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Spaß an Mathematik: Grundlagen im Alltag vermitteln

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Es gibt Kinder, die lernen mathematische Dinge mit links. Es gibt aber auch Kinder, denen Mathematik von Beginn an schwer fällt. Eltern machen sich dann ernsthafte Sorgen um die Entwicklung des Nachwuchses. Das muss nicht sein, denn Spaß an Mathematik zu vermitteln ist mit ein paar Tricks super einfach. Wichtig ist, dass die Eltern mathematisches Wissen spielerisch in den Alltag integrieren. Wir zeigen Möglichkeiten auf, wie dies gelingt.

Bereits im Kindergartenalter an Mathematik heranführen

Bereits im Kindergartenalter ist es möglich, den Nachwuchs an das Thema Mathematik spielerisch heranzuführen.

Alltagsgegenstände können sortiert werden. Wir empfehlen Knöpfe, Perlen, Murmeln und Steine. Schon im Alter von drei bis fünf Jahren können die Kinder zählen: Die einen weiter als die anderen, aber das ist nicht schlimm. Wichtig ist nur, dass die Jungen und Mädchen Spaß am Zählen haben. Im Alltag können die Kids Treppenstufen zählen. Auch können sie zählen, wie viele Äpfel in der Obstschale zu Hause liegen oder wie viele Geldmünzen in ihrem Sparschwein sind. Darüber hinaus können sie beim Backen oder Kochen assistieren und Zutaten abwiegen – natürlich mit der Hilfe der Eltern. So bekommen die Kinder von klein auf ein Gefühl für Zahlen und Mengen.

 Grundschüler aufgepasst: beim Einkaufen bezahlen und Wechselgeld berechnen

Sind die Kinder dann etwas älter und besuchen die Grundschule, können Sie beim Einkaufen im Discounter selbst bezahlen. Sie können, nachdem sie die Einkäufe auf das Kassenband gelegt haben, schätzen, was der Einkauf kosten wird. Außerdem können die Kinder beim Wocheneinkauf das Geld aus dem Geldbeutel nehmen und eigenständig bezahlen. Handelt es sich um kleinere Summen, beispielsweise beim Bäcker, kann der Nachwuchs ausrechnen, wie hoch das Wechselgeld ist. Auch ist es eine sinnvolle Übung, die Sprösslinge beim Essen Schnitzel, Pizza und Co halbieren oder vierteln zu lassen. Schnell bekommen sie dabei ein Gespür, was es bedeutet, eine halbe Pizza oder ein halbes Schnitzel zu bekommen. Prima funktioniert diese Übung auch mit einem Kuchen oder mit einer Torte – und das nicht nur am Geburtstag.

Mathematische Basics in den Alltag integrieren

Und es gibt noch weitaus mehr Möglichkeiten, Kinder den Bezug zu mathematischen Themen zu vermitteln. Engagierte Eltern können sich im Alltag mit Kleinigkeiten, den mathematischen Fähigkeiten ihrer Kinder widmen. Ein tolles Spiel ist es, Mengen zu schätzen: In ein Glas kommen beispielsweise eine Handvoll Gummibären oder eine halbe Packung Backerbsen. Das Kind muss nun schätzen, wie viele Teile im Glas sind. Um die Schätzung zu überprüfen, wird der Inhalt gezählt. Und als Belohnung darf natürlich ein wenig genascht werden. Auch sind Kinder schnell schon in einem Alter, in dem sie den Busfahrplan oder den Zugfahrplan selbstständig lesen und verstehen können. Eltern sollten dem Nachwuchs die Suche nach dem richtigen Bus oder Zug überlassen. Dies macht die Kinder stolz. Zudem werden sie selbstbewusster und sie schreiten großen Schrittes durch die weite Welt. Ein weiterer Tipp zur Vermittlung von mathematischen Grundlagen im täglichen Leben ist das Messen von Entfernungen. Kleinere Strecken kann das Kind mit einem Lineal messen. Für größere Strecken nimmt es einen Meterstab aus Papas Werkstatt oder ein Maßband aus Mamas Nähkästchen.

Mit den Trends gehen: Mathematik im Internet lernen

Um am Puls der Zeit zu gehen, bieten sich zum Mathematik-Lernen Übungen aus dem Internet an. Mittlerweile gibt es zahlreiche Online-Übungen und Videos mit Erklärungen, die dem Nachwuchs schwierige Themen auf anschauliche Art und Weise erklären. Am PC oder am Tablet gerät der Lernfaktor schnell in den Hintergrund. Im Fokus liegt dann der spielerische Charakter dieser Übungen, die speziell an den jeweiligen Lernstand des Kindes angepasst sind. Statistiken zeigen, dass fast die Hälfte der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren am liebsten mit digitalen Medien lernt. Diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen, denn es gibt kaum einen Schüler mehr, der keinen Zugriff auf einen Computer hat. Und auch mit Smartphones sind die Schüler immer früher ausgestattet. So können sie bereits in Bus und Bahn lernen, wenn sie eine längere Strecke zurückzulegen haben. Sinnvoller aber ist das Online lernen in den heimischen vier Wänden: bestenfalls ungestört im Kinderzimmer.

Gesellschaftsspiele mit Lernfaktor

Wenn Eltern Bedenken haben und dem Lernen im Netzt skeptisch gegenüberstehen, können sie dem Nachwuchs spezielle Lernspiele kaufen. Es gibt tolle Gesellschaftsspiele, bei denen das Kind gar nicht merkt, dass es um das Lernen von Formen oder Zahlen geht. Was viele nicht wissen: Bauklötze jeglicher Art eignen sich dafür, dass Kinder ihr räumliches Vorstellungsvermögen schulen. Auch Kartenspiele sind eine sehr gute Idee, wenn es um das Erkennen von Zahlen geht – ebenso Würfelspiele. Es gibt so viele Möglichkeiten, Mathematik in den Alltag zu integrieren. Diese Möglichkeiten müssen nur erkannt und umgesetzt werden. Dann kommt der Nachwuchs spielerisch von Klasse zu Klasse – und das mit guten Noten in Mathematik.

Bildquelle: © fotolia.com/ Myst; © bigstock.com/ Nadezhda1906

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