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Regelmäßig zum Zahnarzt? Na klar!

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Es gibt Termine, die Kinder lieben. Weihnachten zum Beispiel oder Kindergeburtstage. Das sind Highlights, auf die der Nachwuchs sich freut, die er kaum erwarten kann.

Zahnarzttermine hingegen? Die werden wohl bei den allerwenigsten Kindern Spitzenplätze einnehmen, wenn es um die Frage der beliebtesten Freizeitaktivitäten geht. Deren Ankündigung sorgt vermutlich eher für gequältes Lächeln als für Begeisterungsstürme. Und dennoch sollten regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt einen festen Platz im Kalender einer jeden Familie haben.

Selbst dann, wenn man als Eltern tagtäglich nach bestem Wissen und Gewissen die Zähnen der Kleinen pflegt, und wenn größere Kinder, die schon selbst die Zahnbürste schwingen, von der Qualität ihrer Zahnpflege absolut überzeugt sind.

Denn ohne Frage sprechen viele gute Gründe für den regelmäßigen Praxisbesuch!

1. Der Zahnarzt ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Zahngesundheit

Kindern die Zähne putzen? Das klingt doch eigentlich gar nicht so schwierig! Und dennoch werden sicherlich bei vielen, wenn nicht gar allen jungen Eltern Fragen auftauchen, sobald das erste Zähnchen blitzt.

  • Worauf ist beim Kauf der Zahnpasta zu achten?
  • Wie sollte die Zahnbürste passend zum jeweiligen Alter des Kindes beschaffen sein, damit sich mit ihr die Zähne effektiv säubern lassen?
  • Ist eine elektrische Zahnbürste schon für kleine Kinder geeignet?
  • Wie oft ist eine Kontrolle beim Zahnarzt fällig?
  • Und worauf ist sonst zu achten, damit die Milchzähne bis zum Zahnwechsel gesund und die bleibenden Zähne anschließend idealerweise ein Leben lang frei von Karies bleiben?

Das sind nur einige von unzähligen Fragen, auf die der Zahnarzt die richtigen Antworten weiß.

Trotz (nahezu) perfekter täglicher Pflege kann es früher oder später dennoch der Fall sein, dass die – an sich vollkommen gesunden – Zähne einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Fehlstellungen im Gebiss können beispielsweise ein Grund dafür sein, dass der Weg zum Kieferorthopäden führt und das Kind womöglich eine feste oder lose Zahnspange bekommt.

Der Zahnarzt hat die Zahnstellung Ihres Kindes von Anfang an im Blick und wird Ihnen als Eltern rechtzeitig mitteilen, wenn er eine Vorstellung des Kindes beim Kieferorthopäden für ratsam hält.

2. Lob vom Zahnarzt: Schöne Bestätigung und perfekte Motivation für fleißige Zähneputzer

Bei jeder Kontrolluntersuchung nimmt der Zahnarzt alle Zähne Ihres Kindes genau unter die Lupe. Dabei sieht er – unter anderem – einerseits, ob diese gesund sind, und andererseits auch, ob das tägliche Putzen und die sonstige Mundhygiene ausreichen dürften, damit dies auch dauerhaft so bleiben kann.

Alles Zähne sich gut geputzt?
Das wird dem Zahnarzt sicherlich ein Lob entlocken und das Kind erfährt damit die ideale Bestätigung für seine Zahnpflege von einem echten Fachmann! Denn mal ehrlich: Eltern können und sollten ihr Kind kräftig loben, wenn im Mund alles tipptopp aussieht. Das positive Urteil des Profis – ob mit oder ohne weißen Kittel – hat aber selbstredend ein ganz anderes Gewicht und macht so richtig stolz!

Die Zahnpflege könnte besser sein?
Umgekehrt nimmt das Kind sich konstruktive Kritik aus dem Mund des Zahnarztes vermutlich eher zu Herzen als die dauernden Ausführungen von Mama und Papa über die Notwendigkeit regelmäßigen und gründlichen Zähneputzens.
Dass Eltern ermahnen, ist für ein Kind schließlich nichts ungewohntes. Mahnende Worte eines Außenstehenden können da schon als deutlich unangenehmer empfunden werden – und länger bleibenden Eindruck hinterlassen.

3. Routine macht das (Familien)Leben leichter

Alles, das selbstverständlich zum Alltagsleben dazu gehört, wird von Kindern selten hinterfragt. Und so dürfte auch die regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt zu einer Selbstverständlichkeit werden, die ohne Murren akzeptiert wird, wenn sie felsenfest und unerschütterlich zweimal im Jahr ansteht. Denn realistisch betrachtet wird kein Kind spontan große Lust darauf haben, das nachmittägliche Spielen für einen Besuch in der Zahnarztpraxis zu unterbrechen oder dafür gar eine Verabredung sausen zu lassen. Vor allem, wenn sich der Nachwuchs ganz sicher ist, dass der Zahnarzt sowieso wieder höchst zufrieden sein wird. Steht der Termin jedoch lange fest, ist er jederzeit für größere Kinder im Kalender nachzulesen, gehört er so zuverlässig ins Jahr wie Ostern und Weihnachten, wird der Nachwuchs kaum versuchen, daran zu rütteln.

Um die von klein auf geschaffene Routine nicht ins Wanken geraten zu lassen, vereinbaren Sie idealerweise gleich vor Ort in der Praxis den nächsten Termin. Und lassen Sie – falls es schon in dem entsprechenden Alter ist – Ihr Kind mitentscheiden, welcher Wochentag und welche Uhrzeit ihm genehm ist. So hat der Nachwuchs nicht das Gefühl, dass über seinen Kopf hinweg über seine kostbare Freizeit entschieden wird.

Eine Terminvereinbarung ist auf so lange Zeit nicht möglich? Dann bietet die Praxis eventuell einen Erinnerungsservice für fällige Termine an? Wenn nicht, lassen Sie sich einfach – mit dem nötigen zeitlichen Vorlauf – von Ihrem Smartphone benachrichtigen, wenn es soweit ist, den nächsten Termin telefonisch oder online zu vereinbaren. So bleibt man über Jahre stets sicher am Ball und versäumt keine Kontrolluntersuchung.

Zu guter Letzt: So bleiben Zahnarzttermine in guter Erinnerung

Jeder Termin im Familienkalender kostet Zeit, vor allem mit kleinen Kindern mitunter auch Nerven. Und womöglich dazu einen freien Nachmittag, den sicherlich jeder in der Familie lieber für andere Dinge nutzen würde. Versuchen Sie daher, das Beste daraus zu machen und den Zahnarztbesuch für Ihre Kinder (und für sich selbst!) immer mit etwas Positivem zu verbinden!

Viele Praxen tun dies ohnehin, indem Sie ihre kleinen Patienten für ihre Geduld und „Mitarbeit“ auf dem Zahnarztstuhl mit einem kleinen Spielzeug oder ähnlichem belohnen. Mag es objektiv betrachtet nur ein kleines Stück Kunststoff sein, sind diese kleinen Habseligkeiten für Kinder häufig kostbare Trophäen, die später voller Stolz später Papa, Omas und Opas gezeigt werden.

Fällt dabei die Wahl aus dem großen Fundus voller potentieller Schätze schwer, ersparen Sie sich und Ihrem Kind viel Stress, wenn Sie den Termine nicht zwischen andere Posten im Terminkalender gezwängt haben. Wählen Sie für Zahnarzttermine lieber einen Nachmittag oder einen Vormittag in den Ferien, der ansonsten „frei“ ist.

Und: Gönnen Sie Ihrem Kind und sich selbst als kleines Familienritual hinterher doch etwas Schönes! Nichts Großes, Teures und vielleicht nicht unbedingt etwas Süßes. Eine Kleinigkeit – ein ausgedehnter Spielplatzbesuch, eine winziges Büchlein, eine Kinderzeitschrift – dürfte vollkommen ausreichen, damit die „Zahnarztnachmittage“ der Kindheit später immer positive Erinnerungen wecken.

Bildquelle: © bigstock.com/ 2YouStockPhoto

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