Wenn Kinder allein backen wollen: So gelingen viele Muffins kinderleicht

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Das kann ich schon allein!“ Ein Satz, den Eltern oft hören – mal gerne und voller Stolz, mal weniger begeistert und mit skeptischem Blick.
Besonders, wenn es um kleine Arbeiten in der Küche geht, die Kinder „Allein!“ verrichten möchten, ist man als Eltern versucht, ein wenig im Hintergrund zu bleiben und bei Bedarf einzugreifen, anstatt das Kind einfach machen zu lassen.

Denn nicht nur, dass Kinder, die alleine backen und kochen wollen, gerne ein Chaos hinterlassen (was als kleines Übel hin und wieder ja durchaus zu verschmerzen wäre). Vor allem erfordert das Hantieren mit verschiedenen Zutaten etwas Übung und Erfahrung, und manch ein Küchengerät wie Schälmesser, Reibe oder der heiße Backofen ist auch nicht „ganz ohne“ in Bezug auf mögliche Verletzungsgefahren.

Dennoch sollte gelten: Wenn Kinder sich selbst etwas zutrauen, sollte man sie nicht über die Maßen bremsen, sondern statt dessen dafür sorgen, dass beispielsweise erste Koch- und Backversuche (gemeinsam) sicher und erfolgreich gelingen.
Eine tolle Übung: Das Backen von Muffins in großen Mengen beispielsweise für die Schulklasse zum eigenen Geburtstag oder für die folgende Party am Nachmittag.
Wie schön ist es schließlich, wenn es nicht nur allen gut schmeckt, sondern das Kind außerdem sagen kann: „Hab ich selbst gemacht!“

Ab wann können Kinder „alleine“ backen?
Vorneweg: „Allein“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht allein im Haus oder der Wohnung, sondern höchstens alleine in der Küche, immer mit Mama oder Papa für Fragen, Hilfestellung und kleine „Notfälle“ in Rufweite bzw. Hintergrund!
Ein konkretes Alter dafür festzulegen ist unmöglich: Manch ein Acht- oder Neunjähriger mag sich schon so routiniert in Küchendingen auskennen und von klein auf so aufmerksam in der Küche mitgeholfen haben, dass es praktisch selbstverständlich ist, dass er selbstständig und verantwortungsbewusst mit der nötigen Sicherheit in der Küche hantieren kann.
Manch ein Zwölfjähriger mag sich andererseits immer noch nicht zutrauen, ein Ei aufzuschlagen oder ein heißes Backblech aus dem Ofen zu befördern.
Nur Eltern wissen, wie viel sie ihrem Kind mit gutem Gefühl ihrem Kind zutrauen möchten. Und nur die Kinder selbst können entscheiden, wie viel sie sich selbst zutrauen können.

Damit Rezepte nicht leiden
Schöne Koch- und Backbücher haben es verdient, gepflegt zu werden. In der Realität sieht es in der Eifer des Küchengefechts schon mal anders aus: Da war die Arbeitsplatte doch noch nicht so porentief rein, bevor das Buch darauf gelegt wurde. Da hinterlassen Sahnespritzer beim Rühren unansehnliche Fettflecke. Und im schlimmsten Fall kleben Seiten gar untrennbar zusammen, nachdem sich kleine Kuchenteigmengen von der Schüssel ins Buchinnere verirrt haben.
Damit es später keinen Zoff um verschmutzte Rezeptbücher gibt, gibt es verschiedene Mittel und Wege:

  1. Das Buch in einen speziellen Halter stellen, in dem die aufgeschlagene Seite von einer Scheibe aus Glas oder Kunststoff geschützt wird oder
  2. statt ein Buch zu verwenden, einfache Rezepte aus dem Internet suchen und ausdrucken und bei Gefallen und geplanten häufigerem Gebrauch laminieren. Auf diese Weise kann der junge Hobbykoch gleich den Grundstein für eine eigene Rezeptsammlung legen. Oder:
  3. Gleich so einfache Muffins backen, die keines Rezepts bedürfen:

Man nehme Eier, schlage diese über einer Schüssel auf der Waage auf und gebe anschließend das gleiche Gewicht an Margarine/Butter, Zucker und Mehl dazu.
(Fast) Fertig ist der im wahrsten Sinne kinderleichte „Eischwerteig“!
Hinzugegeben werden müssen außerdem nur noch: etwas Salz, Backpulver entsprechend der Mehlmenge, nach Geschmack etwas Zitronensaft, Vanillinzucker und ggf. Zutaten wie Kirschen, geraspelte Schokostückchen oder gemahlene Haselnüsse. In Muffinförmchen gegeben wird der Teig bei etwa 170°C (Heißluft) etwa 25 Minuten gebacken.

Die Holzstäbchenprobe (= an einem hinein gestochenen Holzstäbchen sollte kein Teig mehr kleben bleiben) und die goldbraune Farbe zeigen, dass die Muffins „gut“ sind. Wenn dies noch nicht der Fall, die Backzeit ein wenig verlängern.

Die richtigen „Helferlein“
Wie schnell ist das Kind abgelenkt, wenn eine SMS eintrudelt oder eine Freundin an der Tür klingelt? Da sind die Muffins im Ofen schnell in Vergessenheit geraten!
Damit die ersten Backversuche gut gelingen, ist die richtige Ausstattung wichtig. Dazu gehören beispielsweise, neben Rezept, Zutaten und einer zuvor für die bessere Übersicht aufgeräumten Küche:

  • Gute Topfhandschuhe, damit nicht umständlich und gefährlich mit Küchentüchern und ähnlichem improvisiert werden muss
  • Ein gut in der Hand liegender Teigschaber, der das Einfüllen des Teigs in die kleinen (bunten) Papierförmchen sicher gelingen lässt, ohne dass große Teigmengen ungenutzt in der Schüssel bleiben
  • Eine Waage, die das (Zu)Wiegen und Ablesen einfach und komfortabel macht
  • Eine Schürze zum Schutz der Kleidung
  • Ausreichend große Rührschüsseln aus Kunststoff, die nicht empfindlich sind und auch ungeübtes Verrühren der Zutaten erlauben, ohne dass allzu viel die Schüssel dabei verlässt
  • Ein Küchenwecker, der an das Ende der Backzeit erinnert

Für küchenbegeisterte Kinder übrigens eine tolle Geschenkidee zu jedem Anlass!

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