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Zusammen geht manches besser: Wie man seinem Kind das Lernen erleichtern und es bei den Hausaufgaben unterstützen kann – Teil I

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Die einen befinden sich bereits auf der Zielgeraden im Endspurt vor den Sommerferien. Andere haben noch eine ordentliche Etappe dieses Schuljahres vor sich, bevor sie endlich ihr Zeugnis in den Händen halten und Urlaubsstimmung genießen dürfen.
Bis dahin gibt es vielleicht noch die eine oder andere Arbeit oder Klausur zu schreiben, Mathe-Gleichung zu lösen oder Vokabel-Einheit zu pauken.

Angesichts des Pensums, das ein Schulkind heutzutage an der weiterführenden zu leisten hat, muss man als Eltern mitunter heftig schlucken. Unterricht bis in den Nachmittag hinein, in zahlreichen Fächern, dazu Hausarbeiten, Referate, Lernen von Gedichten und besagten Vokabeln.

Für viele Kinder und Jugendliche ist Schule heutzutage ein Full-Time-Job, der in Sachen Wochenarbeitszeit manch einem Arbeitsplatz im Berufsleben praktisch in nichts nachsteht.

Viele Eltern betrachten dies sicherlich mit Sorge und Skepsis, so mancher wünscht sich ein wenig Entlastung für den Nachwuchs und möchte seinen Beitrag dazu leisten.

Bei aller wohlgemeinten Hilfsbereitschaft: Schulsachen sollen in erster Linie Aufgaben sein und bleiben, die Kinder erfüllen. Wobei sicherlich nichts dagegen spricht, dem eigenen Wunsch oder dem des Kindes nachzukommen, dem Nachwuchs hier und da ein wenig unter die Arme zu greifen. Selbstredend nicht, indem Referate stellvertretend geschrieben oder Matheaufgaben gelöst werden! Damit wäre niemandem geholfen. Aber: Ein wenig schön(er) in Lernphasen und bei den täglichen Hausaufgaben kann man es Sohn oder Tochter doch machen, quasi, um das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden.

Hier die ersten 4 von unseren 8 Ideen, um Kindern und Jugendlichen den Schulalltag ein wenig zu versüßen und den Endspurt bis zu Ferien gut gelingen zu lassen:

1 In Gesellschaft gelingt manches besser
Es gibt Aufgaben, die erfordern volle Konzentration und absolute Ruhe, wie sie sich im Familienalltag in der Wohnküche oder am Esstisch mit kleinen Geschwistern nicht finden lässt. Manch eine Hausaufgabe lässt sich aber auch sehr nett in Gesellschaft erledigen, manch ein Kind kommt einfach flotter voran, wenn es in Wohnzimmer oder Küche arbeitet und eben nicht im Kinderzimmer, wo allerlei Ablenkungen dazu verlocken, die Arbeit mal kurz oder länger ruhen zu lassen, um sich „mal eben“ der Smartphone-App, dem Kunststoffsteinchen-Baumwerk oder dem angelesenen Comic zu widmen!

Meist genügt es dabei, wenn Sie als Eltern einfach da sind! Schaffen Sie Gemütlichkeit, indem Sie Ihren Nachmittags-Kaffee trinken und dabei die Zeitung lesen, während das Kind an seinem Aufsatz feilt. Stricken Sie (Stricknadel-Klappern wirkt erfahrungsgemäß auf viele Kinder heimelig-vertraut) oder falten Sie die frisch gewaschene Wäsche, während Sohn oder Tochter herausfindet, wofür das x ist der mathematischen Gleichung steht. Irgendeine angenehme bis sinnvolle Tätigkeit, die Ruhe verströmt, lässt sich bestimmt Tag für Tag finden.

Ungünstig hingegen und nicht empfehlenswert: Alles, das die Aufmerksamkeit des Kinds magisch auf sich lenkt, das Unruhe verbreitet oder ablenkt. Sprich: Mit dem Smartphone surfen, telefonieren, fernsehen, Radio hören oder dem Geschwisterkind Vokabeln abhören, ist diesem Zweck nicht dienlich!

2 Stehen Sie für Rat und Tat bereit
Es ist wohl der „Klassiker“ unter den Aufgaben, die Eltern regelmäßig übernehmen dürfen: Gelerntes abfragen.
Seien es die Vokabeln oder das Gedicht: Muss das Kind das Gepaukte unter Beweis stellen, kann es seine Lernerfolge viel besser überprüfen, als wenn es selbst eine Seite des Vokabelhefts mit einem weißen Blatt abdeckt oder beim Aufsagen des Gedichts doch immer wieder ins Buch „spinksen“ kann, um seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Weitere positive Nebeneffekte: Zu zweit macht es (ein wenig) mehr Spaß, die Zeit vergeht schneller und die Motivation lässt weniger schnell nach, wenn einen jemand am Ball hält.

Hapert es bei der Lösung einer Matheaufgabe oder Physikaufgabe, mag sich manch eine Mama oder ein Papa herausgefordert fühlen, altes Wissen aus den Tiefen der Erinnerung auszugraben und Sohn oder Tochter mit einem wertvollen Beitrag auf dem Weg zum Ergebnis zu beeindrucken. Gelingt dies nicht – Nobody is perfect! – vermag dies wenigstens für gute Laune beim Nachwuchs zu sorgen und für die beruhigende Erkenntnis: Selbst Mamas und Papas können eben nicht alles! Führt das gemeinsame Knobeln hingegen zum Erfolg: Umso besser! Und man darf ein schönes Gemeinschafts-Erfolgserlebnis genießen, das Eltern und Kinder wieder ein wenig mehr zusammen geschweißt hat!

3 Bleiben Sie stets Ansprechpartner
Auch wenn man seinem Kind gerne mit Rat und Tat zur Seite steht: Irgendwann, früher oder später, wird der Tag kommen, an dem man als Eltern (nicht nur) mit seinem Latein am Ende ist. Umso wichtiger, wenn man inhaltlich nur noch wenig beitragen kann: Zeigen Sie dennoch Interesse an dem, was in der Schule Thema ist, bleiben Sie als Ansprechpartner in der Nähe bei den Hausaufgaben, wenn Ihrem Kind nach Gesellschaft ist, loben Sie seine Ausdauer, auch wenn am Ende kein zufriedenstellendes Ergebnis das Blatt Papier ziert. Und trösten Sie auch Ihr Kind noch, wenn es Ihnen vielleicht bereits über den Kopf gewachsen ist, wenn sein Referat nicht mit der gewünschten Zensur versehen wurde oder der Vokabeltest trotz aller Bemühungen mal ordentlich schief gegangen ist. Auch die schon so großen, vermeintlich coolen Jungs und Mädels, die in Sachen Schule gerne demonstrative Gelassenheit demonstrieren, brauchen hin und wieder ein wenig Aufmunterung als Balsam für die Seele…!

4 Schöne Aussichten?
Generell ist es sicherlich nicht empfehlenswert, für jede kleine, erledigte Aufgabe, die im Grunde Selbstverständlichkeit ist, eine Belohnung in Sinne von „ein Eis/ ein Schokoriegel/ ein Tütchen Sammel-Sticker“ in Aussicht zu stellen. Hausaufgaben und Lernen sind der „Job“ des Kindes, so wie Sie als Eltern auch tagtäglich wenig spaßige Dinge – beispielsweise im Haushalt – zu erledigen haben, für die es keine Belohnung und keinen Lohn gibt. Zeigen Sie Ihrem Kind statt dessen auf, dass es dennoch lohnenswert ist, bei den Hausaufgaben nicht zu trödeln und nicht alles auf die lange Bank zu schieben! Wer schneller fertig ist, hat einfach mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens! Sei es, entspannt im Buch weiter schmökern zu können, mit den Freunden Fußball auf dem Bolzplatz zu spielen oder einfach das schöne Gefühl genießen zu können, „Frei-Zeit“ zu haben!
Letzten Endes gilt schließlich: Die Hausaufgaben müssen so oder so erledigt werden, warum also nicht „kurz und schmerzlos“?

Übermorgen geht es weiter mit Idee 4 – 8!

Bildquelle: © bigstock.com/ Aletia

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