Wackeligen Schrittes die Welt entdecken: Wann braucht eine Baby sein erstes Paar Schuhe?

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Es ist immer wieder unglaublich, wie rasant ein Baby sich in seinem ersten Lebensjahr entwickelt.
Rund stolze 20 Zentimeter Körperlänge legt das einst winzige Neugeborene bis zu seinem ersten Geburtstag zu, begleitet von einigen bedeutsamen Meilensteinen:

Einige Babys erfreuen ihre Eltern bereits rund um diesen denkwürdigen ersten Geburtstag mit einem – endlich eindeutigen – „Mama“ oder „Papa“.
Nicht wenige können bereits aufrecht auf zwei Beinen auf ihren Gabentisch zusteuern, um die erste Kerze auf ihrem Geburtstagskuchen zu bewundern.

Die ersten Schritte läuten einen neuen Abschnitt im Leben kleiner Weltentdecker ein, für den man seinem kleinen Schatz natürlich nur das Beste wünscht und mit auf den Weg geben will.
Neben guten Wünschen auch – für allzeit warme und unversehrte Füße und ein sicheres Ansteuern aller spannenden Ziele – ebenso gute erste Schuhe!

Im Gegensatz zu den unzähligen, die später folgen werden, sind der Kauf des allerersten Paars und natürlich diese Schühchen selbst höchst emotionale Angelegenheiten und keine Fälle von „mal eben erledigt“ und „schnell zwischendurch geshoppt“.
Und wie so vieles beim ersten Kind Dinge, die Fragen aufwerfen:

Wann braucht ein Baby seine ersten Schuhe?
Die Antwort ist simpel: Dann, wenn sie gebraucht werden.
Und das bedeutet: Wenn das Baby oder Kleinkind längere Strecken im Freien läuft. Denn zum Sitzen im Kinderwagen, im Autositz oder im Wohnzimmer braucht es keine Schuhe, sondern Socken, Filzpuschen oder anderes, das sie Füße warm hält und passend zum jeweiligen Boden ausreichend Halt beim Robben, Krabbeln und bei zaghaften ersten Schritten bietet.

Das bedeutet vor allem für Eltern von Kindern, die im Spätherbst oder Winter die ersten Schritte wagen, dass der Kauf der ersten Schuhe durchaus bis zum Frühling warten kann. Bis dahin ist das Kind – vor allem bei Schnee und eisiger Kälte, die einen dicken Schneeanzug erfordert – bestens gut „verpackt“ im Kinderwagen aufgehoben, während Gehversuche besser drinnen im Warmen statt finden.

Wer trotzdem schon Schuhe kaufen möchte – je winziger, desto niedlicher und verlockender sind sie ja zugegebenermaßen – muss damit rechnen, dass sie bis zum Frühling, wenn das Kleinkind schon viel sicherer und häufiger unterwegs sein wird, bereits zu klein geworden sind.
Einerseits ärgerlich, weil gute Schuhe auch im XS-Format durchaus ihren stattlichen Preis haben können. Zum anderen, weil diese ersten Schuhe dadurch vielleicht nicht den emotionalen Stellenwert erreichen werden, den man sich beim Kauf erhofft hat.
Gut, das mag nur die sentimentalen unter den Eltern betreffen, aber: Die ersten Babyschuhe gewinnen ihren Charme doch auch dadurch, dass man ihnen die ersten Babyschritte – samt noch zwischenzeitlicher Krabbelpartien über raue Spielplatzsteine – später ansieht.

Wie finde ich die Schuhgröße meines Kindes heraus?
Natürlich ist es heutzutage ein Leichtes, anhand von Tabellen – zum Beispiel im Internet – die zur Fußlänge in Zentimetern gehörige Schuhgröße zu ermitteln.
Eine Garantie, dass Schuhe in dieser Größe dann auch perfekt passen, ist dies jedoch nicht!

Auf der sicheren Seite ist man in jedem Fall mit dem Gang ins Fachgeschäft, in dem zunächst die Schuhgröße – als Anhaltspunkt – ermittelt wird und dann für jedes in Frage kommende Schuhpaar exakt geschaut werden kann, ob es in Länge und Weite zum Babyfuß passt.
Neben der reinen Fußlänge muss das Innere des Schuhs noch rund 15 Millimeter „Luft“ bieten, damit den Füßen genügend Bewegungsfreiheit beim Laufen bleibt.
Eine herausnehmbare Innensohle macht es leicht, beim Kauf die richtige Größe zu finden und auch später regelmäßig zu kontrollieren, ob die Schuhe noch passen.

Worauf ist sonst noch beim zu achten?
Ein guter Babyschuh sollte vieles sein. Kurz und gut:

Ein praktischer Allrounder,
– der für möglichst viele Wetterlagen geeignet und zu jedem Outfit tragbar sein sollte
– der dank elastischer, biegsamer und rutschfeste Sohle Bewegungsfreiheit und Sicherheit bietet
– der nicht einengt, sondern – beispielsweise durch eine gute Polsterung im Knöchelbereich – genau das richtige Maß an stabilem Halt garantiert
– der sich ganz leicht an- und wieder ausziehen lässt
– der durch hochwertige Verarbeitung besticht
– der aus Materialien gemacht ist, die im Schuh für ein angenehmes Klima sorgen und außen Pflegeleichtigkeit bedeuten
– der dem Fuß durch weiches Innenmaterial schmeichelt und höchsten Komfort bietet

Wie schnell wachsen Babyfüße?
Nicht nur beim Kauf ist die Bestimmung der richtigen Größe wichtig, denn Baby- und Kleinkinderfüße wachsen schnell.
Durchschnittlich kann man von einem Millimeter pro Monat ausgehen, was knapp zwei ganzen Schuhgrößen im Jahr entspricht.
Natürlich kann dies nur ein grober Richtwert sein und Füße können schubweise wachsen, so dass auch nach jedem Schuhkauf engmaschig kontrolliert werden sollte, ob die Schuhe noch passen.

Übrigens wird sich das Kind selbst kaum über zu enges Schuhwerk beschweren, da seine noch flexiblen Füßchen sich den engen Begebenheiten anpassen werden.
Unbemerkt drohen über längere Zeiträume dadurch im schlimmsten Fall dauerhafte Verformungen der Füße und bedingt dadurch weitere gesundheitliche Probleme.

Braucht ein Kind Schuhe für drinnen?
Nein. Wann immer es nicht unbedingt erforderlich ist, sollte auf festes Schuhwerk verzichtet werden.
Ideal ist es, wenn ein Baby seine Welt unter den nackten Fußsohlen spüren kann und damit gleichzeitig sicher auch auf glatten Holz- und Fliesenböden unterwegs ist, wo in Socken Rutschgefahr droht. Nicht immer erlauben die Temperaturen in der Wohnung dies jedoch.
Wenn Stoppersocken nicht ausreichen, um die Füße warm zu halten, setzen Sie auf möglichst flexible, weiche Alternativen, die eine Bewegungsfreiheit des Fußes – fast wie barfuß – erlauben!

Link zum Thema hier im Blog:
Anleitung zum Stricken von Babyschühchen in Kofektionsgröße 62/68

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