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Wenn das Auto auch bei Sommertemperaturen nicht stehen gelassen werden kann: Mit Kindern unterwegs bei großer Hitze

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Wie gerne würde man an manch einem heißen Tag die kühle Wohnung nicht verlassen oder weiter an einem schattigen Platz im Garten entspannen als sich ins Auto zu setzen, um über staubige Landstraßen zu fahren, sich durch den stickigen Großstadtverkehr zu kämpfen oder über den heißen Asphalt der Autobahn ans Ziel zu gelangen?

Vieles kann man im Sommer vielleicht auch gut und gerne und mit einem angenehmen Lüftchen, das einem dabei um die Nase weht, mit dem Fahrrad erledigen.
Manchmal ist es aber eben unvermeidbar, sich ins Auto zu setzen.
Idealerweise ist dies in einer kühlen Garage untergebracht. Im weniger günstigen Fall parkte dies zuvor in der prallen Sonne und lässt einem beim Öffnen der Fahrertür drückend heiße Luft entgegen strömen.

Wird man alleine unterwegs sein, genügt ein kurzer Testgriff, ob der Sitz kühl genug ist, um darauf zu sitzen, und das Lenkrad, um den Wagen beherzt steuern zu können, und los kann’s gehen.
Wenn jedoch Kinder mit von der Partie sind, gibt es noch einiges mehr zu beachten:

Planen Sie etwas mehr Zeit ein
Sommerwärme und ein leichter Wind – so mögen es wohl die meisten gerne.
Tendiert das Wetter jedoch zu drückender Schwüle und unangenehmer Hitze, ist bei vielen die gute Laune dahin. Hitze kann unaufmerksam machen, den Körper belasten, aufs Gemüt schlagen, die Konzentration und die Geduld leiden lassen.
Bevor es hektisch wird und die Nerven blank liegen, weil es auf der geplanten Route nicht so gut voran geht wie gewünscht: Planen Sie einige Minuten mehr Zeit für jede Fahrt ein und kommen Sie so auch mit kühlem Kopf ans Ziel, wenn anderen Teilnehmern im Straßenverkehr die Wärme offensichtlich auch zu schaffen macht… .

Frische Luft
Auch das kostet einige Minuten, die zusätzlich zur Fahrzeit eingeplant werden sollten: Öffnen Sie alle Türen und gegebenenfalls das Schiebedach, um die Hitze vor Fahrtbeginn so gut wie möglich aus dem Auto entweichen zu lassen.

Vorsicht: Heiß!
Während der Durchzug das Seine für angenehmere Temperaturen im Auto tut, überprüfen Sie sorgfältig, ob der Kindersitz selbst und alle Stellen im Auto, an die Kinder gelangen können, sich womöglich in der Sonne stark aufgeheizt haben.
In dem Fall heißt es natürlich, noch etwas abzuwarten, bevor kleine Mitfahrer ihre Plätze einnehmen können.
Um während der Parkdauer möglichst wenig Sonne ins Auto zu lassen, gibt es Sonnenschutzabdeckungen für die Windschutzscheibe; auch während der Fahrt halten selbsthaftende Blenden (gerne mit kindgerechten Motiven) für die hinteren Seitenscheiben die Sonne ab. Allerlei weitere Produkte rund um den Sonnenschutz fürs Auto findet man im Handel.
Ein heller Bezug für den Kindersitz wärmt sich überdies nicht so stark in der Sonne auf wie ein dunkler.

Finden Sie angekommen am Supermarkt oder in der Stadt nur einen Parkplatz in der prallen Sonne, kann spontan auch ein darüber gehängtes Mulltuch aus der Wickeltasche oder ähnliches dazu dienen, das Lenkrad oder den Kindersitz in der Zwischenzeit nicht heiß werden zu lassen.

Vorausschauend parken
Gönnen Sie sich – sofern möglich – den Luxus, einen Platz im Parkhaus zu nehmen, auch wenn es außerhalb günstigere Parkmöglichkeiten gibt oder es einen etwas längeren Fußweg zum eigentlichen Ziel bedeutet.
Nach einem Bummel durch die City mit Kinderwagen in ein kühles Gebäude zu kommen, dort in kühler Luft und aller Ruhe den Kinderwagen im Kofferraum zu verstauen und dann im kühlen Auto loszufahren, ist eine Wohltat für alle Beteiligten!
Und haben die Kinder noch ein Eis in der Hand, schmilzt dies nicht ganz so schnell wie im sehr warmen Auto.

Gibt es keinen geschützten Stellplatz, versuchen Sie den Stand der Sonne abzuschätzen, wie er später bei Ihrer Rückkehr zum Auto sein wird. Wo es beim Einparken noch schattig ist, kann dort dann die Sonne hin scheinen, so dass ein anderer (noch vollsonniger) Parkplatz sich langfristig als günstiger erweisen kann.

Die Klimaanlage maßvoll einsetzen
Auch wenn es bei größter Hitze verlockt: Zu kalt sollte die Klimaanlage nicht eingestellt werden.
Recht wenige Grad Unterschied (hier ist von 8 Grad als gutem Anhaltspunkt die Rede) zur wärmeren Außentemperatur gelten bereits als ideal, um sich selbst und die Kinder nicht großen Temperaturschwankungen auszusetzen, die den Kreislauf belasten.
Babys und schlafenden Kindern, die nur – passend zum Wetter eben – leicht bekleidet sind, sich während der Fahrt wenig bis gar nicht bewegen und dazu vielleicht noch leicht geschwitzt sind, kann es bei kälter eingestellter Klimaanlage außerdem schnell zu kalt werden.
Ein Frotteebezug in der Babyschale ist daher ideal für den Sommer, denn darauf kann das Baby weich liegen, ohne stark zu schwitzen.

Lüften mit Bedacht
Vor der Fahrt zu lüften, ist gut und sinnvoll. In den Minuten, bis die Klimaanlage für spürbar angenehme Abkühlung sorgt, sollten die Fenster jedoch geschlossen bleiben.
Zum einen kann es Kindern unangenehm ziehen und gereizte Augen bis hin zur Bindehautentzündung können die Folge sein.
Zudem kann der diffuse Lärm des Straßenverkehrs als unangenehm empfunden werden und nicht nur Kinder irritieren, sondern auch störend beim Fahren wirken.

Wasser!
Je länger die geplante Fahrt ist, desto größer sollte der Getränkevorrat an Bord sein. Selbst für Kurzstrecken ist es nie verkehrt, eine kleine Flasche Wasser für jeden dabei zu haben, denn ein Unfall oder eine Panne können praktisch immer und überall passieren und dann wird es zunächst einmal heißen: Abwarten!

Kinder und Tiere nie allein im Auto zurück lassen!
Schon wenige Minuten im heißen Wagen können verheerende Folgen haben. Darum: Lassen Sie Kinder und Tiere niemals im Auto, auch nicht „mal kurz“ und auch nicht, wenn der Wagen im Schatten parkt!

Pause!
Legen Sie eine Pause ein, wenn Sie merken, dass Ihnen das Fahren zu anstrengend wird. Mit quengeligen Kindern, die in ihren Sitz schwitzen und sich womöglich langweilen, ein Eis fordern und sich permanent nach der Rest-Dauer der Fahrt erkundigen, kann ein gewisser Stress-Level schnell erreicht sein.
Wählen Sie eine Route, die auch mal eine Rast erlaubt, idealerweise an einem Spielplatz oder Rastplatz, an dem Kinder ein wenig überschüssige Energie in Form von Toben, Seilspringen o.ä loswerden können und Sie als Fahrer/in ein wenig Ruhe tanken können.
Damit Langeweile gar nicht erst aufkommt, sorgen Sie für ein wenig Kurzweil in Form von Hörspielen, Kindermusik-CDs, Spielen und ähnlichem altersgerecht für jedes Kind.

Bildquelle: sathyatripodi/pixabay.de

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