Schwerer Schulranzen – was tun?

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„Nicht mehr als 10% des Körpergewichts des Kindes soll ein gefüllter wiegen“, ist eine viel gehörte und gelesene Faustregel, wenn es um das Gewicht der Schultasche geht.

Ob ein zu schwerer Schulranzen dauerhaft zu Gesundheitsschäden führen kann, vermögen wir nicht zu beurteilen und auch Experten sind sich in dieser Frage bislang nicht abschließend einig geworden.
Tatsache ist jedoch, dass es sich in der Praxis schnell als schwierig erweist, die „10 %-Regel“ beim Befüllen des Ranzens einzuhalten, und Schulkinder oft über eine zu schwere Schultasche klagen.

An einem Tag muss ein dickes Buch für die Hausaufgaben mit heim gebracht werden, an einem anderen Tag ist es das Turnzeug, das vom Schulkind lieber in der Schultasche transportiert als in der Hand getragen wird.

Was tun?
Schon beim Kauf des Schulranzens auf ein leichtes Modell achten. Hilfestellung beim Kauf eines (verkehrs)sicheren Ranzens mit gutem Tragekomfort und hoher Alltagstauglichkeit gibt die DIN 58124.

Und ansonsten?

1.) „Kleinvieh“ vermeiden
Auch augenscheinlich kleine Erleichterungen können sich in der Summe bemerkbar machen. Dazu gehören z. B.:

  • Heftmappen regelmäßig von erledigten und nicht mehr benötigten Arbeitsblättern befreien
  • Regencape und Regenschirm an Schön-Wetter-Tagen aus dem Ranzen nehmen
  • Nicht gebrauchtes Arbeitsmaterial (auch einzelne dünne Schnellhefter) täglich aus dem Ranzen nehmen bzw. vom Kind heraus nehmen lassen, wenn die Fächer für einen Schultag nicht auf dem Stundenplan stehen

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen, die man selbst ergreifen kann, kann das Gespräch mit dem Lehrer/der Lehrerin gesucht werden oder das Thema auf einem Elternabend zur Sprache kommen.  Denn praktisch nur in Absprache lassen sich folgende Fragen klären und der Ranzen dadurch erleichtern:

2.) Alternative zu mitgenommenen Getränken
Besonders Trinkflaschen beschweren den Ranzen. Vielleicht besteht zusätzlich zu Schulmilch und -kakao die Möglichkeit, in der Klasse einen Wasserkasten aufzustellen, aus dem die Kinder sich in den Pausen bedienen können.
Reihum (alphabetisch) wird der leere Kasten von den Eltern gegen einen vollen ersetzt.

3.) Muss das Turnzeug immer mit?
Das Turnzeug und die Schwimmsachen zu transportieren sind besonders für Kinder mit langem Schulweg oft eine lästige Angelegenheit. Entweder werden die Sachen zusätzlich zum Ranzen umgehängt (sperrig) oder sie werden in der Hand getragen (und schleifen dabei gerne mal über den Boden) oder sie kommen mit den Ranzen.
Sicher: nasse Schwimmsachen müssen nach der mit zurück nach Hause.
Vielleicht besteht aber die Möglichkeit, das Turnzeug in der Schule zu belassen. Generell oder bei zwei aufeinander folgenden Tagen Sportunterricht wenigstens über Nacht?

4.) Welches Fach an welchem Tag?
Stundenpläne von Grundschüler geben oft wenig über den Unterrichtsablauf preis: oft verraten Kreuzchen oder Kürzel nur, welcher Lehrer in welcher Stunde den Unterricht hält.
Auch wenn der Unterricht in Grundschulen oft flexibel gestaltet wird, können Lehrerin oder Lehrer vielleicht sagen, an welchem Tagen Sachkunde-, Musik- oder Religionsmappe daheim bleiben dürfen.

5.) Was darf in der Schule bleiben?
Damit die Schüler nicht viel zur Schule und zurück tragen müssen, die Lehrer ihrerseits die Gewissheit haben, dass benötigte Unterrichtsmaterialien vor Ort sind, ist es eine gute Lösung, wenn Schulsachen im Klassenraum verbleiben können.
Besonders schwere Dinge (Bücher) und Gegenstände, die eher selten gebraucht werden (Mal- und Bastelsachen) sind so immer parat und beschweren den Ranzen nicht unnötig.
Einziger Nachteil in der Praxis: Dinge, die für die Hausaufgaben gebraucht werden, werden (zumindest am Anfang) gerne einmal im Fach in der Schule vergessen.

Informationen im Netz
„Schwerer Schulranzen“, ein Thema, das viel diskutiert wird und an dem sich die Geister scheiden. Unterschiedliche Studien, unterschiedliche Ansichten, einige von vielen Artikeln dazu im Netz:

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