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Viele Fragen rund um den Schwimmunterricht

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Nicht nur ein neues Jahr hat begonnen. Auch das erste Halbjahr des laufenden Schuljahrs begibt sich in Bälde auf die Zielgeraden und das zweite wird beginnen. Für manch einen Schüler mag sich dadurch wenig ändern. Die Fächer und Lehrer bleiben die Alten. Große Änderungen auf dem Stundenplan zeichnen sich wahrlich nicht ab.

Für manch anderen steht hingegen womöglich frischer Wind durch kühles Nass auf dem Programm. Es ist (mal wieder) Zeit für den Schwimmunterricht?! Dann werden „alte Hasen“, die bereits einmal in diesen Genuss kamen, dem gelassen und routiniert entgegensehen. Bei Schwimmunterricht-Neulingen und deren Eltern tut sich hingegen vielleicht das eine oder andere Fragezeichen auf.

Wie läuft der Schwimmunterricht ab?
Wer begleitet und unterrichtet die Kinder?
Wie viel Zeit hat der Nachwuchs im Wasser zwischen An- und Abfahrt und dem zweimaligen Umziehen?


In der Regel lässt keine Schule Eltern mit solchen Fragen allein. 
Rückt der Schwimmunterricht in greifbare Nähe, ist er üblicherweise ein Tagesordnungspunkt beim Elternabend.

Womöglich vergaß man dort jedoch eine Frage zu stellen?
Oder die eigene Frage kam nicht zur Sprache, während man selbst nicht an der Klassenpflegschaftssitzung teilnehmen konnte?

Dann steht der Sport- oder Klassenlehrer sicherlich noch rechtzeitig für alle offenen Fragen zur Verfügung.

Welche das sein könnten? Worüber man sich mit seinem Kind zusammen Gedanken machen sollte, bevor der erste Schwimmstunde gekommen ist? Aus Erfahrung haben wir im Folgenden mal einige typische Fragen zusammengetragen.

1. Wie steht’s mit der Badekleidung für den Schwimmunterricht?

Egal ob man Urlaub und Freizeit gerne am und im Wasser genießt oder nicht. Womöglich muss für den Schwimmunterricht Neues in Sachen Badekleidung her.

Und diese kauft man idealerweise im Sportgeschäft vor Ort. Denn erfahrungsgemäß können Badesachen trotz gleich angegebener Größe sehr unterschiedlich ausfallen. Und überdies müssen vor allem bei Badeanzügen die Proportionen stimmen.

Daher: Am besten im Laden anprobieren, damit Badesachen später nicht schlackern, aber auch nicht kneifen. Damit die Optik stimmt, die mit zunehmendem Alter immer wichtiger wird. Und natürlich, damit später im Wasser nichts rutschen oder gar verloren gehen könnte… .

Schicker Bikini oder funktioneller Badeanzug, enganliegende Badehose oder weite Schwimmshorts?

In der Regel informiert die Schule Eltern mittels Materialliste über etwaige Regelungen und notwendige Anschaffungen rund um den Schwimmunterricht. So kann bereits die Benutzungsordnung des Hallenbads entsprechende Hinweise enthalten, dass Badeshorts beispielsweise nicht erlaubt sind. (Abgesehen davon, dass diese im Wasser dem schneller Vorankommen nicht gerade förderlich sind.)

Manch andere Antwort ergibt sich praktisch von selbst, beispielsweise auf die Frage „Bikini oder Badeanzug?“. Viele Mädchen mögen ihren Bikini lieben. Für den Schwimmunterricht ist dieser aber eben nur bedingt bis gar nicht geeignet. Ein gut sitzender, sportlicher Badeanzug macht hingegen alles mit. Und bleibt auch beim Sprung vom Dreimeterbrett zuverlässig dort, wo er hingehört.

Der Bikini hingegen – wenn es sich nicht gerade um den perfekt sitzenden Sportbikini handelt – gehört an Strand. Schließlich sollen Kinder und Jugendliche sich im Sportunterricht auf den Sport konzentrieren. Und nicht darauf, dass alles sitzt und dabei möglichst schick und vorteilhaft aussieht.

2. Badekappe oder nicht?

Wer selbst als Kind lange Haare hatte, dem ziept es womöglich schon beim bloßen Gedanken an eine Badekappe. Zugegeben: Besonders vorteilhaft lässt eine solche einen selten aussehen. Und bis sie mal auf Anhieb richtig sitzt, ist ein wenig Übung erforderlich.

Dafür hält die Badekappe die Haare – wenn auch nicht hundertprozentig – beim Schwimmen ziemlich trocken. Sie verhindert, dass Haare unappetitlich durchs Becken treiben. Und sie spart ihrem/r langhaarigen Träger/in nach dem Schwimmen wertvolle Zeit. Schließlich erfordern lange Haare, die im Zopf unter der Badekappe waren, deutlich weniger Aufwand beim anschließenden Frisieren.

Ob eine Badekappe zum Einsatz kommt beziehungsweise kommen muss, liegt aber nicht unbedingt nur im Ermessen von Kind und Eltern. Auch wenn die Badekappenpflicht in vielen Hallenbädern Geschichte ist. Das Tragen einer solchen kann im Schwimmunterricht aus unterschiedlichen Gründen noch obligatorisch sein.

3. Wie geht nichts verloren?

Wie immer rund um den Schulalltag sollte auch für den Schwimmunterricht Folgendes gelten.

1. Kennzeichnen Sie alles mit dem Namen oder zumindest mit den Initialen des Kindes!
Wasserfeste Permanentmarker ermöglichen dies haltbar auf den Größenschildchen von Badehosen und -anzügen. Auch Badekappen, Badetaschen und Handtücher nicht vergessen! In Umkleidekabinen geht es aufgrund des straffen Zeitplans schließlich oft hektisch zu. Und allzu schnell sind ähnlich aussehende Gegenstände verwechselt.

Und 2. Wertgegenstände und Schmuck bleiben am besten direkt daheim!
Auch wenn die Lehrkraft alles einsammeln und wegschließen kann. Die Gefahr des Verlusts bleibt. Und das Einsammeln und Austeilen kostet überdies Zeit und bedeutet (vermeidbaren) Aufwand.

4. Kann das Kind während des Unterrichts ein Schwimmabzeichen erlangen?

Das kann erfahrungsgemäß im Schwimmunterricht möglich sein, muss aber nicht. Klären Sie diese Frage am besten möglich früh, wenn Sie und/oder Ihr Kind Wert auf Schwimmabzeichen legen. Denn je eher man sich alternativ nach einem passenden Angebot umsehen kann, desto besser. Mancherorts sind Schwimmkurse rar gesät und Wartelisten lang!

5. Sind Schwimmbrillen erlaubt?

Schwimmbrillen sind bei vielen Kindern zurecht beliebt. Zum einen sehen sie mal schick, schnittig und sportlich aus. Vor allem aber erleichtern sie ungemein die Orientierung im Wasser. Und das Tauchen macht mit klarem Blick gleich ungleich mehr Spaß. Zu guter Letzt schützen sie empfindliche Augen vor Chlorwasser. Und das dem einen nun einmal mehr zu schaffen als dem anderen.

So viele Pluspunkte – und dennoch sind Schwimmbrillen nicht überall gern gesehen?
Auch das hat natürlich einen Grund. Kinder sollen nämlich lernen, sich auch ohne diese Hilfe im Wasser zu orientieren. Und wer dies beim Schulschwimmen trainiert, dem kann es bei einem eventuellen Notfall (Sturz ins Wasser) womöglich das Leben retten!

Kaufen Sie daher nicht vorschnell eine Schwimmbrille, die womöglich dann nicht zum Einsatz kommen darf. Fragen Sie besser zuvor auch hier die Lehrkraft, ob Schwimmbrillen gern gesehen sind.

Bildquelle: © bigstock.com/ Tropical studio

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