Welche Haushaltsgeräte braucht eine Familie? – Teil 1: Unverzichtbare Alltagshelfer

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So vieles, was es vor einigen Jahrzehnten teils noch gar nicht gab, macht das tägliche Leben heute so viel leichter.
Die Waschmaschine zum Beispiel: Maschine auf, Wäsche rein und nach kurzer Zeit kann alles strahlend sauber und duftig frisch wieder entnommen werden.

Oder die Spülmaschine. Hin und wieder in geselliger Runde zu spülen kann ja ein ganz nettes Vergnügen sein. Aber: Dass die Spülmaschine einem diese in der Regel ansonsten mehrmals täglich anfallende Pflicht abnimmt, ist schon ein Segen, denn die gesparte Zeit lässt sich wahrlich für wichtigere und/oder angenehmere Dinge des Lebens nutzen!

Vieles, worauf man in jungen Jahren getrost verzichten konnte (weil Mama das Waschen schmutziger Wäsche noch übernahm und die paar Teller doch schnell von Hand gespült waren…), wird erst recht Gold wert, wenn es eine Familie mit Kindern zu managen gilt.

Welche Elektrogeräte dafür nicht fehlen sollten und was bei ihrem Kauf zu beachten ist, verrät folgende Aufzählung.
Ganz subjektiv aus „Hausfrau- und Muttersicht“ entstanden und nach persönlicher Priorität sortiert.

Heute zunächst „Teil 1“ von insgesamt 4, in denen es um die bereits erwähnten „Haushaltslieblinge“ Waschmaschine und Spülmaschine geht.

1. Die Waschmaschine
Ein paar Tage ohne Backofen? Kein Problem!
Eine Woche ohne Spülmaschine? Lästig, aber zu schaffen!
Aber längere Zeit ohne Waschmaschine? Praktisch ein Notfall, denn die anfallende Wäsche einer Familie mit der Hand zu waschen, ist keine wirkliche, praktikable Alternative.

Waschmaschinen gibt es so viele, dass sich genaues Hinschauen vor dem Kauf in vielerlei Hinsicht lohnt:
Zunächst einmal sollte man sich die Frage stellen: Welche Programme werden tatsächlich zum Einsatz kommen? Welche Funktionen sind verzichtbar?
Ein Wollwaschprogramm kann beispielsweise sehr praktisch sein, weil es die zeitraubende Handwäsche empfindlicher Stücke überflüssig macht.
Ein Kurzwaschprogramm, das binnen kürzester Zeit wenig verschmutzte Einzelstücke reinigt, ist Gold wert, wenn Sohn oder Tochter gerne mal unmittelbar vorm Schlafengehen einfällt, dass die Sportsachen für die Schule unbedingt noch bis zum nächsten Morgen gewaschen sein müssen!
Wer viel an der freien Natur in Funktionskleidung unterwegs ist, wird vielleicht ein Programm zum Imprägnieren zu schätzen wissen.

Nützlich ist die Zeitvorwahlfunktion, denn damit kann man die Maschine so des nächtens starten lassen, dass sie beispielsweise in den frühen Morgenstunden fertig ist. Die Wäsche kann dann noch vor der Arbeit aufgehangen werden und ist so abends vielleicht schon wieder trocken, ohne dass sie nachts fertig gewaschen in der Maschine vor sich hin knittern musste.

Eine hohe Umdrehungszahl beim Schleudern verkürzt das anschließende Trocknen der Wäsche. Für den Alltagsgebrauch sind erfahrungsgemäß 1.400 Umdrehungen ein gutes, vollkommen ausreichendes Maß.
Wie viel Restfeuchte tatsächlich nach dem Schleudern in der Wäsche verbleibt, verrät die Schleuderwirkungsklasse, angegeben in den Buchstaben „G“ (= schlechteste Schleuderwirkung, viel Restfeuchte) bis „A“ (= beste Schleuderwirkung, wenig Restfeuchte).
Anders eingeteilt sind übrigens die Energieeffizienzklassen, die beim Kauf ebenfalls Beachtung finden sollten: Dort ist derzeit ein A+++ die „Bestnote“.

Eine große Einfüllöffnung und hohes Fassungsvermögen machen es zum Kinderspiel, auch einmal die gesamte Bettwäsche, Bettdecken, Kissen, Sofabezüge oder ähnliches „Sperriges“ an einem Tag durch zu waschen beziehungsweise große anfallende Wäschemengen in wenigen Waschgängen zu erledigen.
Ist die Trommel mal nur halb voll, sollte die Maschine mittels einer Mengenautomatikfunktion erkennen und entsprechend an Wasser und Energie sparen können.

Sehr hilfreich, wenn die Waschmaschine nicht in der Küche, sondern beispielsweise im Keller steht: Ein akustisches Signal, das das Ende des Waschgangs anzeigt. So erspart man sich manch überflüssiges Treppensteigen um nachzuschauen, wie weit der Waschvorgang fortgeschritten ist beziehungsweise ob die Wäsche nicht schon fertig gewaschen auf die Leine oder in den Wäschetrockner „umziehen“ kann.

Ist die Waschmaschine hingegen in die Küchenzeile integriert (auf ein entsprechend unterbaufähiges Modell mit den richtigen Maßen achten!) oder lebt man in einem sehr hellhörigen Haus, ist es sicherlich ein wichtigeres Kriterium, auf die Angaben bezüglich der Lautstärke beim Waschen und Schleudern zu achten.

Entscheidend für viele Käufer sind selbstredend der Anschaffungspreis und die Marke des Geräts.
Bei der großen Vielfalt empfiehlt es sich, sich umfassend zu informieren, ob beim Fachhändler vor Ort, im Internet bei Verbraucherportalen und/oder mittels Kundenrezensionen in Onlineshops.
Verlässliche Quellen in der Regel auch: Meinungen von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern, die vielleicht schon seit Jahr(zehnt)en auf ihre Marke schwören!

2. Das Kochfeld
Ein guter, multifunktionaler Backofen ist eine feine Sache; eine Mikrowelle eine wunderbare, ergänzende „Küchenhilfe“.
Und dennoch ist und bleibt der Herd das Herzstück der Küche, wenn es darum geht, alltäglich Fleisch, Nudeln, Kartoffeln, Gemüse und Co. auf den Tisch zu zaubern.

Ob Gas-, Glaskeramik- („Ceran“) oder Induktionskochfeld, ob in Kombination mit einem Backofen oder autark, das sind sicherlich die ersten Entscheidungen, die gefällt werden wollen, wenn ein neues Kochfeld her muss, denn die klassischen vier Elektrokochplatten aus Gusseisen sollten auf Grund ihrer Optik, ihrer langen Aufheiz- und langsamen Reaktionszeit und ihres hohen Energiebedarfs trotz des geringen Anschaffungspreises heutzutage kaum noch eine überlegenswerte Option sein.

Kriterien dafür, auf welche Art von Kochfeld die Wahl fällt, sind sicherlich:
– Vorhandene Anschlussmöglichkeiten
– Die Summe, die man bereit ist zu investieren, und
– Persönliche Vorstellungen von Design und Funktionalität.

Die einen lieben das Kochen auf Gasflammen, weil es einfach ein gewisses Flair versprüht, energiesparend ist und die Speisenzubereitung im traditionell abgerundeten Wok erlaubt. Anderen wird das Hantieren mit dem „offenen Feuer“ samt Gasleitung oder Gasflasche immer suspekt bleiben.
Wie das Induktionskochfeld besticht das Gasfeld durch die Möglichkeit, blitzschnell die Temperatur zu regeln, wenn Kartoffeln und Co. überzukochen drohen.
Was das Gasfeld jedoch tückisch macht, vor allem für Kinder: Metallteile können „unsichtbar“ noch sehr heiß sein, auch wenn die Flammen bereits abgeschaltet wurden.
Im Gegensatz zum Glaskeramikkochfeld, bei dem in der Regel eine kleine Leuchte verrät, wo noch Restwärme abgestrahlt wird, ist diese beim Gasfeld mit bloßem Auge nicht zu erkennen.
Und auch Topfgriffe können bei Gebrauch auf dem Gasherd sehr heiß werden, so dass beim Hantieren mit Töpfen mit Metallgriffen Topflappen in der Nähe nie verkehrt sind und auf Töpfe mit Kunststoffgriffen besser verzichtet werden sollte.
(Da allen Herden gemein ist, dass auf ihnen heiß gekocht wird, da heißes Fett und Wasser immer Verbrennungsgefahren darstellen, ist es natürlich immer angeraten, Kinder so lange wie nötig vom Herd gänzlich fern zu halten beziehungsweise ihnen die Gefahren früh zu erklären…)

Möchte man von einer anderen Kochfeldart auf Induktion wechseln, ist beim Kauf zu berücksichtigen, ob vorhandenes Kochgeschirr weiter benutzt werden kann, ansonsten müssen die Ausgaben für neue Pfannen und Töpfe mit in die Anschaffungskosten des neuen Kochfelds einkalkuliert werden.
Ansonsten überzeugt Induktion durch Schnelligkeit bei relativ geringem Energieverbrauch, durch genaue Regulierbarkeit der Wärme, durch die selbstständige Erkennung, ob ein Topf auf dem Feld stet oder nicht, und die Tatsache, dass das Feld beim Kochen selbst nicht heiß wird, was eine leichte Reinigung und entscheidende Sicherheitsaspekte mit sich bringt.

Wer „normal“ viel oder eher wenig kocht, sollte mit den klassischen vier Kochzonen und den typischen 60 Zentimeter Arbeitsbreite gut zurecht kommen.
Wächst die Familie noch, werden die Kinder größer, kann es jedoch im normalen Alltag schnell auf dem Herd zu eng werden, wenn neben einer großen Pfanne mehrere, fast ebenso große Töpfe Platz finden sollen!
Bevor man sich später ständig über die beengten Verhältnisse ärgert, ist die rechtzeitige Überlegung angeraten, ob ein breiteres Kochfeld – eventuell auch mit Bräterzone und Warmhaltezone – nicht die sinnvolle Anschaffung ist.

Im Alltag wichtig: Der Herd sollte leicht zu reinigen sein.
Bei ebenen, durchgehenden, glatten Flächen ist die Reinigung in der Regel ein Kinderspiel.
Besonders beim Gasherd lohnt sich jedoch der genaue Blick, wie viele Einzelteile für die Reinigung abzunehmen sind und wie es darunter ausschaut.

Weitere, bisher erschienene Beiträge aus dieser Reihe:

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