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Bei der Suche nach einem Kindergartenplatz stehen Eltern häufig vor vielen offenen Fragen

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Ist das Kind gerade geboren, macht man sich über seinen späteren Kindergartenplatz womöglich noch keine Gedanken. Irgendwann im Laufe der nächsten Monate oder Jahre kommt die Frage aber garantiert auf. Wann soll das eigene Kind in die Kita? Ganz „klassisch“ rund um seinen dritten Geburtstag? Früher, deutlich früher – oder gar nicht? Es ist keine leichte Entscheidung, die Eltern da zu fällen haben. Schließlich gibt es in dieser Frage kein „richtig“ oder „falsch“. Es gibt kein „gut“ oder „schlecht“. Und Erfahrungen anderer Eltern helfen in diesem Punkt auch nur bedingt bis gar nicht weiter.

Stattdessen sind es häufig die persönlichen Umstände, die diese Entscheidung maßgeblich mitbeeinflussen dürften. Stichworte: Job und Geld. Dazu gibt es vielleicht auch Stimmen, die einem sagen wollen, was das Beste für Eltern und Kind ist. Womöglich die eine Oma, die es richtig findet, dass die junge Mama sich schnell wieder der Karriere widmet? Vielleicht eine andere, die es herzlos findet, so ein kleines Wesen in fremde Hände zu geben? Und über allem schwebt dabei gerne ein Bauchgefühl, das alle sachlichen Argumente wieder „aufweicht“. Sobald man glaubt, die richtige Entscheidung für sich getroffen zu haben, legt es womöglich sein Veto ein.

So unterschiedlich wie Familien selbst: Die wichtigsten Kriterien bei der Kita-Wahl

Über das Für und Wider, Kinder früher oder später außerhäuslich betreuen zu lassen, wurde und wird viel geschrieben, geredet, diskutiert. Und letzten Endes ist es eben doch allein Sache der Eltern, das Optimum für sich zu finden. Daher beschränken wir uns heute auf einen anderen Aspekt des Kindereinstiegs. Auf die Kriterien nämlich, die Eltern bei der Kita-Wahl unter die Lupe nehmen sollten. Vor allem, wenn mehrere potentielle Einrichtungen zur Auswahl stehen.

Ganz unverbindlich: Der erste Eindruck

Manch ein bietet interessierten Eltern einen Tag der Offenen Tür an. In manchen Einrichtungen gibt es alljährlich ein offenes Sommerfest oder es finden Flohmärkte oder Weihnachtsbasare statt. Perfekt, denn so kann man einfach mal gucken, einen ersten Eindruck gewinnen. Erzieherinnen und pädagogische Konzepte kennenlernen, das kann man später bei Interesse ja immer noch. Und wenn die Kita gerade nicht einlädt? Dann kann man beim Spaziergehen mit dem eigenen Kind vielleicht einfach mal am Kindergartenzaun stehen bleiben. Der Nachwuchs beobachtet sicherlich begeistert, wie die anderen Kinder dort spielen. Und Eltern können die Stimmung einfangen und beispielsweise erfahren, ob die Kinder bei jedem Wetter draußen toben.

Die Frage nach Konzept und Träger

Vielerorts gibt es neben städtischen und kirchlichen Kindertagesstätten auch private Elterninitiativen. Einrichtungen können dazu unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen folgen. Beispiele dafür sind Natur-, Waldorf- oder Montessori-Kindergarten. Eltern sollten ihre Kinder dabei stets überzeugt vom jeweiligen Konzept in einen Kindergarten geben. Und sich entsprechend im Vorfeld detailliert mit diesem vertraut machen. Dabei wird sich auch klären, wer der jeweilige Träger der Einrichtung ist und welche Betreuungskosten auf die Eltern monatlich zukommen. Und, welche mehr oder weniger regelmäßige Mitarbeit von diesen die Einrichtung erwünscht oder erwartet.

Das persönliche Kennenlernen

Ob am Telefon oder vor Ort. Das Bauchgefühl sollte ein gutes sein, wenn man mit der Einrichtung das erste Mal aktiv in Kontakt tritt. Herrscht ein herzliches Klima, fühlt man sich willkommen, strahlt die Atmosphäre Geborgenheit aus? Der erste Eindruck muss natürlich stimmen. Schließlich wird das eigene Kind dort einen großen Teil seines Vorschulalters verbringen.

Bei einem Gespräch kann man sich nicht nur gegenseitig kennenlernen. Eltern können gleichsam viele Fragen ansprechen. Zum Beispiel folgende:

  • Zu welchen Zeiten sind die Kinder betreut?

Wie sind die täglichen Öffnungszeiten? Wie lange schließt die Kita in den Ferien? Und gibt es dann eine verlässliche Alternative für berufstätige Eltern? Sind Betreuungszeiten bei Bedarf kurz- oder längerfristig anzupassen? 25 Stunden in der Woche das Kind außer Haus betreuen zu lassen, das mag schließlich erst mal viel klingen. Im Berufsalltag kann es aber deutlich zu wenig sein.

  • Ist der Kindergarten gut zu erreichen?

Wohnortnähe ist immer ein Pluspunkt. So stehen die Chancen gut, dass das Kind dort Freunde findet, mit denen es sich auch nachmittags verabreden kann. Bringen und Abholen kann idealerweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad geschehen. Vielleicht kann man sich sogar mit anderen Eltern aus der Nachbarschaft abwechseln. Und schließlich wird das Kind wahrscheinlich nach einigen Jahren zusammen mit vielen bekannten Gesichtern in eine Grundschulklasse wechseln.

  • Wie gut stehen die Chancen, zum Wunschtermin einen Kitaplatz zu bekommen?

Rufen Sie besser zu früh als zu spät bei Ihrer Wunscheinrichtung an und stellen Sie diese Frage! Das kann durchaus ein bis zwei Jahre vor gewünschtem Kitastart sein! Haben Sie dabei folgende Fragen im Hinterkopf: Ab welchem Alter nimmt die Kita Kinder auf? Wie viele Plätze gibt es für welche Altersgruppe? Nach welchen Kriterien vergibt die Kita die Plätze? Und wann ist der frühest mögliche Anmeldetermin?

Sind all diese Fragen zur persönlichen Zufriedenheit beantwortet? Dann können weitere Aspekte das Zünglein an der Waage sein, wenn schließlich mehrere Kitas zur Auswahl stehen. Natürlich mögen die folgenden Kriterien nicht für jeden von Belang sein. Vielleicht können sie manchem Elternpaar aber helfen, keine für sie wichtige Frage beim Kennenlerngespräch zu vergessen:
  • Wie viele Kinder besuchen die Einrichtung in wie vielen Gruppen? Und wie viele Erzieherinnen betreuen die Kinder?
  • Wie gestalten sich Frühstück und Mittagessen? Bringen alle Kinder ihr Frühstück mit oder bereitet der Kindergarten etwas vor? Woher bezieht der Kindergarten warmes Essen? Können Eltern im Vorfeld Tag für Tag entscheiden, ob und was das Kind mittags auf seinen Teller bekommt? Und welche Kosten fallen monatlich zusätzlich für die Verpflegung an?
  • Wie sieht der Tagesablauf aus? Gibt es feste Rituale? Gehen die Kinder bei jedem Wetter raus? Gibt es Turnstunden? Halten jüngere Kinder Mittagsschlaf? Stehen regelmäßige oder besondere Ausflüge auf dem Programm? Welche möglichen „Highlights“, Aktivitäten und Exkursionen erwarten die Vorschulkinder?
  • Bleiben die Kinder in aller Regel in ihren Gruppen oder sind diese „offen“? Betreut man Geschwister üblicherweise in einer Gruppe oder in getrennten? Und haben Eltern darauf Einfluss?
  • Gibt es besondere Angebote wie beispielsweise musikalische Frühförderung, an denen Kinder (optional) teilnehmen können? Welche Extrakosten fallen dafür gegebenenfalls an?
  • Welche Möglichkeit haben Eltern, sich in den Kindergartenalltag und die Kindergartenarbeit einzubringen? Stichworte: Förderverein, Elternbeirat, aktives Planen und Mitanfassen bei Aktionen, Festen, Gartengestaltung und mehr.

Wir wünschen allen Eltern, dass sie ihre Wunscheinrichtung finden! Eine, in der sich Kinder und deren Familien jahrelang glücklich und gut aufgehoben fühlen! Und wenn noch eine wichtige Frage fehlt: Gerne mittels der Kommentarfunktion ergänzen!

Bildquelle: © bigstock.com/ Voy

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