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Insektenstiche: Das hilft, wenn Bremse, Wespe oder Mücke einen „erwischt“ haben

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Zweifelsohne ist es spannend, fleißigen Bienen in der Natur bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Es ist wunderbar, wenn die nützlichen, kleinen Insekten im späten Winter oder frühen wieder omnipräsent durch den Garten schwirren. Und Angst vor ihnen braucht man wahrlich nicht zu haben! Denn Bienen sind in aller Regel doch friedliche Zeitgenossen, die sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen lassen. Trotzdem kommt es bisweilen vor, dass sie einen ihren Stachel spüren lassen und zustechen. Und das tut dann so richtig weh!

Nicht viel besser ergeht es selbstredend jedem, den eine Wespe oder eine blutsaugende Bremse erwischt hat. Wohingegen ein juckender Mückenstick meist weniger schmerzvoll daherkommt, dafür aber tagelang einfach so richtig nerven kann. Und zu allem Übel wacht man nach einer lauen Sommernacht ja meist nicht nur mit einem Mückenstich auf. Sondern mitunter gleich mit einem ganzen Dutzend oder mehr!

Immerhin: Hierzulande sind Stiche üblicherweise harmlos, sofern man nicht allergisch darauf reagiert. Einfach „Augen zu und durch!“ ist bei vielen Stichen dennoch keine gute Idee. Denn Schwellungen, Schmerzen und Rötungen kann man wirksam entgegenwirken. Und ebenso unangenehmem Jucken, das schnell zu unschönen Narben führt, wenn man das Kratzen nicht unterlassen kann.

Erste Hilfe bei eher harmlosen Stichen

Keine Frage: Anschwellende Stiche im Hals-, Mund- oder Rachenraum stellen einen Notfall dar! Dann heißt es, innerlich und äußerlich bestmöglich und dauerhaft zu kühlen und einen Notarzt zu alarmieren!

1.) Gegebenenfalls: Den Stachel entfernen!

Bei allen anderen Stichen am Körper sollte man ebenso bestenfalls wissen, was einen denn überhaupt gestochen hat. Bei einem Bienenstich sollte man beispielsweise nicht versuchen, die in der Haut verbliebene Giftblase mit den Fingern herauszuziehen. Denn so drückt man mehr Gift als nötig in die Haut. Besser ist es, ein „Werkzeug“ zu finden, mit dem man den Stachel aus der Haut heraus schieben kann. Das kann zu Hause die Pinzette sein, unterwegs der Rücken eines (Taschen)Messers. Als Hilfsmittel ist auch eine Zeckenkarte geeignet, die man idealerweise ohnehin im Portemonnaie hat.

2.) Kühlen…

Ein parat liegende Kalt-warm-Kompresse aus dem Kühlschrank schmiegt sich jeder Körperstelle ideal an und schenkt wohltuende Kühle. Eiskaltes sollte jedoch nicht zum Einsatz kommen, da schnell Erfrierungen die Folge sein können. Und wenn doch das Päckchen Spinat aus dem Eisfach zum Kühlen dienen soll? Dann bitte nur in einen Waschlappen oder einige Lagen Küchenrolle eingewickelt.

Unterwegs kann Erfindungsgeist nützlich sein, um Linderung zu verschaffen. Am Badesee kann eine Getränkedose (mit kaltem Wasser gefüllt) besser kühlen als nichts. Ebenso sind metallische Gegenstände (Thermoskanne, die breite Klinge eines Brotmesser) oder ein Wassereis vom Kiosk nützliche Helfer in der Not.

Bewährte Erste-Hilfe-Mittel sind von je her beispielsweise auch feuchte Essigumschläge, die eigene Spucke, die halbierte Zwiebel, die Kartoffel- oder Zitronenscheibe. Sie alle kühlen in jedem Fall. Und wenn ihr wissenschaftlicher Nutzen auch nicht unbedingt erwiesen ist, schadet ein wenig Placebo-Effekt ja auch niemals… .

… oder mit gezielter Wärme behandeln!

Wenn es darum geht, den Juckreiz eines Mückenstichs zu lindern und andere Stiche zu behandeln, haben sich sogenannte Stichheiler bewährt. Mit gezielter Wärme helfen sie gegen Schmerzen und Jucken und lassen manch einen Mückenstich gar schnell vergessen. Für kleine Kinder kann das Metallplättchen jedoch zu heiß sein. Überprüfen Sie dies vor der Anwendung unbedingt an Ihrer eigenen Haut! Und stellen Sie vor Ausflügen ins Grüne sicher, dass die Batterien noch gute Dienste tun.

Später können zu Hause juckreizhemmende, schmerzlindernde, kühlende Gels und Salben das Ihre tun, damit der Stich nicht länger plagt.

3.) Für alle Fälle: Desinfizieren!

Früher fand sich wohl in jeder gut sortierten Hausapotheke ein kleines Fläschchen Jod. Und auch heute noch gilt eine Jodtinktur selbstredend als bewährtes Desinfektionsmittel. Wer jedoch lieber farblos und unsichtbar den Stich desinfizieren möchte, kann dies mit aufgetupftem, hochprozentigem Alkohol tun. Oder mit beispielsweise in der Apotheke erhältlichen Lösungen oder Sprays zur Wunddesinfektion.

Ein Pflaster danach dürfte aufgrund der Größe des Einstichs oft nicht vonnöten sein. Es schadet selbstredend aber auch nie, um die kleine Wunde vor Schmutz zu schützen. Für manch ein Kind ist der Stich überdies mit Aufkleben eines Pflasters abgehakt. Und so kann dies auch einen guten psychologischen Effekt haben.

4.) Beobachten!

Zum Glück verlaufen viele Insektenstiche harmlos. Und wer nicht an juckenden Stichen kratzt, hat nicht einmal Narben als bleibende Erinnerungen zu befürchten.

Doch manchmal kann es auch ratsam sein, den Kinderarzt aufzusuchen. Verheilt der Stich nicht oder nur sehr schlecht und langsam? Ist die Haut wärmer als üblich? Entzündet sich die Stichstelle gar oder zeigt eine Wanderröte? Dann zögern Sie bitte nicht, dies bald einem Arzt zu zeigen. Dies gilt natürlich auch, wenn Anzeichen für eine allergische Reaktion sprechen

Ein wenig spannendes Wissen zum Schluss, …

… um Mücken nicht nur als lästige Plagegeister dastehen zu lassen. Von einem Mückenschwarm, der idyllisch im sommerlichen Abendlicht herumschwirrt, geht übrigens kaum Gefahr aus, was Stiche angeht. Diesen kann man einfach fasziniert beobachten, denn dort schwärmen hauptsächlich Mückenmännchen. Und diese saugen, im Gegensatz zu den Weibchen, die dies für die Eiablage benötigen, kein Blut.

Bildquelle: © bigstock.com/ parinyabinsuk

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1 Kommentare

  1. Meine Tochter hat in ganzen Gesicht Mückenstiche
    Eins davon im Ohrläppchen dieses ist jedoch sehr geschwollen soll ich das am arzt zeigen?

    Danke

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