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Kleine Entdecker im eigenen Garten. Oder: Gegen Neugier ist kein Kraut gewachsen!

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Was man alles dafür tun kann, damit Kinder im eigenen weitgehend gefahrlos spielen und sich bewegen können? Das war bereits Thema unseres letzten Beitrags.

So kann man beispielsweise auf zerbrechliche Deko-Objekte verzichten, die bei Unachtsamkeit zu scharfen Scherben werden könnten. Man kann bei der Bepflanzung von giftigen, dornigen, stacheligen Pflanzen Abstand nehmen. Den Rasen weitgehend frei von Pflänzchen zu halten versuchen, denen Bienen gerne einen Besuch abstatten. Und man kann auf offene Wasserstellen verzichten, die immer eine Gefahr für kleine Kinder darstellen.

Alle Risiken ausschließen? Sicher dafür sorgen, dass das Kind sich nie mal wehtut beim Spielen im eigenen Garten? Das können jedoch selbst umsichtigste Eltern nicht. Denn eines kann man ganz sicher niemals immer treffsicher einschätzen und vorhersagen. Die Neugier und die Abenteuerlust der Kleinsten nämlich! Diese entdecken Spielmöglichkeiten, wo Eltern dies nicht unbedingt vermuten würden. Und wenn es sie hoch hinaus zieht, entwickeln sie mitunter ungeahnte Kräfte und Fähigkeiten… .

So droht kleinen Klettermaxen im Garten keine Gefahr

Vorneweg: Kinder sollen klettern. Am besten jeden Tag und so viel wie möglich! Denn dabei können sie sich richtig auspowern und viel Spaß haben. Und überdies stärkt das Erklimmen einer Strickleiter oder eines Baumes Muskeln und Selbstbewusstsein und schult die Motorik. Allerdings sollten Kinder sich stets altersgerecht in mehr oder weniger luftige Höhen begeben. Und in jüngsten Jahren nie ohne Aufsicht und Hilfestellung. Beziehungsweise rettende Arme im Hintergrund, die sie im Falle eines – im wahrsten Sinne – Falles sicher auffangen würden.

Wer keinen Kletterbaum sein Eigen nennt, kann mittels Klettergerüst oder einem Spielhaus auf Stelzen ein kleines Paradies für Klettermaxe schaffen. Aber: Wählen Sie dabei Spielgeräte stets altersgerecht aus! Und bauen Sie nichts im Garten „auf Vorrat“ auf, für das der Nachwuchs noch zu jung ist. Auch wenn die Gelegenheit günstig ist, weil die Nachbarfamilie gerade ihr gebrauchtes Klettergerüst loswerden möchte. Nicht nur, dass dadurch Verletzungsgefahr fürs eigene Kind und kleine Besucherkinder droht. Es kostet auf Dauer auch viele elterliche Nerven, kleine Kraxler ständig wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen zu müssen.

Haben Sie zudem einen aufmerksamen Blick dafür, was zur Gefahr werden können, wenn Ihr Kind es unbeobachtet erklimmt. Eine stabil stehende Bank ist darum allemal besser als ein kippeliger Garten-Klappstuhl. Auch ein Rosenbogen kann für ein Kind wie zum Erklettern gemacht wirken. Schnell kann dieser aber unter dem Gewicht nachgeben – und dies kann böse Folgen haben.

Bei echten (Kletter)Bäumen gilt es hingegen stets zu kontrollieren, dass einerseits keine morschen Äste brechen könnten. Andererseits kann es ratsam sein, gegebenenfalls auch die untersten Äste zu entfernen und andere mögliche Baum-Aufstiegshilfen aus dem Garten zu entfernen. So geraten kleine Kinder nicht in allzu hohe Höhen, aus denen sie alleine womöglich nicht mehr hinunter finden.

Was den Augen kleiner Weltentdecker womöglich nicht entgeht

Tatsachen sind: Neugierigen Blicken kleiner Kinder entgeht nichts. Nicht das einmal nicht sorgsam geschlossene Gartentor. Nicht das Schlupfloch in Zaun oder Hecke. Und das kann fatale Folgen haben, wenn die Kleinsten die Neugier packt.

Und auch, was uns Erwachsenen alltäglich, ja uninteressant erscheint, übt auf die Jüngsten eine magische Anziehungskraft aus. Dazu gehören Werkzeuge und alles andere, mit dem die „Großen“ hantieren. Dünger, Grillanzünder, Rasenkantenschere und Co. beispielsweise. Diese gehören natürlich niemals in Kinderhände, sondern ins abgeschlossene Gartenhaus oder sicher verstaut in den Keller. Sichern Sie zudem nicht nur drinnen, sondern auch draußen alle Steckdosen.

Was kleine Baumeister unwiderstehlich anzieht

Wenn Mama und Papa im Garten werkeln, finden die meisten Kinder dies nicht nur ungemein spannend. Am liebsten möchten sie es ihren großen Vorbildern auch gleich nachtun. Und das ist auch durchaus möglich, denn manch einfache Gartenarbeit können auch schon die Kleinsten gefahrlos übernehmen.

Kritisch wird es hingegen schnell, wenn Kinder unbeobachtet alleine ans Werk gehen. Beispielsweise mit altem Holz von morschen Zäunen oder Gartenmöbeln, in dem womöglich noch Nägel stecken. Wenn sie Bauschutt und anderes übriggebliebene Material von Gartenprojekten als potentielles Spielmaterial entdecken. Und dabei zudem unachtsam liegengebliebenes Werkzeug zum Einsatz kommt. Daher: Überbleibsel von Bauarbeiten immer sorgfältig sichern beziehungsweise bald entsorgen.

Trotz aller möglichen Risiken: Ruhe bewahren, Gelassenheit ausstrahlen!

So sehr man seine Kinder auch in Watte packen möchte. Man sollte sie nicht in dem Gefühl aufwachsen lassen, dass ihre kleine Welt ständig Gefahren birgt! Geben Sie Ihrem Kind vielmehr Freiräume! Stehen Sie nicht ständig hinter ihm oder schwören Sie Unheil herauf, wo erst einmal keines droht.

Denn so gerne man den Nachwuchs auch behüten und beschützen möchte: Immer wird mal ein Kältekompresse oder ein Pflaster vonnöten sein. Vielleicht sogar mal ein spontaner Besuch beim Kinderarzt oder ein Anruf bei der Giftnotrufzentrale. Gegen einen Bienenstich ist man schließlich machtlos. Ebenso gegen ein aufgeschürftes Knie oder eine Beule auf der Stirn. Oder dagegen, dass selbst das routinierteste Kind beim Schaukeln plötzlich ein Seil loslässt und zu Fall kommt. Das passiert – und dann braucht sich niemand Vorwürfe zu machen!

Zum Glück gehen kleine Unfälle ja meist auch glimpflich aus. Die Kleinsten samt ihrer Eltern kommen mit dem Schrecken davon. Der Schmerz ist schnell vergessen, die Tränen sind schnell getrocknet. Das Kind hat dafür eine wichtige Erfahrung mehr fürs Leben gemacht. Und diese wird ihm künftig helfen wird, seine Umwelt umsichtiger zu erkunden.

Bildquelle: © bigstock.com/ yana-djana

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