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So richtig schön erst mit „Bommel“: Wie man einen Pompon für Wintermützen bastelt

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Manch selbst gestricktes Accessoires wird erst dank kleiner, aber feiner Details perfekt.
So letztens gestrickt: Eine Mütze, die obendrauf als i-Tüpfelchen einen der momentan scheinbar sehr angesagten Bommel – oder vornehmer: „Pompon“ – bekommen sollte.

Das letzte Herstellen eines solchen liegt schon eine ganze Weile zurück, also die Erinnerungen hervor gekramt, gegrübelt „Wie ging das noch gleich genau?“ und einfach mal ans Werk gemacht.

Zum Glück hat´s auf Anhieb funktioniert, so dass es hier und heute eine kleine Anleitung zum Nachbasteln gibt.

Den größten Teil des Bastelns, nämlich das Umwickeln mit der Wolle, können bei Verwendung einer nicht-spitzen Nadel übrigens schon Kindergartenkinder übernehmen. Daher eignet sich das Bommel-Basteln auch als schöne Beschäftigung für zwischendurch, die ganz nebenbei Geduld und Feinmotorik schult.

1.) Das Material
Benötigt werden

  • Wolle (recht viel!)
  • Eine Stopfnadel mit abgerundeter Spitze
  • Eine kleine spitze, scharfe Schere, zum Beispiel eine Nagelschere
  • Eine Bastelschere (zum Schneiden vom Karton)
  • Ein Stück mitteldicker Karton, beispielsweise die Rückseite eines ausgedienten Zeichen- oder Collegeblocks
  • Ein Lineal sowie
  • Ein Zirkel (alternativ zwei runde Gegenstände (Gläser…) unterschiedlicher Größe, die man zum Zeichnen der Kreise benutzen kann)

Bastelmaterial

2.) Die Maße
Aus der Pappe werden zunächst zwei runde Scheiben in der richtigen Größe hergestellt. Der äußere Durchmesser der Pappscheiben entspricht dabei ziemlich exakt der Größe des späteren Bommels.
Soll der Bommel einen Durchmesser von 8 cm haben, wird der Zirkel entsprechend auf einen Radius von 4 cm gestellt und zwei Kreise dieser Größe werden nebeneinander auf die Pappe gezeichnet.

Hinein wird jeweils noch ein zweiter, kleinerer Kreis gezeichnet. Dieser innere Kreis (mit demselben Mittelpunkt wie der große) sollte einen Radius haben, der etwas kleiner ist als die Hälfte des Radius des großen Kreises, in diesem Fall also etwa 1,5 cm.

Wenn beide Kreise aufgezeichnet sind, wird um die großen Kreise herum ausgeschnitten und die kleinen in der Mitte werden aus den Scheiben ausgeschnitten, so dass die Scheiben aussehen wie unten auf dem Bild zu erkennen ist.

3.) Los geht´s!
Die beiden Pappscheiben werden genau aufeinander gelegt.
Von der Wolle werden etwa 3-4 Meter lange Stücke abgeschnitten, diese jeweils auf die Hälfte gelegt und so doppelt durch das Nadelöhr gezogen, so dass (Zeit sparend) parallel mit vier Fäden gearbeitet werden kann.
Mit einem Daumen wird das Fadenende gehalten und mit der anderen Hand immer herum und herum wird die Nadel durch die Pappscheibe gezogen, wobei die Fäden straff um beide Pappscheiben gewickelt werden:

Pappscheiben umwickeln

Dabei versuchen, die Scheiben möglichst gleichmäßig dick an allen Stellen zu umwickeln und immer in eine Richtung zu arbeiten!

Ist der erste Faden verbraucht, wird ein zweiter abgeschnitten und verarbeitet usw.

Wenn es in der Mitte langsam eng wird, mit doppeltem statt vierfachem Faden weiter arbeiten.

4.) Fertigstellung und Feinschliff
Wenn das Loch innen geschlossen ist, wird es spannend!

Pompom fertig umwickelt

Mit der spitzen (Nagel)Schere die Fäden an der Außenseite dort einschneiden, wo man die Ränder der beiden Pappscheiben vermutet.
Sobald man ein Stück von ihnen freigelegt hat, komplett einmal drum herum zwischen den beiden Pappscheiben entlang die Fäden durchschneiden.

Pompom aufschneiden

Anschließend ein weiteres, nicht zu kurzes Stück vom Wollknäuel abschneiden, dies zwischen die beiden Pappscheiben legen und möglichst stramm zwei- bis dreimal um alle Fäden wickeln.

Den Faden fest verknoten, die Pappscheiben jeweils an einer Stelle Richtung Mitte hin einreißen und entfernen.

Zum Schluss – falls nötig – den Pompon hier und da noch mit der Schere nach „frisieren“, damit er von allen Seiten aus betrachtet schön rund ist:

Fertiger Pompon Bommelmütze

Fertig!

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