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Wissenswertes zum Thema Schulranzen

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In der Zeit vor der Einschulung hat ein Thema eine ganz besonders hohe Priorität: Welchen Schulranzen soll man seinem Kind kaufen und worauf muss man bei der Auswahl achten?

An erster Stelle steht natürlich, dass der Ranzen dem Kind gefällt. Das ist auch deshalb wichtig, weil der Erstklässler ihn dann jeden Tag stolz auf dem Rücken trägt und gut auf ihn aufpasst. Die Vielzahl an Angeboten macht die finale Entscheidung ziemlich schwer und obendrein gibt es die verschiedensten Kriterien.

Auf schulranzen.net findet man tolle Modelle für die unterschiedlichsten Bedürfnisse wie zum Beispiel Ranzen

  • mit einer schmalen Passform
  • mit individuell einstellbaren, ergonomischen Tragesystemen
  • in Rucksackoptik
  • mit personalisierbarem Design
  • als komplette Sets

Damit die Wahl etwas leichter fällt, finden Sie nachfolgend eine Zusammenfassung der drei wichtigsten Produktmerkmale.

  1. Die Beschaffenheit

In Bezug auf die Beschaffenheit des Schulranzens sind diese 3 Kriterien am wichtigsten: die Größe, das Gewicht und die Dichtheit.

 Größe

Die Schulterbreite des Kindes muss zu der des Ranzens passen. Die Schultasche sollte nicht über die Schulterpartie ihres Kindes hinausstehen, somit muss die Breite des Ranzens maximal der Schulterbreite des Kindes entsprechen.

Die Schultergurte müssen so angebracht sein, dass sie den Hals des Kindes nicht einengen. Sie müssen mindestens 50 cm lang sein. An den Stellen, an denen die Gurte am Körper aufliegen, müssen sie gepolstert sein. Die Gurtbreite einschließlich Polsterung muss im Auflagebereich mindestens 4 cm betragen. Zusätzlich muss ein längen- und höhenverstellbarer Brustgurt angebracht sein.

Selbstverständlich müssen die Gurte in der Länge verstellbar sein. Die Norm schreibt außerdem vor, dass die Längenverstellung einhändig, gleichmäßig und stufenlos zu bewerkstelligen sein muss und dass sie sich nicht unbeabsichtigt lockern oder lösen darf.

Gewicht

Genau so wichtig wie das Äußere sind die inneren Werte des Schulranzens. So muss das Gewicht des Ranzens zum Kind passen. Ein besonders leichter Schulranzen macht vor allem bei zierlichen Kindern Sinn. Bei kräftigeren und sportlich aktiven Kindern ist das Gewicht nicht ausschlaggebend, weil das richtige Packen größeren Einfluss auf das tatsächlich zu tragende Gewicht des Ranzens hat.

Das Eigengewicht des Ranzens sollte selbstverständlich so gering wie möglich sein. Gleichzeitig muss der Schulranzen aber auch die Anforderungen „stabil, belastbar und robust“ erfüllen. Da der Hersteller letztendlich keinen Einfluss auf das maximale Gesamtgewicht des Schulranzens hat, wurde diese Gewichtsvorgabe mit der Änderung der Norm im Jahr 2010 gestrichen.

Tipp: Bei einer täglichen Überprüfung des Inhalts kann der Schulranzen von überflüssigen Dingen wie Spielzeug oder leeren Getränkeflaschen befreit werden.

Dichtheit

Die nach der Norm geforderte Regendichtheit kann ebenfalls erst in der Praxis überprüft werden. Optimal ist sie dann, wenn die Bücher und Hefte eines am Boden abgestellten Schulranzens (z. B. an der Bushaltestelle) vor Regenwasser von oben oder von unten – etwa beim Abstellen in einer Pfütze – geschützt sind.

  1. Die Sicherheit 

Ist der Schulweg des Kindes vorrangig ohne das Überqueren von stark befahrenen Straßen zu meistern, so sind besonders große Flächen von Signalfarben, die tagsüber leuchten, und retroreflektierende Flächen, die nachts leuchten, nicht entscheidend. Bei viel Verkehr und unübersichtlichen Kreuzungen ist dieser Punkt aber essenziell. Achten Sie darauf, dass ihr Kind im Verkehr sichtbar bleibt, und verzichten Sie im Zweifel auf das schönere Design! Mit der DIN-Norm 58124 gekennzeichnete Schulranzen haben in der Regel das größtmögliche Maß an Reflektorflächen.

Es müssen jedenfalls mindestens 20 Prozent der sichtbaren Flächen der Vorder- und Seitenteile aus fluoreszierendem Material und mindestens 10 Prozent dieser Flächen aus retroreflektierendem Material bestehen.

Fluoreszierendes Material deshalb, da dadurch die Sichtbarkeit bei Dämmerung, diffusen Lichtverhältnissen und Nebel verbessert wird. Es ist aufgrund von UV-Licht (also Tageslicht) selbstleuchtend. Bei den fluoreszierenden Flächen gibt die Schulranzen-Norm sogar die Farbe vor: Als Farben des fluoreszierenden Materials sind Gelb-Grün, Gelb, Gelb-Orange, Orange, Orange-Rot und Pink zulässig.

Retroreflektierende Flächen deswegen, weil dadurch die Sichtbarkeit bei Nacht verbessert wird. Es müssen beide Materialien verwendet werden, da Retroreflexion (d. h. Rückstrahlung zur Lichtquelle) nur funktioniert, wenn es durch eine Lichtquelle (also das Scheinwerferlicht) angestrahlt wird.

Des Weiteren müssen auf den Tragegurten retroreflektierende Materialien mit einer Mindestgröße von 10 cm2 je Tragegurt angebracht werden.

  1. Das Design bzw. das Motiv

Dieser Punkt ist bewusst als letzter erwähnt. Selbstverständlich möchte man die Wünsche des Kindes erfüllen. Die Hersteller von Schulranzen sind zudem sehr bemüht, stets aktuelle Trends zu berücksichtigen. Ausschlaggebend sollten aber dennoch die zuvor erwähnten Auswahlkriterien sein.

Tipp: Fragen Sie sich, ob ihr Kind das gewünschte Design auch noch in 1-2 Jahren tragen möchte. Eventuell soll der Ranzen später verkauft oder gesendet werden und in einem solchen Fall wäre ein zeitloses Muster wohl die bessere Wahl.

Wenn man die oben genannten Punkte als Schulranzen-Checkliste nutzt und diese beim Kauf berücksichtigt, dann steht der Anschaffung eines perfekten Begleiters für den Schulalltag nichts mehr im Weg.

Ausführliche Informationen rund um den Schulranzen findet man auch auf der Website des VIS Bayern, dem Online -Verbraucherportal der Bayerischen Staatsregierung.

Bildquelle: © bigstock.com/ shcherban

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