Zwölf Ideen, wie Urlaubsfotos zu echten Hinguckern werden

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Der steht unmittelbar vor der Tür, die Vorfreude wächst, das Wichtigste ist gepackt?
Wie wunderbar! Urlaub ist die Zeit, in der man den Alltag einmal ausblenden kann, in der die Seele baumeln darf und es so viel Spannendes und Neues von dem zu entdecken gilt, was die Welt in all ihrer Vielfalt zu bieten hat.

So manche Erinnerung an schöne Erlebnisse nimmt man anschließend mit nach Hause.
Und dazu heute üblicherweise noch einen großen Schatz schöner , die häufig zunächst als „Rohdiamanten“ auf der Speicherkarte der Kamera schlummern.
Damit manche davon – mit oder ohne Nachbearbeitung – zu echte Juwelen werden, die einen lange an den Urlaub erinnern, an denen man Daheimgebliebene gerne teilhaben lässt, müssen sie in vielerlei Hinsicht überzeugen können.

Eine gute Kamera, die das Fotografieren zum Vergnügen macht, ist die eine Voraussetzung dafür.
Motivwahl, Abwechslungsreichtum, der Blick fürs Detail, eine Portion Raffinesse und das Gespür für den richtigen Augenblick, um auf den Auslöser zu drücken, tun das Übrige.

Hier ein kunterbunter Mix unserer 12 Tipps für gelungene Urlaubsfotos

1 Eine neue Kamera?
Eine hochwertige Kamera ist eine wunderbare Sache! Heute jedoch auch eine, die so viele Optionen bietet, dass man sie schon sehr häufig zur Hand nehmen muss, um bei Bedarf alle Einstellmöglichkeiten kennen, auf Anhieb finden und nutzen zu können.
Verlieren Sie im Urlaub keine Zeit mit Suchen und Experimentieren an der Kamera!
Machen Sie sich bereits vor Beginn der Reise mit nützlichen Funktionen vertraut, selbst wenn in bekannter Umgebung die Suche nach spannenden Motiven schwerer fällt als am Urlaubsort.

Viele Hersteller bieten online die Bedienungsanleitung zum jeweiligen Modell als PDF-Datei an. Haben Sie diese auf Ihrem Smartphone gespeichert dabei, ist das – häufig umfangreiche – Nachschlagewerk selbst dann immer zur Hand, wenn Sie im Urlaub auf mobiles Internet gut und gerne verzichten können!

2 Ein interessanter Mix
Sehenswürdigkeiten müssen unbedingt im Bilde festgehalten werden? Die Familie in jedem Fall!
„Nur-Gebäude“ und „Nur-Menschen“-Fotos sind schön, aber manchmal auch nicht so richtig spannend, vor allem für die Mitmenschen, die auf der Reise nicht dabei waren, aber später in den Genuss der Bilder kommen.

Setzen Sie Ihre Liebsten vor Landschaften und Sehenswürdigkeiten in Szene, so wird das Foto lebendiger.
Fotografieren Sie umgekehrt Personen so, dass es auch im Hintergrund etwas Spannendes zu entdecken gibt.

Dabei sollten jedoch die Größenverhältnisse stimmen, damit keine Suchbilder entstehen, bei denen es entweder heißt „Wo in diesem Bild hat sich denn das Kind versteckt?“, oder umgekehrt die schöne Kathedrale zu neunzig Prozent hinter der versammelten Familien verschwindet.

3 Aus dem Bauch heraus
Denken Sie nicht lange nach, ob ein Foto später „sinnvoll“ ist oder nicht, bevor Sie den Auslöser betätigen!
Ein Schnappschuss muss nicht abgezogen werden, kostet also später nichts außer höchstens etwas Platz auf der Festplatte.

Fotografieren Sie nach Herzenslust, lassen Sie auch die Kinder ihre persönlichen Urlaubshighlights festhalten.
Oft sind die Fotos kleiner Funde am Wegesrand oder im Strandgut spannender und origineller als so manch eine „Standard-Urlaubsansicht“.
Häufig berühren solche Zufallsbilder mehr das Herz und erzählen mehr über den Urlaub als Fotos, die man so oder ähnlich auch als Postkarten kaufen oder im Hochglanz-Bildband bewundern könnte!

4 Der großzügige Bildausschnitt
Wählen Sie bei Kameras mit großer Auflösung lieber einen zu großen als einen zu kleinen Bildausschnitt.
Zuschneiden kann man später immer noch, „abgeschnittene“ Füße oder Hände im Nachhinein wieder „dran kleben“ hingegen kaum.

Auch wenn so bei hoher Auflösung große Dateimengen zusammen kommen: Mehrere Speicherkarten nehmen keinen Platz in der Kameratasche weg und tragen kein nennenswertes Gewicht bei, also lieber auf große Dateien setzen und hinterher nach Belieben zuschneiden
Dies ist besonders wichtig, wenn die Kamera beispielsweise im Verhältnis 4:3 fotografiert, die Bilder aber später im Format 3:2 abgezogen werden sollen.
Wer dann „punktgenau“ fotografiert hat, wird später irgendetwas wegschneiden müssen, was vielleicht hätte auf dem Bild drauf bleiben sollen!

5 Hoch? Oder quer? Oder extra breit?
Bevor man lange überlegt, ob für dieses oder jenes Motiv nun das Hoch- oder Querformat vorteilhafter wirkt, drückt man einfach in jeder Variante einmal auf den Auslöser und entscheidet später.

Mit ruhiger Hand lässt sich gar ein Panorama einfangen, wo dies die Kamera per se nicht ermöglicht: Stück für Stück die Landschaft von einer Seite zur anderen fotografieren.
Die Bildbearbeitung daheim ermöglicht es dann später, aus den Einzelaufnahmen ein breites Bild zu „zaubern“ oder abgezogene Fotos werden einfach passend zugeschnitten nebeneinander ins Album geklebt.

6 Die Finessen der Bildbearbeitung nutzen
Wenn Kinder im gut besuchten Meer oder am belebten Strand toben, ist es praktisch unvermeidlich, dass sich irgendwo im Bildhintergrund Mitmenschen oder Gegenstände tummeln, die man eigentlich nicht mit auf dem Foto haben möchte.
Gerade bei recht homogenen Landschaften wie Meer und Strand ist es in der Regel sehr einfach, diese nachträglich mittels Bildbearbeitungsprogramm und ein wenig Übung „unsichtbar“ werden zu lassen, ohne dass dies später mit bloßem Auge zu erkennen wäre.

7 Fortsetzungsgeschichten
Serien von Fotos erzählen Geschichten, wirken gemeinsam betrachtet sehr lebhaft, lassen Gesichtsausdrücke, die man auf einem Einzelbild nicht gerade als vorteilhaft erachten würde, plötzlich als Teil eines Ganzen sehr charmant wirken.
Fangen Sie schöne Erlebnisse daher nicht in einem Bild ein, sondern gleich in mehreren, die in kurzen Abständen entstehen.

8 Nutzen Sie „Nischenzeiten“
Wer besondere Attraktionen ins Visier nehmen möchte, ist gut beraten, dies vielleicht nicht unbedingt an einem Nachmittag vom Samstag oder Sonntag zu tun, wenn voraussichtlich Hochbetrieb herrscht.
Natürlich wird ein Touristenmagnet auch am Montag- oder Dienstagmorgen gut besucht sein, aber vielleicht eben um so viel weniger, dass entspanntes Fotografieren einfacher wird.

9 Im Sonnenschein
Wer in den Süden fährt, wünscht sich häufig vor allem eines: Sonne satt!
Wenn die Sonne jedoch praktisch immer und überall scheint, gelingen gute Fotos mitunter gar nicht so einfach.
Gegenlichtaufnahmen können Bilder mit speziellen Effekten erzeugen, eignen sich aber nur bedingt für Schnappschüsse von Personen.
Stehen die Fotografierten wiederum zur Sonne gerichtet, sind Blinzelfältchen, angestrengte Gesichter und kleine Augen die Folge. Die Mittagssonne von oben zaubert wiederum häufig ungewollte Schatten unter die Nase und die Augen.
Experimentieren Sie mit Perspektiven und Kameraeinstellungen und nutzen Sie morgens und abends das weiche, rötliche Licht der Sonne für besonders gelungene Fotos.

10 Das Wesentliche einfangen
Kennen Sie das auch? In natura ist die Landschaft so zauberhaft! Will man diese für jemanden im Bild festhalten, wirkt sie plötzlich langweilig, gewöhnlich, völlig unspektakulär?
Anstatt schnell zu knipsen, überlegen Sie, wie der Zauber besonders zur Geltung kommen könnte. Eine andere Perspektive zu wählen (sitzend, liegend, gebückt statt aufrecht stehend) kann eine Möglichkeit dafür sein, das Warten auf eine andere Tageszeit, andere Licht- und Wetterverhältnisse kann sich lohnen.

11 Doppelt hält besser
Ebenso kann es hilfreich sein, ruhig öfter dasselbe zu fotografieren.
Nicht denken „Hab ich schon eingefangen“.
Wie bereits erwähnt: Je nach Uhrzeit, Wetter, Standpunkt etc. werden von derselben Landschaft oder demselben Gebäude garantiert immer wieder neue, andere Bilder entstehen, aus denen man später dann immer noch seine(n) Favoriten aussuchen kann.

12 Alle Wetter!
An Regentagen ist die Fotografierlust vielleicht gering?
Die Kamera könnte nass werden. Man selbst möchte bei Regen lieber im Trockenen bleiben als unterwegs in Taschen und Rucksäcken zu kramen.
Und überhaupt: Daheimgebliebene sollen den Eindruck eines Traumurlaubs vermittelt bekommen und nicht den grauen Himmel zu sehen bekommen, den man ohnehin oft genug zu Hause erleben muss!

Wagen Sie es trotzdem und zücken Sie die Kamera auch an Schlechtwettertagen!
Werden Tage, an denen die Sonne nicht scheint, vom Fotografieren ausgenommen, fehlen Sie später.
Es entstehen Lücken in der hauseigenen Urlaubsdokumentation und auch in persönlichen Erinnerungen, denn natürlich wird es auch an Regentagen tolle Erlebnisse gegeben haben, an denen man sich beim Anschauen der Bilder gerne erinnern wird!

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