Die Erstausstattung fürs Baby oder „Brauchen wir das wirklich alles?“ – Teil 3: Rund um Babys Pflege

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Die Auswahl an Pflegeprodukten, die speziell für Babys im Handel erhältlich sind, ist unüberschaubar groß.
Puder? Badeschaum? Shampoo? Ist das wirklich alles notwendig für die Pflege eines Neugeborenen?

Nützliches auf einen Blick:

  • sterile Nabelkompressen
  • Windeln
  • kleine Mullwaschlappen
  • 2 Babybadetücher mit Kapuze
  • Wundcreme oder Heilsalbe
  • Fieberthermometer
  • Nagelschere speziell für Babys

außerdem eventuell

  • Feuchttücher
  • Babybadewanne oder Badeeimer
  • Badewannenthermometer

Im einzelnen:

Zu Hause angekommen
Ein wichtiges Thema in den ersten Tagen nach der Geburt ist die Behandlung des Nabelschnurrests und – wenn dieser abgefallen ist – die Pflege des Nabels an Babys Bauch.

Die Nabelpflege wird in Krankenhäusern und von Hebamme zu Hebamme unterschiedlich gehandhabt, fast immer werden jedoch sterile Kompressen benötigt.
Diese kosten in der Apotheke nur wenige Euro, von daher ist es keine Anschaffung, über die man sich lange den Kopf zerbrechen wird.
Kümmert sich nach der Geburt eine Nachsorgehebamme um Mutter und Kind, wird diese in der Regel die Kompressen im Gepäck haben, ebenso wie alles andere, was für die Versorgung des Nabels erforderlich ist.

Überhaupt lohnt es sich, im Vorfeld bei der Hebamme nachzufragen, was man aus ihrer Sicht nach der Geburt im Haus haben sollte, welche Anschaffungen sie für sinnvoll hält oder was sie vielleicht sogar selbst zur Verfügung stellt.

Windeln – ob „Einweg“ oder aus Stoff – werden sofort und in ausreichender Menge benötigt, sobald der Alltag in den eigenen vier Wänden beginnt.
Für Neugeborene gibt es Wegwerfwindeln in extra kleiner Ausführung.
Da diese von termingerecht geborenen Babys nur eine sehr kurze Zeit getragen werden, reicht ein Paket für den Anfang meist aus.
Wer sich für Stoffwindeln entscheidet, findet im Handel verschiedene Systeme aus unterschiedlichen Komponenten zur Auswahl.

Feuchttücher sind sicherlich nicht unverzichtbar (ein feuchter Waschlappen erfüllt den gleichen Zweck), besonders für unterwegs aber zweifelsohne praktisch.

Badetag!
Die meisten Babys sind so klein, dass sie anfangs ganz bequem im Waschbecken des Badezimmers gebadet werden können.
Das Waschbecken ist schnell befüllt, das anschließende „Ausleeren“ genauso schnell erledigt und es hat eine rückenfreundliche Höhe.

Wer eine große Badewanne hat, kann diese für Babys Bad nutzen (was zugegebenermaßen unkomfortabel für den Rücken der Eltern sein kann) oder mit seinem Baby von Anfang an gemeinsam darin baden.
Wer sich für den Kauf einer Babybadewanne entscheidet, kann sie natürlich über die Babyzeit hinaus nutzen (z.B. im Sommer als Planschbecken oder tagtäglich als Wäschekorb) und auch für einen Badeeimer findet sich sicher eine Möglichkeit zur Weiterverwendung im Haushalt.
Im Grunde geht es aber auch ohne.

Ein spezielles Badethermometer ist praktisch, eigentlich aber nicht erforderlich, da sich die Temperatur mit Hilfe eines digitalen Fieberthermometers – vor dem Bad kurz mit der Spitze ins Wasser gehalten – genauso gut messen lässt.
Überhaupt sollte ein Fieberthermometer im Haushalt mit Kindern nicht fehlen!
Wenn schon ein digitales (misst schneller als ein analoges) Fieberthermometer vorhanden ist, ist der Kauf eines weiteren nicht erforderlich.

Badezusätze gibt es in verschiedenen Varianten und Duftrichtungen im Handel, im Grunde braucht gesunde Babyhaut sie nicht.
Einige Tropfen Olivenöl, Babyöl (Achtung! Das Baby wird dadurch sehr „glitschig“ und Olivenöl hinterlässt Flecken auf den Handtüchern!) oder Muttermilch im Badewasser machen Babys Haut zart und geschmeidig.
Besonders weich wird die Haut, wenn das Badewasser nur leicht abgetupft wird und das restliche Öl auf Babys Haut sanft einmassiert wird.
Die meisten Babys genießen diese extra Portion Streicheleinheiten und schlafen danach nicht selten wohlig ein.

Spezielle kleine Mullwaschlappen sind nützlich, da sie sich besser an die feinen Gesichtszüge des Babys anpassen und man mit ihnen mehr „Fingerspitzengefühl“ beim Waschen hat als mit dicken Frotteewaschlappen.

Pro „Waschgang“ in der Badewanne sollten vorher zwei Handtücher bereit gelegt werden.
Eins zum Unterlegen und eins zum Abtrocknen.
Handtücher sind in jedem Haushalt vorhanden, spezielle Babyhandtücher mit Kapuze haben den Vorteil, dass das Baby im wahrsten Sinne von Kopf bis Fuß darin warm eingehüllt werden kann.

Morgenwäsche, Haare und Nägel
Für die morgendliche Wäsche auf dem Wickeltisch ist die Anschaffung einer einfachen Kunststoffschüssel empfehlenswert, in der das warme Wasser vom Badezimmer ins Kinderzimmer transportiert wird.
Auf eine spezielle Waschschüssel für Babys kann man dafür getrost verzichten.
Wird das Baby in der Reihenfolge Gesicht – Hände – Po gewaschen, reicht ein Waschlappen aus und das Wasser braucht zwischendurch nicht gewechselt zu werden.

Bürste und Kamm fürs Babys? Auch diese sind im Set speziell schon für die Kleinsten erhältlich.
Die wenigsten Babys kommen jedoch mit einer solchen Haarpracht zur Welt, dass diese Investition erforderlich ist.
Werden die Haare dichter, erfüllt meist auch ein einfacher Kamm seinen Zweck, der in vielen Haushalten ohnehin vorhanden ist.

Die meisten Babys haben zarte Haut, die keine spezielle Pflegecreme erfordert.
Frisch gebackene Eltern bekommen darüber hinaus oft bereits während der Schwangerschaft oder nach der Geburt im Krankenhaus eine große Auswahl an Pröbchen mit auf dem Weg, auf die man erst einmal zurück greifen kann, falls die Haut zu Trockenheit neigt.
Empfehlenswert ist dagegen eine Wundcreme oder Heilsalbe, sollte Babys Po einmal wund sein.

Bei manchen Babys ist das Schneiden der weichen Nägel in den ersten Wochen nicht erforderlich, andere haben schon nach kurzer Zeit scharfe Fingernägel, die geschnitten werden sollten, da sonst Kratzverletzungen im Gesicht drohen.
Die wenigstens Babys halten jedoch still, wenn man ihnen mit der Nagelschere zu Leibe rückt.
Mit etwas Glück gelingt das Schneiden, wenn das Baby schläft; in jedem Fall ist man mit einer speziellen Babynagelschere gut beraten, die durch abgerundete Spitzen das Verletzungsrisiko verringert.

Die übrigen Teile unserer 7-teiligen Serie „Die Erstausstattung fürs Baby oder „Brauchen wir das wirklich alles?“ “ gibt es hier zu lesen:

Teil 1: „Babys erster Schlafplatz“
Teil 2: „Viel (?) Auswahl in Babys Kleiderschrank“
Teil 4: „Nützliches im Kinderzimmer“
Teil 5: „Rund ums Stillen und Fläschchen“
Teil 6: „Unterwegs mit dem Baby“
Teil 7: „Babys erstes Zimmer“

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