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Kindergeburtstag im Kindergartenalter: Weniger ist mehr

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Kinder großzuziehen, das ist heutzutage sicherlich eine viel größere Herausforderung als früher. Und nein, das soll nicht andeuten, dass früher alles besser war. Aber sicherlich in vielerlei Hinsicht unkomplizierter und unbeschwerter. Da spielten Kinder beispielsweise einfach miteinander drinnen oder draußen. Ohne dass Eltern sich Gedanken um das Für und Wider von Smartphone-Nutzung und über Onlinezeiten machen mussten. Und Kindergeburtstage? Die waren vor nicht allzu langer Zeit auch noch viel „bodenständiger“. Und auch ohne großartiges „Eventprogramm“ mit viel Schnick und Schnack gingen anschließend alle kleinen Gäste strahlend nach Hause.

Gut, es mag viele Gründe geben, den Geburtstag schon in jungen Jahren des Kindes außerhäuslich zu feiern. Das kann einerseits echte Herzenswünsche wahr werden lassen. Das kann andererseits einfach der mangelnde Platz zu Hause bedingen. Generell braucht es aber gerade für die Kleinsten wirklich nicht viel, um ihre Augen strahlen zu lassen! Aber einiges eben doch, damit es ein gelungenes Geburtstagsfest wird!

Hier unsere Ideen und Erfahrungen für einen „guten, alten“ Kindergartenalter- in den eigenen vier Wänden.

1.) Die Anzahl der kleinen Gäste

„Der muss kommen und die darf nicht fehlen…“ . Da ergibt sich bei manch einem Kind schnell eine lange Wunschliste bezüglich der Geburtstagsgäste. Dem sollten Eltern jedoch Einhalt gebieten. Denn viele Kinder bedeuten nicht nur ein hohes Maß an Aufsichtspflicht. Es ist einfach auch anstrengend, vielen kleinen Wirbelwinden gerecht werden zu wollen und alle unter einen Hut zu kriegen.

Die ungeschriebene Regel „So viele Gäste, wie das Kind Lebensjahre erreicht hat“ ist daher sicherlich nicht verkehrt. Drei Kinder zum dritten Geburtstag, vier zum vierten… . Das ergibt eine stets überschaubare Runde in einem Alter, in dem die Kleinen noch in jeder Minute Aufsicht bedürfen. Aber natürlich ist diese Regel nicht in Stein gemeißelt! Bevor Tränen fließen, kann man selbstredend auch ein, zwei Kinder mehr einladen. Oder auch weniger!

2.) Die Einladungskarte

Kindergartenkinder können in aller Regel noch nicht lesen. Über eine hübsche Karte freuen sie sich aber allemal! Wer mag, bastelt selbst. Ansonsten erfüllen gekaufte Karten zum Ausfüllen mit Datum, Uhrzeit, Adresse etc. voll und ganz ihren Zweck. Hauptsache, das Motiv stimmt auf die kleine Party ein und verbreitet Vorfreude und gute Laune!

3.) Die Vorbereitung des „Partyraums“

Üblicherweise finden Kindergeburtstage wohl im Wohnzimmer statt, wenn man nicht über den Luxus eines Partykellers oder ähnliches verfügt. Der Leitgedanke bei der Vorbereitung sollte dabei sein: Kinder brauchen Bewegung und viel Platz zum freien und angeleiteten Spielen! Ob alles aufgeräumt und geputzt ist, ist ihnen hingegen – gelinde gesagt – völlig wurscht.

Wichtig ist vielmehr: Alle Kinder brauchen zunächst einmal Platz an der freigeräumten Garderobe für ihre Schuhe und Jacke. Und dazu im „Festsaal“ einen vorab eingedeckten Sitzplatz am Esstisch. Praktisch dabei sind unterschiedlich farbige Kunststoffbecher, damit jedes Kind seinen wiedererkennt.

Bei Feiern draußen sollte ein Schutz gegen pralle Sonne oder einen kleinen Schauer nicht fehlen. Den Esstisch sollte man nach der Feier leicht von Schokokrümeln, Saftflecken und Co. befreien können. Empfindliche Oberflächen schützt man vor Kratzern. Sofabezüge, die man nicht so eben mal wäscht, deckt man optimalerweise mit einer Wolldecke ab. Und Zerbrechliches kommt natürlich außer Reichweite.

4.) Die Deko

Kinder lieben es bunt. Und ihre Augen werden leuchten, wenn sie in ein geschmücktes Wohnzimmer voller Luftschlagen und Luftballons kommen. Oder auf eine Terrasse mit farbenfrohen Lampions und Girlanden. Mehr noch: Das Schmücken am Vorabend der Feier zeigt dem Geburtstagskind, dass die Feier endlich bald los geht!

Weniger ist dagegen mehr in Sachen Tischdeko. Einige Kerzen auf dem Geburtstagskuchen, bunte Servietten, ein paar Luftschlangen – das genügt. Denn wie schnell fällt beim Kindergeburtstag mal ein Saftbecher um? Und das bedeutet dann nur Stress und Hektik, wenn es Dekostücke und Tischdecke vor sich ausbreitenden Lachen zu retten gilt.

5.) Die Spiele

Vielleicht möchte man als Eltern innovativ sein und den Kindern neue Spiele zur Unterhaltung bieten? Das ist lobenswert, aber ob es unbedingt von Erfolg gekrönt sein wird? Kindergartenkinder sind nämlich auch in diesem Punkt sehr genügsam. Und zudem erfahrungsgemäß kleine Gewohnheitstiere. Sie lieben Spiele, die alle kennen, bei denen sofort alle mitmachen können. Ohne vorher still sitzen und langen Erklärungen lauschen zu müssen.

Das einfachste Erfolgsrezept daher? Fragen Sie Ihr Kindergartenkind, was bei Kindergeburtstagen in Sachen Spielen gerade angesagt ist. Machen Sie sich dann gut mit den Regeln vertraut, damit es nicht zu Streit und Tränen kommt. Sorgen Sie im Vorfeld dafür, dass genug Platz ist und alles Spielmaterial bereit liegt. Und bereiten Sie besser zu viele als zu wenige Spiele vor! Denn nichts bringt einen als Eltern mehr in Verlegenheit als erwartungsvolle Kinderaugen, die fragen: „Und jetzt?“ – und man selbst steht ideenlos da!
Einige Spielanleitungen für beliebte Spiele haben wir am Ende dieses Artikels verlinkt.

6.) Das Essen

Man ahnt es sicherlich bereits. Auch hier sollte gelten: Je einfacher, desto besser. Nicht fehlen darf natürlich ein Geburtstagskuchen. Doch dieser braucht wahrlich kein außergewöhnliches Highlight zu sein! Kinder lieben Schokoladenkuchen, Schokoflockenkuchen, Zitronenkuchen, Marmorkuchen! Und dazu Apfelschorle. Ambitionen in Sachen Backen finden da sicherlich mehr Anerkennung, wenn Omas und Opas zum Geburtstagskaffee kommen. Kinder hingegen nehmen meist einen Muffin, einen Schokokuss – und wollen dann endlich aufstehen und spielen!

Ebenso ist das gemeinsame Abendessen zweifelsohne ein schöner Abschluss. Doch auch in dieses braucht man nicht allzu viel Mühe zu investieren. Erfahrungsgemäß sind kleine Kinder einerseits sowieso viel zu aufgeregt, um in Ruhe oder gar viel zu essen. Und andererseits sind drei Stunden eine kurze Zeitspanne. Da stellt sich nach dem Genuss von Kuchen und Süßigkeiten eher kein großer Hunger ein. Pommes vom Blech zusammen mit Würstchen und Ketchup sind schnell und einfach gemacht. Und für die Kleinsten überdies leicht zu essen. In späteren Jahren kann man dann immer noch aus den Vollen schöpfen, zusammen Pizza backen oder Hamburger belegen.

7.) Die

Der eine hält sie für unverzichtbar, für den anderen zählen sie zu den überflüssigsten Erfindungen überhaupt. Doch Kinder – Gastgeber und Gäste – lieben kleine Mitgebsel natürlich! Wie man da als Eltern den goldenen Mittelweg findet? Indem man kein Geld für nutzlose Plastikspielzeuge oder Staubfänger ausgibt, die wahrlich niemand braucht. Vielmehr gibt es auch sinnvolle Dinge für kleines Geld, die Kindern (und deren Eltern) wirklich Freude machen. Ein paar Süßigkeiten gehen sowieso immer. Und ansonsten kann ein kleines Büchlein in die Mitgebseltüte wandern. Ein Tütchen Blumensamen im Frühjahr, das garantiert für Freude sorgt, wenn sich erste grüne Triebe zeigen. Oder ein Meisenknödel im Winter, denn erfahrungsgemäß sind alle Kinder stolz, sobald der erste Vogel daran pickt. Beliebt sind auch immer Dinge, die sich schlichtweg verbrauchen, wie Straßenmalkreide oder Knisterbad für die Badewanne.

Und hier noch unsere bewährten Spielideen für die Kleinsten zum Kindergeburtstag:

Bildquelle: © bigstock.com/ urbanlight

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