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Die Lust am Lesen und wie Eltern sie fördern

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Gut lesen zu können ist nicht nur wichtig für schulischen Erfolg, sondern auch für viele Freizeitaktivitäten und letztlich für das ganze Leben.

Bunte Bilder für die Allerkleinsten
Schon für Babys und Kleinkinder gibt es heute ein großes Angebot an farbenfrohen und liebevoll gestalteten Kinderbüchern zu vielen Themen.
Schauen Eltern gemeinsam mit ihrem Kind Bilderbücher an und beschreiben ihm dabei die betrachteten Bilder, leisten sie einen wichtigen Beitrag zu seiner Sprachförderung. Der passive Wortschatz des Kindes vergrößert sich spielerisch, wenn Eltern die gezeigten Tiere oder Alltagsgegenstände benennen und in einfachen Sätzen beschreiben.
Es wird nicht lange dauern, bis das Kind auf Nachfragen auf die Kuh oder das Auto zeigen und erste Wörter nachsprechen kann.

Vom kleinen Kindergartenkind…
Wenn das Kind etwas älter ist, etwa im frühen Kindergartenalter, kann es schon kleinen Geschichten folgen. Eltern sollten nicht müde werden, auf Wunsch des Kindes dieselbe Geschichte immer und immer wieder vorzulesen. Es kommt nicht selten vor, dass Kinder den Text eines ganzen Buches mitsprechen können und ihn trotzdem hören wollen.

…zum „großen“ Vorschüler: viel Buch für wenig Geld
Für Kinder im Vorschulalter gibt es ein breites Sortiment an schön illustrierten Büchern. Für Eltern, die sich die häufige Anschaffung neuer Bücher nicht leisten möchten, lohnt es sich, auf (Kinder)Flohmärkten nach gebrauchten Büchern zu schauen.
Auch das Internet ist eine Fundgrube für gebrauchte Bücher, in der sich die Schnäppchensuche lohnen kann.

In jedem Fall empfiehlt sich der Gang in die örtliche Bibliothek. Dort können Eltern und Kinder nach Herzenslust nach Büchern stöbern und diese kostengünstig (für Kinder meist sogar kostenlos) ausleihen.

Vorlesezeit = Ruhezeit
Tagsüber fehlt es oft an der nötigen Ruhe und Zeit zum Vorlesen. Das abendliche Vorlesen festen Bestandteil des Familienalltags werden zu lassen ist daher mehr als einen Versuch wert!
Die „Gute-Nacht-Geschichte“ ist ein schönes Ritual für Kinder und Eltern und hilft dem Kind, nach einem langen Tag zur Ruhe zu kommen.

Endlich Selbstleser!
Kinder, die gerne Geschichten in Büchern zugehört haben, werden es kaum abwarten können, im ersten Schuljahr endlich das erste Buch ganz allein zu lesen. Für „Erstleser“ gibt es viele Bücher, die sich durch kindgerechte Geschichten und gut lesbare Schrift auszeichnen.

Zu Hause sollte immer genug „Lesefutter“ zur Verfügung stehen, wobei Schulkinder bereits klare Vorstellungen dessen haben, was sie lesen möchten und was nicht. Es empfiehlt sich daher, keine Bücher „auf gut Glück“ zu kaufen oder auszuleihen, sondern gemeinsam mit dem Kind die Leihbücherei oder den Buchladen zu besuchen.
Viele Kinder haben auch bereits einen Lieblingsautor, eine bevorzugte Romanfigur oder Lexikonreihe und werden sich über einen weiteren Band freuen.

Die Zeit des Vorlesens ist jedoch noch lange nicht vorbei! Auch Schulkinder lieben es, vorgelesen zu bekommen. Bleibt einmal keine Zeit fürs Vorlesen, können Hörbücher oder Hörspiele für Kinder gute Dienste leisten.

Und wenn die Bücher so gar nicht verlocken können?
Trotz allem gibt es Lesemuffel, bei denen die Freude am Lesen nicht sehr ausgeprägt ist oder im Laufe der Zeit nachlässt. Dann ist Kreativität der Eltern gefragt, um ihre Kinder zum Lesen zu motivieren.
Dabei sollten sie in erster Linie Vorbild sein und dem Kind vorleben, dass Lesen einerseits wichtig ist, um Wissen und Informationen zu erlangen, andererseits eine schöne und erholsame Freizeitbeschäftigung darstellt.

Wenn das Kind sich dennoch nicht für Bücher begeistern kann und auch in der Bibliothek nur schwer fündig wird, bietet sich auch im Alltag viel Lesestoff. Sei es die Kinderseite der Tageszeitung, die Spielanleitung des Lieblingsspiels oder ein Rezept im Backbuch.
Oft ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Kind „seinen“ Romanheld findet, dessen Geschichten es verschlingen wird.

Bildquelle: bigstock.com/ aynur_sib

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