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„Das kann ich schon alleine!“ – Wenn Kinder ohne Mama und Papa einkaufen gehen möchten (Teil II)

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Vorgestern erschien der erste Teil unseres Zweiteilers zum Thema „Wenn Kinder alleine einkaufen gehen möchten“. Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür gekommen, wo versucht sich das Kind anfänglich idealerweise an dieser früher oder später im Leben unumgänglichen Aufgabe des Alltagsgeschehens? Und wie schreibt man als Eltern einen Einkaufszettel ohen Tücken und Stolperfallen? Darum ging es HIER bereits.

Heute geht es weiter mit wichtigen Regeln, die Kinder kennen und natürlich beherzigen sollten, wenn sie alleine ausschwärmen in Richtung Supermarkt oder Bäckerei, um die Belohnung erfolgreicher Einkaufstouren und aufmunternde Worte, wenn einmal alles nicht so rosig lief, wie das Kind es sich ausgemalt hatte…

4. Zwei einfache Regeln

Kinder sind unbedarft und denken sich oft nichts bei ihrem Handeln. Umso wichtiger, dass sie beispielsweise wissen: „Nichts wird in die (Jacken)Tasche gesteckt, bevor es nicht bezahlt ist!“ Damit das Kind beim Gang durch den Supermarkt immer eine freie Hand hat und eben nicht in die Verlegenheit kommt, etwas in die Taschen zu stecken, geben Sie Ihrem Kind für die wenigen einzukaufenden Teile idealerweise einen Korb mit (auch wenn das Kind meint, dass es diesen nicht braucht!), den es bequem tragen kann, in dem es seine Einkäufe im Blick hat und in dem es sie sicher nach Hause transportieren kann.

Das macht das Einkaufen einerseits sicherer, weil ein Marmeladenglas dann im schlimmsten Fall beim Stolpern im Korb zerbricht, aber nicht in den Händen des Kindes. Und es erhöht andererseits die Chancen, dass das Gekaufte heil nach Hause kommt, weil vor lauter doch vorhandener, kleiner Aufregung beim Warten an der Ampel kein Loch in die Mehltüte gepult wird…

Zweite wichtige Regel, die dem Kind mit auf den Weg gegeben werden sollte (wenn auch leichter gesagt als getan!): Niemals aus der Ruhe bringen lassen!“ Es ist immer genug Zeit an der Kasse, erst die Einkäufe in den Korb zu legen, diesen abzustellen und dann das Wechselgeld ordentlich ins Portemonnaie zu stecken und den Kassenbon in Empfang zu nehmen! Um ihm das Bezahlen so leicht wie möglich zu machen, geben Sie Ihrem Kind möglichst wenige Scheine und Münzen mit auf den Weg, damit es nicht lange suchen und abzählen muss. Stecken Sie das Geld in ein leicht zu öffnendes und zu schließendes Portemonnaie, aus dem nichts verloren gehen kann, und geben Sie ihm nicht unnötig nicht viel mehr Geld mit, als es wirklich benötigt. So kann es das Wechselgeld kontrollieren und im hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass die Geldbörse verloren geht, hält sich der Schaden in Grenzen.

5. Eine kleine Belohnung versüßt den „heldenhaften“ Einsatz!

Die meisten Kinder werden sehr stolz sein, wenn sie Mama oder Papa die Ausbeute ihrer Einkaufstour präsentieren.
Gibt es dann nicht nur die „Ehre“ einzuheimsen, sondern bereits vorher zudem auch eine kleine Belohnung, macht das Einkaufen gleich doppelt Spaß! Und obendrein übt es das Kopfrechnen, wenn am Kiosk das Restgeld für die zu kaufende Zeitung in eine gemischte Süßigkeitentüte investiert oder beim Bäcker für das Wechselgeld noch etwas aus der Auslage gewählt werden darf!

6. Übung macht den Meister!

Auch wenn es der ausdrückliche Wunsch des Kindes war, alleine einkaufen zu gehen. Wenn es sogar ein wenig quengeln und drängeln musste, bis ihm dieses erlaubt und ihm diese Verantwortung übertragen wurde: Loben Sie Ihr Kind und betonen Sie seinen wertvollen Beitrag zur Hausarbeit, wenn es mit den Einkäufen zurück ist!

Ist hingegen ein Missgeschick passiert, trösten Sie es und bauen Sie sein Selbstbewusstsein wieder auf. Beruhigen Sie Ihr Kind damit, dass immer mal etwas schief gehen kann (auch bei den Großen noch!), und dies im konkreten Fall bei der verhältnismäßig kleinen Geldsumme wahrlich kein Beinbruch war! Ist der Pfand-Bon verloren gegangen, das Wechselgeld verschwunden oder die besagte Mehltüte kaputt gegangen, geht die Welt davon nicht unter!

Ist Ihr Kind dennoch zerknirscht darüber, dass es sich seinen Wunsch, „perfekt“ und ganz alleine „wie die Großen“ Einkäufe zu tätigen, nicht erfüllen konnte, geben Sie ihm bald eine neue Chance, um das kleine Unglück wieder gut zu machen und so schnell in Vergessenheit geraten zu lassen!

Bildquelle: © bigstock.vom/Radist

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