Ein großes Vergnügen, das kulinarisch belohnt wird: Bei der Party gemeinsam kochen oder backen – Teil 2: Die „Großen“ (Kinder ab dem Teenager-Alter)

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Vorgestern ging es hier um ein ganz spezielles Thema für einen Motto-Kindergeburtstag im Grundschulalter: Gemeinsames Backen, vor allem aber Kochen als Mittelpunkt der Feier!

Heute geht es „ein paar Jahre später“ weiter:
Haben die Kinder erst einmal das Teenager-Alter erreicht, darf man sich als Eltern durchaus einmal zurücklehnen und dem Nachwuchs das Feld überlassen, wenn dessen gleichaltrige Gäste sich anlässlich der Geburtstagsfeier oder „einfach so“ ankündigen.

So oft hat man in den Jahren zuvor vor und während Kindergeburtstagen in der Küche gestanden, aufwändig verzierte Geburtstagskuchen gebacken, abends blecheweise Pommes in den Ofen geschoben und Würstchen in großen Töpfen erwärmt – da kann man die nicht mehr so kleinen Kinder durchaus guten Gewissens mal selbst die Party organisieren lassen *).

Wahrscheinlich sind diese nicht mal böse drum, sondern werden sich voller Stolz und Motivation an die Planung begeben, um gleichaltrige Freunde und Freundinnen schließlich mit einem „Hab ich selbst gemacht!“ in elternfreier Zone beeindrucken zu können oder diese zu einer coolen Teenie-Mitbring-Party einzuladen, zu der jeder seine kulinarische Köstlichkeit beiträgt, so dass sich eine breite Vielfalt zum Naschen und Genießen ergibt.

Grundsätzliches zur Party

Im Teenager-Alter sind die bis dato geltenden, klassischen Kindergeburtstags-Zeiten – üblicherweise von 15 bis 18 Uhr – überholt und gelten fortan wohl eher als „uncool“.
Es darf später losgehen, die Party darf länger dauern und ruhig bis in die Abendstunden hinein gehen.
Für Jugendliche sind solche Treffen ein gelungener Anlass zum fröhlichen Beisammensein, denn während der Schulzeit fehlt wegen langer Unterrichtstage + Hobbys am Nachmittag und Hausaufgaben mitunter schlichtweg die Zeit zum Verabreden unter der Woche.

Programm im Sinne von Schatzsuche, den klassischen Kindergeburtstags-Spielen etc. ist definitiv nicht mehr altersgerecht und seitens der Eltern muss gewiss im Vorfeld kein Programm mehr organisiert werden, um den Stimmungskiller „Langeweile“ zu umgehen.
Umso mehr kann dem gemeinsamen Essen Platz eingeräumt werden.
Süß? Herzhaft? Am beliebtesten ist wohl eine bunte Mischung aus beidem!

Planung und Durchführung

Während es bei den Kleinen wichtig ist, dass alle in der Küche gut beschäftigt sind, damit es keine Konkurrenz beim Schnibbeln gibt oder sich jemand untätig gelangweilt eine andere Beschäftigung im Kinderzimmer sucht, ist manch einer unter den Größeren vermutlich gar nicht böse drum, wenn seine Mitarbeit beim Kochen und Backen nicht unbedingt erforderlich ist.
Ein bisschen abseits plaudern, etwas trinken, so lässt es sich schließlich gut und gerne ausharren, bis das Essen verzehrbereit auf dem Tisch oder auf der angedachten Fläche für das kleine Buffet steht.
Wer nicht riskieren will, dass sich bei der gemeinsamen Zubereitung des „Dinners“ jemand drückt, handhabt es so:

Entweder: Jeder kümmert sich um sein Essen
In dem Alter können „Kinder“ (die dann nicht mehr als solche bezeichnet werden wollen) schon ganz alleine Pizza belegen oder sich Hamburger zusammen bauen. Der Vorteil: Jeder kann sich nehmen und zubereiten, was er mag!
Für viele ein besonderes Highlight (schließlich ist nicht jeden Tag Silvester), das ebenfalls das Mittun aller erfordert: Fondue oder Raclette!

Oder: Jeder trägt im Vorfeld seinen Teil bei, indem er etwas Vorbereitetes mitbringt!
Beim Geburtstag gehört es zwar eigentlich dazu, dass der Gastgeber für die Verköstigung aller Eingeladenen sorgt oder – wie im Falle der „Koch-Party“ – alle Zutaten bereit hält.
Nun ist bei Jugendlichen oft auch Feiern „einfach so“ angesagt.
Die Nachmittage oder Abende von Wochenenden werden zu beliebten Terminen, um einfach zusammen zu sein, zu chillen, Musik zu hören, im Garten zu sitzen und Zeit mit der Clique zu verbringen.
Eines besonderen Anlasses bedarf es dazu tendenziell immer weniger.
Natürlich spricht nichts dagegen, dass sich der Gastgeber dann stets als großzügig erweist und auf eigene Kosten für Speisen und Getränke sorgt. Nur wird diese Rolle aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht reihum gleichmäßig übernommen, sondern einigen (denen mit dem größten Garten, den geduldigsten Nachbarn oder den tolerantesten Eltern…) häufiger zufallen als anderen.
In diesem Fall sollte gelten: „Jeder bringt etwas!“ mit oder auch Einer stellt die „Location“, die Gäste sorgen für Speisen und Getränke!“. Im Sommer kann dies beispielsweise sein: Kuchen, Rohkost, Grillgut, Salat, Nachtisch und anderes, das sich gut vorbereiten und leicht transportieren lässt.

Ideen für Kuchen, Snacks und mehr

„Gemütlicher Kaffeeklatsch“
Mädchen, die sich vielleicht aufgrund verschiedener, weiterführender Schulen nicht mehr jeden Tag sehen, lieben ganz sicher gemütliche Nachmittage: Gemeinsames Waffelnbacken, Backen von Crêpes oder Pfannkuchen, Versüßen von ofenwarmem Apfelstrudel mit Vanille-Eis und Sahne laden ein zum ausgiebigen Am-Tisch-sitzen und dem Austausch aller weltbewegenden Neuigkeiten.
Was dazu nicht fehlen darf: Heißer Kakao, später der beliebte Latte macchiato!

„In der Weihnachtszeit“
Größeren kann man die Küche getrost überlassen, denn wohl jede(r) Jugendliche hat von klein auf praktische Erfahrung mit der Weihnachtsbäckerei.
Je mehr Zutaten bereit stehen, desto buntere, aufwändiger verzierte Plätzchen und andere raffinierte Kreationen von Weihnachtsgebäck können neben „Basics“ (Spritzgebäck) in der Küche entstehen.
Mit etwas Glück gar so viel, dass am Ende trotz Naschens und Mitnehmens so viel übrig bleibt, dass man sich als sonst backende Familienmama einen guten Teil der Weihnachtsbäckerei in der hektischen Vorweihnachtszeit ersparen kann.

„Für (vor allem weibliche) Schleckermäuler, bei denen das Auge mitisst“
Der Trend schlechthin: Cupcakes. Jene lieblich anzuschauenden Kunstwerke (und leider mitunter Kalorienbomben), dekoriert in allen erdenklichen Bonbonfarben, bei denen nicht nur der Gaumen vollends auf seine Kosten kommt.
Schenken Sie Ihrem Teenager ein Backbuch, das speziell für seine Altersklasse konzipiert ist, denn darin zu blättern ist oft die schneller zum Ziel führende und einfachere Variante als die Suche nach Rezepten im Internet.

„Ein gelungenes Überraschungsdinner“
Fällt die Wahl im Vorfeld der Feier auf das Kochen eines mehrgängigen Menüs, lassen sich vorab vielleicht Grüppchen aus den Gästen bilden, die einen Gang dessen übernehmen, vielleicht sogar – ergänzend zum eigentlichen Geburtstagsgeschenk die Zutaten mitbringen und den Gastgeber oder die Gastgeberin mit ihren Rezepten überraschen:
Für Liebhaber vitaminreicher Rohkost (und mehr) ist schnell ein kleines Vorspeisen-Salatbuffet aufgebaut, um das sich ein bis zwei Teenager kümmern können.
Im Bereich Nachtisch gibt es die wunderbarsten Kreationen von der (tags vorher zubereiteten) Tiramisu über den unwiderstehlichen Crumble mit Beeren, serviert mit Vanillesauce, bis hin zu einem Traum von einem ofenwarmen Kuchen mit flüssigem Schokokern.
Auch immer sehr beliebt: Brot (Fladenbrot, Baguette etc.), Cracker oder anderes Salzgebäck, Grissini und ähnliches sowie in Streifen geschnittene Rohkost zusammen mit selbst gemachtem Kräuterquark oder anderen Dips.
Was die Hauptspeise betrifft: Diese nimmt das Geburtstagskind vielleicht gerne selbst in die Hand oder dessen Mutter hat einen Tipp für die Gäste bereit, womit man diesem eine besondere Freude bereiten kann…

*) Na gut, der feierliche Überraschungsgeburtstagskuchen gehört selbstverständlich doch noch in den Aufgabenbereich von Mama oder Papa…!

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