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Auf ins Beet! Diese Gartentätigkeiten sind ein Kinderspiel

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Dieses ist zu schwierig, jenes zu gefährlich?
Und manches macht einfach keinen Spaß?

Wenn Kinder in jungen Jahren – im Kindergarten- oder frühen Grundschulalter – bei der Gartenarbeit helfen wollen, scheint das Spektrum der für sie möglichen Tätigkeiten auf den ersten Blick arg begrenzt zu sein.

Alles, was mit der großen Gartenschere zu erledigen gilt, fällt – natürlich – ebenso raus wie der Umgang mit gefährlichen Stoffen.
Elektrische Gartenhelfer wie Rasenmäher oder Heckenschere gehören nun wahrlich nicht in Kinderhände. Und die geliebten Rosen möchte man den Nachwuchs auch nicht unbedingt in Form schneiden lassen… ?

Keine Sorge! Es wird sich genug finden lassen, was Kinder gut und vor allem gerne erledigen können und werden!
Voraussetzung dafür: Machen Sie sich als Eltern drauf gefasst, dass

  1. auch mal etwas daneben geht.

Aber ist es wirklich ein Beinbruch, wenn ein Ästchen abknickt, Blumenerde auf die Terrasse fällt oder der Garten der Nachbarn (fast) mehr Wasser abbekommt als der eigene?

  1. alles etwas länger dauert.

Planen Sie Gartenarbeit mit Kindern nicht „zwischen Tür und Angel“ ein!
Gestresste Eltern, gehetzte Kinder – das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für gutes und entspanntes Gelingen der geplanten Tätigkeiten!
Bei der Gartenarbeit mit Kindern geht es doch vor allem um den Spaß an der Freude und darum, viel in der Natur zu entdecken und zu lernen.
Perfektion, Schnelligkeit und Effizienz sollten weit dahinter rangieren.

  1. Sie viele, viele (Rück)Fragen zu hören bekommen.

Natur ist eben Natur! Keine Pflanze ist wie die andere, kein Zweig wie der andere, keine Blüte wie die andere – und alles ist stetig im wunderbaren Wandel!
Das wirft naturgemäß viele Fragen bei neugierigen Nachwuchsgärtnern auf, die gerne alles ganz genau wissen.
Wie schnell wächst diese Pflanze?“, „Wie heißt der Käfer da?“, „Wann werden Kirschen rot?“, „Wieso/Warum/Weshalb…?“
Betrachten Sie hingegen Gartenarbeit als Ihren persönlichen Ruhepol nach einem langen Tag und verspüren dabei ganz ehrlich wenig Lust auf Konversation, geben Sie das Zepter besser aus der Hand.
Vielleicht haben die Großeltern Lust und Gelegenheit, statt Ihrer im Garten mit den Kindern zu werkeln?

  1. Ihr Werkzeug zu groß für kleine Kinderhände ist.

Wenn Sie einen Garten haben und in diesem nicht nur relaxt, sondern auch gern gearbeitet wird, machen Sie Ihrem Kind die Freude und tun Sie sich den Gefallen, Wesentliches (Gartenhandschuhe, Schaufel, Harke, Schubkarre etc.) in hochwertiger Ausführung im altersgerechten XS-Format anzuschaffen.
Denn für die Kleinen gilt wie auch für die Großen: Nur mit gutem Werkzeug gelingt die Arbeit mit echtem Vergnügen an der Sache!

Auf ins Beet oder Wasser Marsch? Da packen Kinder gerne mit an!

Nach langer Vorrede hier nun endlich eine Liste von Dingen, die Eltern und Kindern wunderbar zusammen im Garten erledigen können:

Umtopfen!
Lassen Sie Ihr Kind mit seiner Schaufel Töpfe leeren, die alte Erde mit seiner Minischubkarre abtransportieren und neue Erde vom Sack in den Topf schaufeln.

Aus groß mach klein!
Schneiden Sie Ihre Sträucher zurück, können feine, dünne Ästchen von Kindern mit der Bastelschere weiter zerkleinert werden.
Mit schnittfesten Handschuhen und genügend Kraft in den Händen können sich sehr umsichtige und geübte Kinder (natürlich immer unter Aufsicht!) danach vielleicht auch mit der „echten“ Gartenschere an dickeren Stöckchen versuchen?

Gießen!
Da wird sich kein Kind zweimal bitten lassen! Ob es zarte Pflänzchen mit der Minigießkanne zu wässern gilt oder es gleich „Wasser Marsch!“ mit dem Gartenschlauch heißt: Außer, dass Wasser sein Ziel verfehlt und das Kind anschließend von oben bis unten pitschnass ist, kann nicht viel passieren. Und an heißen Tagen ist dies doch eindeutig mehr Wohltat als Ärgernis!

Kehren und Schrubben
Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne. Und auch Gartenarbeit hinterlässt ihre Spuren auf Wegen und Terrassen. Mit dem großen Besen können schon die Kleinen ans Werk gehen und Aufräumarbeiten erledigen.
Ist dieser noch allzu schwer und unhandlich, bietet sich hier wiederum ein Modell speziell für Kinder an.
Noch mehr Spaß macht das Ganze natürlich, wenn Wasser ins Spiel kommt! Mit einem Wasserbesen, der an den Gartenschlauch angeschlossen wird, werden Wege, Terrassen, das Gartenhaus oder das Garagentor mit sehr viel „Juchhe!“ sauber geschrubbt werden!

Pflanzen und Säen!
Für viele Kinder ist DAS sicherlich der Inbegriff von Gartenarbeit: Neues in die Erde zu bringen.
Ob Zwiebel, Staude, Gemüsepflanze oder Saatgut: Unter Aufsicht für frisches Grün in Beeten zu sorgen, ist wahrlich ein Kinderspiel.

Beobachten und dokumentieren!
Welch ein Erfolgserlebnis, wenn das, was liebevoll mit eigenen Händen gepflanzt wurde, wächst und gedeiht!
Säen Sie Bohnen oder anderes Schnellwachsende und stecken Sie dazu einen Holzstab in die Erde. So kann Ihr Kind jeden Tag mit einem wasserfesten Stift den Zuwachs markieren und sehen, wie viele Zentimeter dieser beträgt.
Ein spannendes Experiment nicht nur für die Kleinsten!

Verschönern!
Wenn Ihr Kind eigene Ideen zur Gartengestaltung hat, lassen Sie es diese umsetzen. Lassen Sie es vorhandene Steine oder Garten-Deko neu arrangieren, lassen Sie es mitentscheiden, wo Neuanschaffungen Ihren Platz finden, und lassen Sie sich von kindlicher Fantasie inspirieren.
Auch draußen-taugliche Bastelstücke aus Kindergarten und Schule sollten selbstredend ihr Plätzchen im Garten finden dürfen.

Ernten!
Ob eine Johannisbeere reif ist, erkennen schon die Kleinsten. Und auch bei anderen Obst- und Gemüsesorten werden sie ganz sicher schnell und gerne dazulernen.

Zur Sicherheit und für entspannte Zusammenarbeit: Wichtige Regeln, die Beachtung finden sollten

Drinnen wie draußen hat man stets das Wohl und die Sicherheit seines Kindes im Blick.
Damit diese gewährleistet sind, helfen klar formulierte Regeln, damit das Kind sich nicht doch in Gefahr begibt zwischen Beeten und Gartenhäuschen.
Doch nicht nur Kinder, sondern auch Eltern sollten Vereinbarungen für das produktive Miteinander unter freiem Himmel einhalten, damit alle nicht nur Spaß haben, sondern vor allem der Nachwuchs auf vielfältige Art und Weise von der wundervollen Tätigkeit Gartenarbeit profitieren kann.
Welche Regeln das sein können?
Das gab es vorgestern HIER zu lesen.

Noch mehr Inspiration zum Thema Gartenarbeit gesucht?

An dieser Stelle verweisen wir gerne noch einmal auf unsere Artikelserie „Mit Kindern rund ums Gartenjahr“. Und passend zum Sommer gibt es als Links

Bildnachweis: ©Alois G. Auinger/Pixabay.de
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