„Ich esse mein Obst und Gemüse nicht…!“

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Obst und Gemüse spielen bei der gesunden Ernährung eine große Rolle, da sie viele Vitamine enthalten.
Theoretisch ist dies bekannt, in der Praxis finden die gesunden Lebensmittel aber nicht immer den gewünschten Anklang bei Kindern.

Im Babyalter ist es einfach, den Bedarf an vitaminreicher Kost zu decken.
Ob selbst zubereitet oder als fertiger Brei aus dem Gläschen: Babykost enthält reichlich Obst und Gemüse, das allerdings wenig Ähnlichkeit mit seiner ursprünglichen Form und oft auch mit seinem eigentlichen Geschmack hat.

Wird das Kind größer und die Nahrung fester, entwickeln sich schnell Vorlieben und Abneigungen.

„Iiih, das ess’ ich nicht!“

Kinder haben viele Gründe, warum sie angebotenes Obst und Gemüse ablehnen: es schmeckt ihnen zu bitter, ist zu hart oder zu weich, zu faserig, die Schale stört, die Kerne sind ekelig, es sieht nicht schön aus… .

Es lohnt sich im Einzelnen herauszufinden, ob es der Geschmack oder die Konsistenz ist, die das Kind stört.

Ist es der Geschmack, kann Gemüse je nach Vorliebe des Kindes würziger oder milder zubereitet werden. Salat findet vielleicht mit einem süßlichen oder auch säuerlichen Dressing Anklang beim Nachwuchs.

Stört die Konsistenz, lässt sich diese einfach verändern. Gemüse lässt sich auf viele unterschiedliche Arten zubereiten. Mag das Kind keine gedünstete Paprika, schmeckt sie ihm vielleicht gegrillt oder mit Käse überbacken. Möhren bevorzugt es eventuell roh statt weich gekocht.

Rohkost ist eine Variante, die bei den meisten Kindern erfahrungsgemäß gut ankommt. Kleingeschnittene Gurken, Paprikaschoten, Möhren, Kohlrabi und Tomaten schmecken frisch und knackig und sind durch ihre Farbenvielfalt auch ein Genuss fürs Auge.
Leicht zu transportieren sind sie eine gute Ergänzung zum Pausenbrot in Schule oder Kindergarten.

Obst schmeckt süßer als rohes Gemüse und ist daher bei Kindern beliebt, bevorzugt dann, wenn es mundgerecht angeboten wird. Bereiten Sie das Obst so auf einem Teller vor, dass das Kind nur noch zugreifen muss, wird es das sicher gerne tun!

„Ich mag aber keine Zwiebeln!“

Mag das Kind eine Gemüsesorte partout nicht, wird es wenig Sinn haben, sie als lustiges Gesicht anzurichten oder sie klein geschnitten in der Soße zu „verstecken“. Kindern bleibt so etwas nicht verborgen und sie werden es übel nehmen, wenn man ihnen etwas unterjubeln möchte, das sie bekanntermaßen nicht mögen!

Jedes Kind hat „seine“ Obst- und Gemüsesorten. Es gibt nicht eine Sorte, die es unbedingt zum gesunden Gedeihen braucht! Apfelsinen sind im Winter zwar gute Vitamin C-Lieferanten, Kiwis, Paprika und Tomaten aber auch!

Wie immer gilt: Mit gutem Beispiel voran!

Nur wo Obst und Gemüse immer vorrätig und präsent sind und auch Eltern es mit Genuss zubereiten und verzehren, wird der Nachwuchs auf den Geschmack kommen.
Je präsenter, desto besser! Eine große Obstschale mit Äpfeln, Birnen, Bananen und saisonalem Obst auf dem Tisch lädt das Kind zwischendurch zum Zugreifen ein.

Wenn sich die Möglichkeit dazu bietet, gehen Sie zusammen mit Ihrem Kind auf den Markt oder in den Supermarkt und lassen Sie es beim Einkauf mitentscheiden. Bei der großen Auswahl an heimischen und exotischen Obst- und Gemüsesorten findet es bestimmt schnell seinen vitaminreichen Favoriten!

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1 Kommentare

  1. Immer wenn jemand mich fragt, warum ich so groß bin, antworte ich dasselbe: weil ich als Kind alle Gemüse und Obst, die meine Mutter mir gegeben hat, gegessen habe… ach! auch die frische Milch ausgetrunken! =)
    Heute weißt man viel zu viel, wie gut das und das ist, aber früher war viel nur Vermutung und ich finde sehr gut, dass Posten wie diese für alle erreichbar sind.
    Alle Tipps sind doch gut, interessant und nützlich und sicher werden diejenigen hilfen, die den Artikel lesen.. Besonders die Eltern sind!
    ein sehr interessanter Blog!

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