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Phänomen: Die einzelne Socke! Wo mag das Gegenstück bloß sein? Und wie finden Einzelgänger wieder zusammen?

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Es gibt Dinge im Alltag, die wirklich nerven. Das Warten auf den verspäteten Bus in der Kälte beispielsweise, wenn man es besonders eilig hat. Das kostet Zeit und Nerven – und kalte Füße gibt es obendrein.


Und dann gibt es jene Phänomene, die vor allem darum ärgerlich sind, weil sie einem immer wieder aufs Neue unverhofft begegnen. Die just erneut auftauchen, wenn man denkt, dass man ihnen tatsächlich Herr werden konnte. Denen man mit Verstand allein partout nicht auf den Grund kommt. Und die man trotz höchster Akribie niemals wirklich dauerhaft und endgültig aus dem eigenen Leben zu verbannen vermag.

Die Rede ist von einem „Problem“, über das man natürlich getrost schmunzeln kann, weil es im Grunde eine Nichtigkeit ist. Das einen aber eben auch immer wieder wurmt, wenn man für die Familienwäsche zuständig ist. Gemeint ist, wie die Überschrift bereits verrät, die regelmäßig auftretende Frage:

Wohin verschwinden bloß einzelne Socken?

Dazu hat wohl jeder seine ganz eigene Theorie und viele weitere sind denkbar. Socken bleiben zum einen schlichtweg vergessen liegen. Nach Übernachtungen bei Freunden, in Hotelzimmern auf Reisen, in Jugendherbergen. Manchmal vielleicht sogar in Umkleidekabinen von Sport- und Schwimmhallen. Wobei die Socke dort wohl niemand wirklich vergisst. Vielmehr dürfte sie kurzzeitig unauffindbar gewesen und deswegen dort verblieben sein. Nur eine Socke an zwei Füßen, das dürfte schließlich selbst dem schusseligsten Kind nicht entgehen.

Daheim hingegen können einzelne Socken wohl tatsächlich mitunter in der Waschmaschine verschwinden. Wahrscheinlicher jedoch: Getragen landen sie in dunklen Ecken unter Kinderzimmerbetten. Oder tauchen beim nächsten Bettenbeziehen zwischen Matratze und Lattenrost wieder auf. Sie fallen auf dem Weg zur Maschine aus dem Wäschekorb und stauben unter der Kellertreppe ein. Man findet sie gerne auch hinter der Waschmaschine. Oder nach der Wäsche unverhofft in Ecken von Spannbettlaken, in Hosenbeinen und Pulloverärmeln frisch gewaschener Kleidung.

Doch was tun, damit Sockenpaare zusammen alt werden können?

Eine einleuchtende und erfolgversprechende Lösung ist die Folgende. Man verwendet spezielle Clips, damit Socken nur paarweise in die Waschmaschine wandern. Und danach zu zweit auf die Wäscheleine und in den Schrank. Eine wirkliche Zeitersparnis bedeutet dies jedoch nur, wenn jedes Familienmitglied mitzieht und seine Socken gleich nach dem Ausziehen zusammen“clippt“. Ansonsten bleibt die Arbeit dieselbe. Und dann sortiert man Socken wohl lieber gewaschen als ungewaschen. Alternativ steckt man Socken vor der Wäsche ins Wäschenetz. So können zumindest keine Einzelstücke hinter der Gummidichtung der Waschmaschine landen.

Ein fester Platz für Fundstücke

Wer hingegen ohne solch spezielle Hilfsmittel auskommen möchte, sollte einzelne Socken stets zielsicher wieder „einfangen“. Und so verhindern, dass sie weiterhin alleine durchs Haus „wandern“ oder einzeln in Kinderzimmerschubladen landen. Denn dort werden sich vermutlich eher Einzelstücke anhäufen, als dass Paare wieder zusammen finden.

Die Regel für alle im Haus sollte daher wie folgt lauten. „Wer irgendwo eine einzelne Socken findet – ob frisch gewaschen oder getragen – wirft sie in die Wäschekorb!“ So landet erst mal jede Socke wieder in der Waschmaschine. Beziehungsweise bei dem, der sich um die Familienwäsche kümmert. Denn unmittelbar nach dem Waschgang beim Aufhängen und Sortieren der Wäsche haben Einzelstücke eben die besten Chancen, wieder zu Paaren zusammen zu finden.


Doch was passiert dann mit eben jenen Einzelstücken, die nach dem Sortieren übrig bleiben? Die sammelt man idealerweise am festen Ort des regelmäßigen Waschgeschehens. Beispielsweise in einem Beutel neben dem Wäschetrockner. Regelmäßig kann man dann diesen Sack mit einzelnen Socken leeren. Und sich freuen, wenn wieder einmal zwei Socken zusammengefunden haben.

Und Stücke, die schon ewig alleine darin schlummern? Die kommen innerhalb dieses Sacks in einen Extrabeutel, beschriftet mit dem aktuellem Datum. Und wenn dann nach einer gewissen Zeit, beispielsweise einem Jahr, der „Partner“ noch immer nicht wieder aufgetaucht ist? Dann scheint die Chance äußerst gering, dass er das noch einmal tun wird. Kindersocken sind bis dahin vermutlich ohnehin zu klein. Und das Einzelstück darf guten Gewissens den verlassen. Oder eine neue Verwendung finden!

Was kann man mit einzelnen Socken noch Sinnvolles anstellen?

Entsorgen ist natürlich nur eine Option von vielen, was mit einzelnen Socken geschehen kann. Schließlich kann man selbst diesen noch eine sinnvolle Aufgabe zukommen lassen, Vor allem, wenn man DIY liebt. Und im Familienalltag Zeit und Lust dazu findet.

Nur um des „Nicht-Wegschmeißen-Wollens“ willen sollte jedoch keine alte Socke im Haushalt verbleiben. Sprich: Wenn aus der Einzel-Socke etwas entsteht, das dann ebenfalls nutzlos verstaubt, kann man sie genauso gut gleich entsorgen. Auch wenn der gute Wille groß und ehrbar war, vorschnellen Müll zu vermeiden.

Ideen, um der Socke ein „zweites Leben“ zu schenken, gibt es viele. Zum Beispiel hier bei smarticular.net. Dort unbedingt auch die Kommentare unterm Beitrag lesen, in denen sich weitere tolle Tipps befinden!

Ein weiterer, bewährter Tipp kommt zum Schluss von uns. Manch eine ausgediente Socke wurde hier schon zum Zwiebelsäckchen als bewährtes Hausmittel bei leichten Ohrenschmerzen. Dafür einfach eine halbe Zwiebel zerkleinern, erhitzen und in die Socke füllen. Und das Ganze dann nach Bedarf aufs schmerzende Ohr legen.

Warum die Socke dafür ideal ist? Weil einerseits Zwiebelsaft hartnäckige Flecken hinterlassen lassen. Und da ist es ja nicht so schlimm, wenn man die Einzelsocke anschließend entsorgen muss. Anderseits ist die – mit einem Gummiband verschlossene – Socke allemal praktischer als ein zusammengeknotetes Tuch o.ä. . Aus der Socke kann nämlich nichts herausfallen.

Bildquelle: © bigstock.com/ Maks08

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