Auf guten Sohlen hinaus in die Welt – die ersten Schuhe fürs Baby

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Die ersten Schuhe sind einfach etwas ganz Besonderes und werden zu Recht von vielen Eltern als Erinnerungsstücke in Ehren gehalten.

Wenn das Baby seine ersten Schritte wagt, ist allerdings noch keine Eile mit dem Schuhkauf geboten!

Kinderfüße wachsen sehr schnell. Von daher sind die ersten Schühchen erst dann sinnvoll und notwendig, wenn das Kind sicher draußen läuft. Für die ersten Gehversuche im Haus genügen Stoppersocken oder weiche Babyschuhe aus Leder. Auch später ist es für Baby- und Kleinkinderfüße am gesündesten, barfuss oder in rutschfesten Socken zu laufen.

Der erste Schuhkauf wirft bei den Eltern viele Fragen auf: Welche Größe braucht mein Kind? Muss es ein teurer Markenschuh sein? Worauf ist sonst besonders zu achten?
Eine gute Beratung im Fachgeschäft wird dabei helfen, dass das Baby „seine“ passenden Schuhe bekommt.

Wie bei Erwachsenen nehmen auch Kinderfüße im Laufe des Tages an Größe zu. Der Gang ins Schuhgeschäft sollte daher am Nachmittag oder frühen Abend erfolgen.

Zunächst wird dort die Größe beider Füße gemessen, denn nicht bei allen Kindern sind beide Füße gleich groß! Auf einem Fußmessgerät wird gleichzeitig bestimmt, ob das Kind schmale, mittlere oder breite Füße hat.
Die ermittelte Schuhgröße stellt dabei lediglich einen Anhaltspunkt dar. Tatsächlich fallen Schuhe von Marke zu Marke verschieden groß aus, so dass der letztlich passende Schuh durchaus größer oder kleiner ausgezeichnet sein kann.

Herausnehmbare Innensohlen der Schuhe leisten gute Dienste. Die Innensohle darf minimal 12, maximal 17 mm länger sein als der Fuß des Kindes (gemessen wird der Fuß immer mit Socke!).

Ist die Innensohle nicht herausnehmbar, kann man den umgekehrten Weg einschlagen: der Kinderfuß wird möglichst exakt auf ein Stück festen Karton übertragen, 12 mm werden dazu gezeichnet und das ganze ausgeschnitten. Passt diese Schablone optimal in den Schuh, ist die gewählte Größe richtig.

In jedem Fall muss der Schuh von seinem künftigen Träger anprobiert werden, trotz richtiger Länge und Breite kann es sein, dass der Schuh zu eng oder zu weit ist.

Bei der Wahl des Modells sollte nie allein die Optik entscheiden.
Ein Kriterium für einen guten Kinderschuh ist, dass die Sohle rutschfest, sehr biegsam und der Schuh in sich drehbar ist. Dadurch ist gewährleistet, dass der Schuh sich beim Gehen dem Kinderfuß optimal anpasst. Ein hochgezogener, weich gepolsterter Knöchelbereich sorgt für guten Halt beim Laufen.

Damit es draußen keine nassen Füße gibt und die Schuhe lange ansehnlich bleiben, bietet der Schuhhandel viele Modelle mit strapazierfähigem Obermaterial an, das Schmutz abweisend, leicht zu reinigen und gut imprägnierbar ist.

Gute Kinderschuhe sind nicht billig und da Kinderfüße sehr schnell wachsen – spätestens alle zwei Monate sollte überprüft werden, ob der Schuh dem Fuß noch genügend Spielraum lässt – müssen sie oft nach kurzer Zeit durch die nächste Größe ersetzt werden.

Darüber, ob „geerbte“ Schuhe beispielsweise von älteren Geschwistern weiter getragen dürfen, gehen die Meinungen auseinander.
Wenn der Schuh nicht lange getragen wurde, die Größe in Länge, Breite und Weite stimmt, die Sohlen nicht einseitig abgelaufen sind und das Fußbett durch den Vorbesitzer nicht verformt und abgenutzt ist, spricht im Grunde nichts gegen getragene Schuhe. Natürlich ist darauf zu achten, dass sie nirgends drücken oder scheuern und nicht zuletzt – bei größeren Kindern – dem Träger oder der Trägerin gefallen.

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