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So gelingen Ausstechplätzchen!

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Plätzchenbacken, das ist für Kinder doch der Inbegriff der Adventsfreude! Wenn die Kleinen endlich die bunte Schürzen anziehen dürfen, dann steigt die Spannung auf das kommende Fest! Wenn schließlich bei Duft von Keksen fröhliche Weihnachtsmusik ertönt, sind das die fröhlichen, unbeschwerten Facetten des Advents!

Sofern denn beim Backen alles so läuft, wie es soll!
Wenn, ja wenn man die Teigmenge nicht zu knapp kalkuliert hat. Wenn der Plätzchenteig beim Ausrollen nicht permanent an der Rolle hängen bleibt und zerreißt. Und wenn auch nach dem x-ten Blech kleinen Plätzchenausstechern und -verzierern nicht die Lust auf die warme, klebrige Angelegenheit vergeht. Und es am Ende doch wieder Mama, Papa oder Oma sind, die die letzten Ladungen zu Ende backen. Um anschließend das gröbste Chaos zu beseitigen und die Küche wieder begehbar zu machen.

Damit das weihnachtliche Ausstechplätzchen-Backen gelingt?

1. Nehmen Sie sich für einen Backtag lieber zu wenig als zu viel vor!

Es müssen nicht zig verschiedene Sorten und Unmengen an Plätzchen pro Sorte an einem Tag sein! Backt man lieber kleinere Mengen, aber dafür öfter, hat man all die leckeren Plätzchen anschließend zwar vielleicht allzu schnell verputzt. Kurze Back-Aktionen schonen jedoch Nerven und Kräfte. Und man freut sich umso mehr auf den nächsten Backtag mit Plätzchenduft und ofenfrischen Köstlichkeiten.

2. Bereiten Sie alles gut vor!

Wann backen Sie? Samstags? Prima, dann könnte man ja schnell noch zum Supermarkt flitzen, wenn man feststellt, dass Zutaten fehlen. Entspanntes Backen bedeutet dies jedoch nicht unbedingt! Schließlich ist so ein Samstag doch ohnehin meist gut gefüllt mit allerlei Erledigungen und Terminen.

Also lieber sonntags backen?
Dann sollten Butter, Mehl, Eier etc. sowie Plätzchen-„Deko“ganz sicher in ausreichender Menge am Start sein. Und mehr noch: Auch der Teig sollte fix und fertig bereits einige Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank geruht haben. Dann hat er die richtige Temperatur und Konsistenz, um beim Ausrollen wenig Probleme zu machen.

3. Schaffen Sie rechtzeitig ausreichend Platz!

Die Arbeitsfläche in der Küche ist in aller Regel nicht grenzenlos. Daher sollte sie zumindest im Vorfeld frei von allem sein, das man aktuell nicht dringend benötigt. Toaster, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Brotkasten…was in den nächsten Stunden verzichtbar ist, kommt in eine Kiste. Und weit weg vom Ort des Geschehens, von klebrigen Fingern und staubendem Mehl.

4. Setzen Sie auf bewährte !

Wie beispielsweise unseres hier ;-).

Man verknete

500 Gramm Zucker
1 Kilogramm Mehl
4 Eier
5 Päckchen Vanillinzucker
600 g Margarine oder Butter
und evtl. einige Tropfen Backaroma, z. B. Buttervanille

Dazu braucht es später noch Mehl zum Bestreuen der Arbeitsfläche und der Teigrolle. Den Teig etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen und Plätzchen daraus ausstechen. Im Ofen backen diese anschließend bei 170°C (Umluft), bis sie ganz leicht zu bräunen beginnen. Die Kekse anschließend auf dem Blech außerhalb des Ofens gut abkühlen lassen! Und schon kann das feierliche Verzieren mit Zuckerguss, Schokolade und Co. beginnen!

5. Lassen Sie den Teig stets so lange wie möglich im Kühlschrank

Anstatt gleich alles zu verarbeiten, nehmen Sie sich stets nur möglichst kleine Teigportionen vor. Und was nicht mehr aufs Blech passt, kommt zwischenzeitlich zurück in den Kühlschrank.

Und: Achten Sie eine kühle Arbeitsfläche! Jeder weiß: Je wärmer der Teig, desto mehr klebt er. Dann muss mehr Mehl rein – und als Folge wird der Teig gerne zu trocken und reißt. Eine von unten kühle Arbeitsplatte, vielleicht unterm gekippten Küchenfenster, ist daher ideal. Die Arbeitsfläche über dem heißen Backofen oder eine in unmittelbarer Nähe dessen ist hingegen weniger geeignet.

6. Stellen Sie Ihr Equipment auf den Prüfstand

Und das am besten natürlich vor dem großen Backtag.

Sind genügend Backpinsel vorhanden, damit alle Kinder später die Plätzchen glasieren können? Ausreichend Backpapier, um sich nicht über am Backblech klebengebliebene Plätzchen ärgern zu müssen? Genügend Schüsseln, um mehrere Teige parallel vorbereiten zu können? Und wie steht es um den Teigroller, das gute alte „Nudelholz“? Ist dieses noch ausreichend belastbar, leichtgängig, hygienisch?

Ansonsten lohnt es sich vielleicht, sich mal nach einem neuen Exemplar umzusehen. Nach einem, das im Gegensatz zum alten Modell aus Holz womöglich viele Vorteile bieten kann? So gibt es Teigroller mit Antihaftbeschichtung und – sehr praktisch – welche, die man auf eine Teig-Dicke einstellen kann. So hat man nie das Problem, dass manche Plätzchen bereits schwarz werden, während andere noch halb „roh“ sind.

Bringt das „Nudelholz“ zudem ordentlich Gewicht auf die Waage, hilft es praktisch beim Ausrollen mit. Und wenn es dazu noch in die Spülmaschine darf, ist das natürlich auch nicht verkehrt! Zu guter Letzt:

7. Gönnen Sie sich den Luxus guter Backförmchen!

Achten Sie auf rostfreies Material und darauf, dass die Förmchen möglichst spülmaschinengeeignet sind. Natürlich dürfen diese außerdem nicht so zierlich gestaltet sein, dass sie sich beim Ausstechen verformen. Und sie dürfen oben keine scharfe Kante haben, die das Aufdrücken auf den Teig zur unangenehmen Angelegenheit machen. Viele Ausstecher sehen toll aus und versprechen originelle, hübsche Kekse. In der Praxis erweist es sich jedoch schnell als tückisch, wenn manche Teile des späteren Plätzchens sehr filigran sein sollen! Allzu zarte Sternschnuppen-Schweife, Einhorn-Hörner oder Rentiergeweihe neigen leider dazu, beim Transfer von der Arbeitsplatte aufs Blech bereits verloren zu gehen. Oder bei der späteren Bearbeitung abzubrechen. Perfekt hingegen seit je her? Flächige, kompakte Motive wie Herzen, Sterne, Monde, die stabile Plätzchen ergeben und auf die ordentlich Deko passt!

Wir wünschen viel Spaß und gutes Gelingen bei der weihnachtlichen Bäckerei!

Bildquelle: © bigstock.com / evranii

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