Eine spannende Geschichte über Mut und Freundschaft: „Ein Hund fürs Leben“ von L.S. Matthews

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Der Hund, der beste Freund des Menschen. Mit ihm als treuem Begleiter an der Seite kann (fast) nichts schief gehen, selbst wenn man sich auf große Abenteuer einlässt.
Davon erzählt jedenfalls die mitreißende Geschichte „Ein Hund fürs Leben“ der englischen Autorin L.S. Matthews.

Trotz eines festen Ziels vor Augen ist es eine Reise ins Ungewisse, die ein Junge und ein Hund in diesem Buch auf sich nehmen, um Großes zu erreichen.
Junge Leser ab 10 Jahren werden die beiden sicher gerne auf ihrem Weg begleiten, mit ihnen hoffen, zittern und an ihren Erlebnissen teilhaben!

Zum Inhalt von „Ein Hund fürs Leben“
Schlimm genug, dass Tom sehr schwer erkrankt ist. Um ihn nicht zusätzlich mit möglichen Krankheitserregern zu belasten, soll nun auch noch der Familienhund namens „Mouse“ aus ihrem kleinen, alten Häuschen ausziehen!
Wohin bloß mit dem Vierbeiner, der doch schon so lange zur Familie gehört? „Tierheim“ ist das einzige, was der verwitweten Mutter von Tom und John auf die Schnelle einfällt, aber sofort ist den zwei Brüdern klar, dass sie das nicht zulassen wollen.
Schließlich gibt es am anderen Ende der Landkarte, ganz weit unten im Süden Englands, doch noch Onkel David, den Bruder ihres verstorbenen Vaters. Und dort wäre Mouse ganz sicher in guten Händen!

Bevor die Erwachsenen ihre Pläne durchkreuzen können oder Onkel David am Telefon „Nein“ sagen kann, kratzen die beiden Jungs ihr Geld zusammen und John begibt sich mit Mouse in ein Abenteuer, das mit einer recht unspektakulären Bahnfahrt beginnt, die Kind und Hund so weit führt, wie das Geld für die Fahrkarte eben reicht.

Danach sind Mut, ein wacher Verstand und eine große Portion Glück gefragt.
Auf unterschiedlichsten Wegen geht die Reise der zwei – einige Umwege inbegriffen – weiter.
Werden Junge und Hund ihr Ziele erreichen: Zuerst ihren Onkel David zu finden und ihn dazu zu bringen, sich – zumindest für eine Weile – um Hund Mouse zu kümmern?

„Ein Hund fürs Leben“ – welch tiefgründige Bedeutung diesem zunächst schlicht anmutenden Titel zukommt, zeigt sich beim Lesen dieser einfühlsamen Geschichte Seite für Seite.
Ein wenig nostalgisch ist die Geschichte über John und Mouse und die innige Verbundenheit zwischen ihnen, eben noch eine echte Abenteuergeschichte mit viel Herz und Gefühl, denen die blind-vertraute Kommunikation zwischen Hund und Kind die besondere Tiefe verleiht.

Dabei stürzen sich die beiden nie Hals über Kopf von einer spannenden Situation in die nächste. Mit gesundem Verstand, Mouse‘ tierischem Instinkt für lauernde Gefahren, einem kühlen Kopf und immer im Bewusstsein, dass sie gut aufeinander aufpassen müssen, wagen die beiden sich in kleinen, bedachten Schritten vorwärts.
Schließlich wissen sie, dass ein allein reisender Junge mit Hund nicht nur „verdächtig“ ist, sondern auch, dass Gefahren überall lauern können und dass es ratsam ist, wildfremden Menschen mit einer gesunden Mischung aus Vertrauen und Skepsis zu begegnen.

Punkten kann die Geschichte durch ihre nicht zu knapp bemessene Länge (192 Taschenbuch-Seiten, wobei echte Leseratten kaum Probleme haben werden, das Buch an einem Abend zu verschlingen) und das „runde“ Ende mit einem würdigen Schluss, der keine Fragen offen lässt und junge Leser zufrieden zurück lässt.

Empfohlen ist das Buch für Kinder ab 10 Jahren, was sicher eine gute Empfehlung ist.
Vom Umfang, der ruhigen Erzählweise und dem rührenden Inhalt her ist es prinzipiell auch für jüngere Kinder geeignet, durch einige „schwer verdauliche“ Themen, die angesprochen werden, wie beispielsweise Tierversuche und der durch einen Arbeitsunfall bedingte Tod des Familienvaters ist das Buch aber bei Zehnjährigen sicher besser aufgehoben als bei jüngeren Kindern.

„Ein Hund fürs Leben“ der englischen Autorin L.S. Matthews ist als Taschenbuchausgabe aus dem Carlsen-Verlag sowie als Audiobook erhältlich.
Die ISBN des Taschenbuchs lautet 978-3551357601, 6,95 €.

Dies ist nicht das erste und bestimmt auch nicht das letzte hier empfohlene Buch, in dem ein Hund die tragende Rolle spielt. Noch mehr Buchempfehlungen für kleine Freunde „tierischer“ Geschichten: „Mops und Molly Mendelssohn„, „Großvater und die Wölfe„, „Herr Bello und das blaue Wunder„, „Hund Müller„, „Der tätowierte Hund“ und „Mein 24. Dezember„.

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