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Weniger Kunststoff ist mehr: So lässt sich im Familienalltag der Plastikberg reduzieren (Teil 2)

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Wer das regelmäßige Aufkommen seines Plastikmüll reduzieren möchte, tut vermutlich gut daran, generell sein Konsumverhalten in Frage zu stellen. Denn kaum jemand kann sich davon freimachen: Hier ein verpackter Müsliriegel unterwegs, dort eine Tüte Chips im Kino. Und wieder beim Spontankauf eine Plastiktüte genommen, weil kein Stoffbeutel zur Hand war? Wenn man danach Hause kommt, kann man bei genauem Hinsehen sicherlich zudem manches finden, das besser im Laden geblieben wäre. Oder das man als Geschenk nicht gebraucht hätte.

Besser jedoch als dann über unnütz ausgegebenes Geld und vergeudete Rohstoffe zu hadern? Noch heute anfangen, bewusster einzukaufen! Gezielt nach Alternativen zu Plastikprodukten zu schauen! Auf Qualität zu setzen, um nicht in die Falle „Wer zu billig kauft, kauft öfter“ zu tappen! Verpackungen kritischer zu betrachten und nicht nur den Inhalt, sondern auch die Umverpackung zum Kaufkriterium zu machen.

Das waren einige unserer wirklich alltagstauglichen Tipps, die wir vorgestern an dieser Stelle gegeben haben. Familien können aber noch mehr tun, um Plastik im Alltag zu vermeiden. Ohne viel Aufwand – und manchmal lässt sich dabei sogar noch Geld sparen!

Hier geht es nun weiter mit den weiteren fünf Ideen.

6.) Plastiktüten konsequent ablehnen

Jede gesparte Plastiktüte ist eine gute. Und jede eingesparte Papiertüte natürlich ebenso! Haben Sie immer einen klein zusammenfaltbaren Stoffbeutel in jeder Handtasche dabei und Sie sind für jeden Spontankauf vorbereitet. Und für geplante Einkäufe kann man nie genug waschbare, robuste Stoffbeutel besitzen. Sie zu nähen oder auch zu stricken oder häkeln ist eine schöne Beschäftigung für lange Herbst- und Winterabende. Das Material dafür hat man oft bereits im Haus. Ausrangierte T-Shirts oder Kopfkissenbezüge und Wollreste eignen sich wunderbar für diesen Zweck.

7.) Einweggeschirr vermeiden

Werden die Kinder größer, häufen sich die Feste. Da lohnt sich in jedem Fall die Anschaffung eines robusten Sets Picknickgeschirrs. Dieses kann man dann zu jedem Klassengrillen und zur Weihnachtsfeier wieder mitnehmen. Das mag zwar auch aus Kunststoff sein, kann aber viele, viele Jahre halten. Und bietet einen wesentlich höheren Komfort beim Essen und Trinken als die Wegwerf-Variante aus Pappteller und Einweggabel.

8.) Spielzeug aus Kunststoff weitgehend meiden

Schon die Kleinsten lieben buntes Plastikspielzeug, das Geräusche macht und blinkt. Gerade im Baby- und Kleinkindalter ist Spielzeug aber eine sehr kurzlebige Angelegenheit. Und schöne, liebevoll gestaltete Produkte aus Holz ein hochwertiger Ersatz.

Auch später sollte man kritisch gegenüber dem bleiben, was – in der Regel als Geschenk – ins Haus kommt. Macht das opulente Brettspiel mit Kunststoffzubehör und -einleger in der Schachtel wirklich mehr Freude als ein Kartenspiel in der Pappschachtel? Muss es immer Elektronik für noch mehr Spielspaß sein? Die Erfahrung zeigt: Nein!

9.) Süßigkeiten mit Bedacht kaufen

In diesem Bereich geht es oftmals kaum ohne Umverpackung. Es sei denn, man hat noch das Glück, in der Nähe einen Kiosk zu haben. Einen, bei dem man „eins hiervon und zwei davon“ im kleinen Papiertütchen erstehen kann. Aber man kann kritisch immer hinschauen. Also lieber eine große Tafel Schokolade kaufen, die man zu Hause aufteilt, als ein Beutel mit vielen einzeln verpackten Schokoriegeln.

10.) Trinkflasche und Brotdose konsequent nutzen

Beliebte Snacks sind in aller Regel immer in Folie verpackt. Besser für unterwegs ist nicht nur darum zweifellos das frische Brot vom Bäcker. Belegt mit Aufschnitt, den man auf dem Markt oder beim Metzger kaufen kann. Oder mit Konfitüre oder Honig aus dem Glas, das man leer zum Container bringt.

Und es muss unterwegs wahrlich nicht immer Saft oder Limo sein. Leitungswasser in der Trinkflasche ist günstig, zahnfreundlich, kalorienarm. Wenn Kinder von klein auf daran gewöhnt sind, trinken sie es im Alltag erfahrungsgemäß sehr gerne. Und in puncto Brotdose und Trinkflasche statt Schokoriegel und Coffee-to-Go sollten Erwachsene natürlich stets als gutes Beispiel vorangehen.

Bildquelle: © bigstock.com/ Danielle MacInnes

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