Ein erstes Zwischenfazit: Wie läuft es in der neuen Schule?

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Besucht das Kind eine neue Schule – ob zunächst die Grundschule oder später die weiterführende Schule – wirft dies nicht nur im Vorfeld häufig Fragen auf.
Zunächst ist in vielen Fällen schließlich nicht „schon immer“ klar, auf welche Schule die Wahl fallen wird.

Längst ist es nicht mehr per se die nächstgelegene Grundschule, die als einzige für das Kind in Betracht kommt.
Und wer mehr als eine weiterführende Schule in der Nähe hat, wird nach der Grundschulzeit eventuell noch einmal die Qual der Wahl haben.

Viele, viele Kinder und Eltern haben diese Entscheidung auch dieses Mal getroffen.
Für hunderttausende Schüler hieß es mit dem neuen Schuljahr, das nach den Sommerferien begonnen hat, in der neuen Schule unbekanntes Terrain zu betreten:
Neue Gesichter von Lehrern und Mitschülern, bis dato unbekannte Räumlichkeiten, hinzugekommene Fächer für die Größeren und erstmals überhaupt Schulunterricht für die, die kürzlich noch in den Kindergarten gingen.

Jetzt, nach einigen Wochen, ist vielleicht die Zeit gekommen, ein erstes Fazit zu ziehen: Wie läuft es denn so?
Mit vielem wird man hoffentlich rundum zufrieden sein, manches im „neuen Alltag“ muss sich vielleicht erst noch einspielen. Hier und da werfen sich vielleicht auch Fragen auf, bei deren Beantwortung der Austausch mit anderen hilft:

Themen unter Eltern

Wie läuft es bei den Hausaufgaben?
– Weiß das Kind, was es aufhat?
– Macht es sich selbstständig an die Arbeit und hat keine bis kaum Schwierigkeiten, alle Aufgaben ohne elterliche Hilfe in angemessener Zeit zu lösen?

Perfekt!

– Oder ist das Kind manchmal mit dem aufgegebenen Pensum überfordert?
– Schafft es die Hausaufgaben regelmäßig nicht in der angedachten Zeit?
In der Regel sollten Kinder alleine ihre Hausaufgaben bewältigen können. Nachfragen hier und da werden natürlich vorkommen und sollten natürlich beantwortet werden. Eltern sollten aber nicht von der ersten bis letzten Minute der Hausaufgaben tagtäglich daneben sitzen oder gar um des lieben Friedens willen (und/oder weil die Zeit drängt…) selbst Rechenaufgaben lösen oder dem Nachwuchs die richtige Lösung Buchstabe für Buchstabe diktieren!

– Kommt es mit nur halbfertigen Aufgaben aus der Hausaufgabenbetreuung?
Dies kann ein echtes Problem darstellen, denn nach der Ganztagsschule, wenn dieganze Familie endlich zu Hause ist, bleibt meist nur noch wenig Zeit zum Nacharbeiten und aus den Kindern ist nach einem so lange Tag schlichtweg „die Luft raus“!

Suchen Sie zunächst den Austausch mit anderen Eltern.
Vielleicht stehen Sie nicht alleine da und dies ist auch in anderen Familien ein häufiges Thema.
Ein anschließendes Gespräch mit dem/der Klassenlehrer(in) ist in diesem Falle ratsam, bei dem sich sicherlich eine gute Lösung finden lässt.

Natürlich sollten Probleme bei den Hausaufgaben auch beziehungsweise erst recht im Einzelgespräch (beispielsweise beim Elternsprechtag) zur Sprache kommen, wenn es anscheinend nur Ihr Kind betrifft.
Während des Unterrichts haben Lehrerin oder Lehrer das Kind so gut im Blick, dass sie sicherlich mögliche Ursachen benennen und gemeinsam mit Ihnen Lösungswege erarbeiten können.
Sollte weitere Hilfe erforderlich sein (wenn beispielsweise eine Konzentrationsstörung oder eine Aufmerksamkeitsstörung als Ursache in Betracht gezogen werden können), werden diese Ihnen auch entsprechende Anprechpartner nennen und das weitere Vorgehen aufzeigen können.

Themen innerhalb der Familie

Wie viel Zeit bleibt für Hobbys und Verabredungen?
Ist das Kind ein Schulkind geworden, wird Schule natürlich das Thema sein, das den Alltag wesentlich mitbestimmt. Umso wichtiger ist es, Ausgleiche zu schaffen.
Auch wenn das Kind in der Schule gute Leistungen erzielen möchte, sollte sich nicht alles um Hausaufgaben, Selbstlernhefte und Vokabel-Pauken drehen.
Die freie Zeit, um sich einfach mal – auch spontan – mit Freunden verabreden zu können, ist ebenso wichtig wie die, um Hobbys zu pflegen.
Kinder, die gerne alles ausprobieren und praktisch jeden Tag einem Hobby nachgehen, werden sich auf lange Sicht vielleicht entscheiden müssen, was ihnen wirklich am Herzen liegt und worauf eventuell verzichtet werden kann, denn nicht nur Schul- sondern auch Freizeitstress überfordert Kinder, wenn ausgleichende Phasen der Entspannung zu kurz kommen.

Hat sich ein guter Tagesrhythmus gefunden, in dem für alles Zeit bleibt, ohne dass es öfter zu Stress und Hektik kommt?
– Bekommt das Kind ausreichend Schlaf?
Keine Frage: Um tagsüber fit zu sein (und mehr!) ist es wichtig, dass Kinder stets gut und ausreichend viel schlafen.

– Werden die Hausaufgaben besser vor dem Mittagessen erledigt oder danach?
Oftmals ist es gut, gerade mit jüngeren Schulkinder feste Tagesabläufe zu pflegen. So werden auch eher „lästige Pflichten“ wie Hausaufgaben zu einer Selbstverständlichkeit, die nicht ständig hinterfragt wird oder Diskussionsstoff („Erst noch ein bisschen im Garten spielen…“) liefert.

Wie läuft die Erledigung der Hausaufgaben?
– Wie klappt es auch, wenn beispielsweise kleinere Geschwister herum wuseln?
Hat das Kind einen Lieblings-Arbeitsplatz, an dem es ungestört ist? Oder braucht es einen gewissen Trubel um sich herum? Neigt es alleine zum Trödeln oder kommt es ganz ohne Anwesenheit anderer am schnellsten ans Ziel?
Es lohnt sich, verschiedene Varianten auszuprobieren, und das Kind sich dann je nach Tageslaune für die eine oder andere entscheiden zu lassen.

– Herrscht (altersgerechte) Ordnung im Ranzen, damit nicht unnötig viel Zeit aufs Suchen von allem Möglichen verwendet werden muss?
– Weiß das Kind (dank Hausaufgabenheft) stets, was es zu tun hat?
– Kommt es öfter vor, dass Arbeitsmaterialien in der Schule vergessen wurden?
Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie es seine Sachen besser organisieren kann und leichter an alles denken kann, wenn es in diesen Punkten noch „hakt“.
Vielleicht kennen auch andere Eltern oder die Lehrerin bewährte „Erinnerungstricks“, damit vor der Erledigung der Hausaufgaben nicht stets zunächst das Ausleihen der benötigten Dinge beim (idealerweise) Nachbarkind steht.

Macht das Kind insgesamt einen fröhlichen, ausgeglichenen Eindruck und ist zufrieden mit seinem Schulalltag?

Geht es morgens gerne aus dem Haus zur Schule?

Hat es Freunde gefunden?

Bleiben Sie mit Ihrem Kind stets im Gespräch, auch wenn es selbst nicht sehr redselig ist, was die Schule betrifft,  und es den Austausch nach einem „Wie war’s in der Schule?“ – „Gut“ für beendet erklärt.

Themen für den ersten Elternsprechtag

Der erste Elternsprechtag in der (neuen) Schule wird von vielen Eltern mit Spannung erwartet!
Natürlich wird es hier auch um Fragen gehen wie:

Macht das Kind auch im Unterricht einen zufriedenen Eindruck und scheint gerne in die Schule zu kommen?

Wie steht es um sein Arbeits- und Sozialverhalten?
– Zeigt es Interesse und Spaß im Unterricht?
– Kommt es gut mit?
– Hat es sich gut in die Klassengemeinschaft und den Schulalltag eingefunden?

War die eventuelle vorzeitige oder zurückgestellte Einschulung eine gute Entscheidung?

Da der Elternsprechtag immer wieder ein großes Thema ist, widmen wir diesem in einigen Tagen einen eigenen, ausführlichen Beitrag!

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1 Kommentare

  1. Hallo,
    ich selbst habe zwischen der 10. und 11. Klasse die Schule gewechselt und muss Leider sagen das dass nicht ganz so einfach war. Leider bestanden schon Grüppchen und es war sehr schwer sich in diese bestehenden sozialen Netzwerke zu integrieren. Dies war einer der Punkte wieso ich dann auch eine Plattform entwickelt habe um vielleicht anderen Anfängern den Start zu erleichtern. Schaut mal rein ist momentan kostenlos
    http://fmf-real.de/
    Liebe Grüße
    Nico

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