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„Weniger ist mehr“ und andere Ideen: So klappt es mit der Ordnung im Kinderzimmer!

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Und immer wieder versinkt das im Chaos…? Das liegt gewiss nicht daran, dass Kinder nicht aufräumen können!

Dass sie durchaus in der Lage sind, Dinge wieder an deren vorgesehenen Platz zu räumen, stellt der Nachwuchs gerne immer dann eindrücklich unter Beweis, wenn am nächsten Tag nach langer Zeit die Oma wieder einmal zu Besuch kommt oder eine kleine Belohnung für ihren Einsatz in Sachen Ordnungschaffen in Aussicht gestellt wird.

Das Problem am Aufräumen ist vielmehr:
Es macht keinen Spaß!
Es nervt, wenn das Spiel unterbrochen werden soll, wenn es „natürlich“ gerade am schönsten ist, und das herrliche Chaos, das zwar wenig Platz für freie Bewegung, dafür umso mehr für freie Entfaltung aller möglichen Spielideen bietet, wieder der Ordnung in Kisten, Schränken und Kartons weichen soll.
Und es verdirbt die gute Stimmung, wenn bei Eltern regelmäßig die Mundwinkel nach unten fallen in Angesicht des Durcheinanders, das sich auf dem Schreibtisch, auf dem Boden und gar auf dem Bett präsentiert.

Dennoch: Ab und zu muss mal Ordnung ins Chaos!
Weil der Boden mal gründlich gesaugt oder gewischt werden muss! Da es einfach ein gewisses Maß an Platz braucht, um die Kleiderschränke mal wieder zu sichten und deren Inhalt von Grund auf zu sortieren! Weil Hausaufgaben ebenfalls freie Fläche brauchen! Und weil es zu guter Letzt auch dem Familienfrieden dienlich ist… .

Wenn es mal wieder so weit ist (und schon keinen Spaß macht…), dann soll es so leicht wie möglich gelingen und schnell von der Hand gehen. Beste Voraussetzung dafür: Eine gewisse Routine. Plus folgende fünf Ideen:

Hefte – Comics, Kinderzeitschriften und Co., aber auch Schulhefte – nicht in Kartons packen oder lose ins Regal stellen

Ohne eine Buchstütze bleiben sie dort ohnehin nicht lange vernünftig stehen. Sie rutschen, sind schlecht zu stapeln, so ein ständiges Ärgernis und werden garantiert nicht schöner. Gut untergebracht sind sie (wenn es sinnvoll ist: chronologisch sortiert) hingegen in passenden, beschrifteten Stehordnern. Diese bieten genügend Luft zum „Blättern“. Sie beanspruchen nicht mehr Platz als nötig auf Regalen. Und die Sammelstücke sind frei von Knicken und Eselsohren bis zu ihrem nächsten Einsatz aufbewahrt.

Die Anzahl der Dinge auf dem Schreibtisch minimieren

Wenn jede Buntstiftfarbe im Stifthalter nur einmal vorkommt, gelingt das Finden der Wunschfarbe deutlich schneller als wenn erst ein ganzer Schuhkarton voller Stifte durchforstet werden muss. Generell sollte gelten: Was nicht zur Arbeit benötigt wird, sollte das Auge nicht ablenken. Und keinen Platz stehlen, der auf Kinderzimmerschreibtischen ohnehin oft knapp bemessen ist.

Die Zeit des lästigen Suchens reduzieren

Warum ist immer genau das Buch unauffindbar, dessen Ausleihfrist bei der Bücherei in Kürze abläuft? Warum stets die DVD scheinbar spurlos verschollen, die zum gemütlichen Familienabend eingelegt werden sollte?
Praktisch alles lässt sich nach einem gewissen System im Kinderzimmer sortieren. Damit aber nicht nur Eltern, sondern vor allem die Kinder selbst alles Gewünschte schnell finden, überlegen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind ein entsprechendes System:

Bücher sowie CDs mit Musik und Hörspielen können nach Reihen sortiert werden oder auch alphabetisch. Kleinere Kinder, die ohnehin noch nicht lesen können, erkennen ihre Schätze hingegen vielleicht am schnellsten an der Farbe von Hülle oder Einband. Auch die Dicke des Buchrückens oder das Format können Wiedererkennungswert haben. Dann ist es sinnvoll, Bücher und anderes nach solchen Kriterien anzuordnen.

Beliebtes zum Bauen könnte nach dem Spielen stets wieder als komplettes Sets in passende Kisten sortiert werden. Und das am besten gleich mitsamt der Aufbauanleitung. Tatsächlich wird diese Ordnung jedoch in keinem Kinderzimmer lange währen! Praktisch ist da ein Regalsystem mit beschrifteten oder bebilderten Kästen. In denen bekommen beispielsweise „Tiere“, „Figuren“, „Autos“ jeweils eine eigene Kiste bekommen. Oder Teile verschiedener Spielwelten („Ritter“, „Polizei“, „Fußball“ etc.)  finden darin zusammen.

Lieber jeden Tag ein wenig als einmal die Woche groß aufräumen

Wer jeden Abend konsequent die saubere Wäsche wieder in den Schrank legt beziehungsweise die schmutzige in den Wäschekorb wirft, wer Benutztes und Gespieltes wieder an Ort und Stelle sortiert und Bastelreste und Abfall in den Papierkorb befördert, wird kaum mehr als einige Minuten vorm Fertigmachen fürs Zubettgehen benötigen. Aber genau das ist im Alltag erfahrungsgemäß eben nicht immer leicht! Gehen Sie selbst stets mit gutem Beispiel voran! Üben Sie mit Ihrem Kind zusammen eine solche Routine, dann geht das Ordnungmachen nicht nur schneller. Es macht auch mehr Spaß als allein. Und es besteht nicht die Gefahr, dass das Kind den Faden verliert und sich wieder ins Spiel statt ins Aufräumen vertieft.

Den Inhalt von Regalen und Schränken auf ein Minimum reduzieren

Gerade jetzt in der Fastenzeit kann ein idealer Zeitpunkt sein um zu spüren: „Weniger kann auch mehr sein!“.
Ein Zuviel von allem kann dagegen regelrecht belasten, wenn man das Gefühl hat, keine Übersicht mehr zu haben, sich kaum frei bewegen zu können zwischen alldem, das sich so angesammelt hat. Im Alltag fehlt die Zeit dafür, im wahrsten Sinne Freiräume in Schränken, Schubladen und Regalen zu schaffen? Dann bieten vielleicht die Osterferien die nötigen freien Stunden! Und mit dem Frühling wird nicht nur viel Sonne, sondern in mehrerlei Hinsicht frischer Wind ins Haus gelassen! Sicherlich gibt es das eine oder andere, das nur noch aus Gewohnheit im Kinderzimmer steht, an dem aber niemandes Herz mehr wirklich hängt.

Misten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind aus, wischen Sie den Staub aus allen Ecken, bringen Sie vielleicht sogar gleich frische Farbe oder Hingucker an die Wände oder setzen Sie hübsche Akzente mit neuer Bettwäsche, neuen Vorhängen oder einer bunten Tagesdecke. Ihr Kind wird sich über das „neue Zimmer“ sicherlich freuen und mit gut erhaltenem Spielzeug, zu klein gewordenen, aber tadellosen Kleidungsstücken oder Hörspielen, für die die Zeit einfach vorbei ist, lässt sich sicherlich auch anderen Eltern und Kindern noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubern!

Bildquelle: © pixabay.com/ efrsaimstochter

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