelle und Niclas da notgedrungen noch bleibt? Auch in solch unerfreulichen Erlebnissen die Chance zu sehen, das Beste draus zu machen und neue Wege zu beschreiten.
Und einer dieser Wege führt die beiden schnurstracks auf den Weihnachtsmarkt.
Dort erhält Noelle ein unverhofftes Dankeschön für ihre spontane Hilfsbereitschaft, das es so garantiert nirgends zu kaufen gibt, von jemandem, der sicherlich doch gar nichts zu verschenken hat.

Was die „Weihnachtswunschkugel“, die sie plötzlich in den Händen hält, wohl zu bewirken vermag? Vielleicht bietet sie die verlockende Chance, den verkorksten Heiligen Abend mit unschönem Tannenbaum, ohne warmes Wasser, dafür mit Stromausfall und genervten Eltern noch einmal auf Anfang zu setzen, um im zweiten Anlauf alles rundum perfekt gelingen zu lassen?

Aber ist „perfekt“ wirklich so erstrebenswert? Oder zählt für ein wahrlich wunderbares Weihnachtsfest in Wirklichkeit nicht etwas ganz anderes?


 

Ja, was macht Weihnachten eigentlich „perfekt“? Was ist das Geheimnis für ein Weihnachtsfest, das einem glücklich in Erinnerung bleibt?
Und welche „Zutaten“ dafür sind vielleicht durchaus verzichtbar, auch wenn die schöne, glitzernde Werbewelt tagtäglich in der Adventszeit etwas anderes suggeriert?

„Und immer wieder Weihnachten“ zeigt auf wunderbare Art und Weise, wie es mit der Weihnachtsstimmung klappen sollte, denn: Nicht die Geschenke sind das Wichtigste für das wohling-warme Weihnachtsgefühl im Bauch, nicht die schnurgerade Tanne, nicht das ultimativ-leckere Festmenü.
Vor allem aber nicht all das Oberflächliche, Aufgesetzte, das sich zwar gut in der glitzernden Weihnachtskulisse macht, letzten Endes aber kühl und befremdlich wirkt. Nicht Kitsch bis zum Abwinken, nicht bemühte Harmonie bis an die Grenze des Unerträglichen und nicht die angestrebte Perfektion bis hin zur Langeweile werden für Erfüllung sorgen.

Die echte Freude, das ehrliche Lachen, die wahre Güte und Herzenswärme, das Liebgewonnene und das uneigennützige Geben statt Nehmen sind es hingegen, die Heimeligkeit, Vertrautheit und Glücksseligkeit schaffen.
Ein wenig Gelassenheit und Spontaneität mehr, ein wenig Organisationseifer weniger und statt dessen die Besinnung darauf, was wir an Weihnachten feiern, sind sicherlich nie verkehrt.

Gut, natürlich dürfen auch all die „Besonderheiten“ zu einem Weihnachtsfest nicht fehlen, zu denen auch (mehr oder weniger erfreuliche) kleine Überraschungen und Unvorhersehbarkeiten gehören und die in diesem Buch natürlich auch nicht zu kurz kommen!
Denn ohne dieses berühmte Salz in der Suppe wäre es doch auch langweilig! – und worüber sollte man Jahre später noch immer wieder sprechen und gemeinsam herzhaft lachen?

Kurz und gut lautet auch die Quintessenz dieser Geschichte:
Die Freude, die man anderen schenkt, ist das Geheimnis des Weihnachtszaubers.
So wertvoll und gleichzeitig so unbezahlbar!

Zum Glück ist dieses Buch nicht unbezahlbar, denn mit dieser fantasievollen, spannenden, aber auch rührenden Geschichte schenken Sie sich, Ihren und anderen Kinder (ab etwa 8 Jahren) garantiert Adventsfreude und schöne (Vorlese)Stunden! Sie lädt gleichermaßen zum gemeinsamen Lachen ein, indem sie Eltern in ihrem Perfektions- und Organisationswahn augenzwinkernd den Spiegel vorhält, regt aber auch gleichzeitig zum Nachdenken über die Werte des Weihnachtsfests an.

Dies und das zum Buch:
Wer ein wenig in diese zauberhafte Geschichte hineinschnuppern möchte:
Eine Leseprobe gibt es HIER auf den Internetseiten der Autorin.
Erschienen ist das 128 Seiten starke, 12 Kapitel umfassende, gebundene Buch im Jahr 2014 im Coppenrath Verlag unter der ISBN 978-3649615033.
Leider scheint es derweil nicht mehr erhältlich zu sein; im Internet wird man sicherlich jedoch schnell fündig auf der Suche nach einem neuen oder gebrauchten Exemplar!

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