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Beliebte Geburtstagsklassiker: Gelingen sie auch glutenfrei?

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Steht ein Kindergeburtstag an, wird selbst das kleinste Geburtstagskind bereits eine Vorstellung von seiner Feier haben. Sei es den Programmpunkt „Spiele“ betreffend. Oder aber das, was zur „Kaffeezeit“ und zum Abendessen auf den Tisch kommen soll. Sowohl auf der süßen als auch auf der herzhaften Seite gibt es beliebte Klassiker, die praktisch seit Generationen gut ankommen. Der süße Marmorkuchen mit Schokoladenüberzug gehört dazu. Oder Zitronenkuchen mit Zuckerguss, bestückt natürlich mit vielen Kerzen zum Auspusten.

Und was die herzhaften Gaumenfreuden betrifft? Da stehen Pommes und Würstchen, Spaghetti oder Pizza sicherlich ganz oben auf vielen Wunschlisten.

Doch was, wenn ein kleiner Gast unter einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie leidet?  Wenn Pizza, Spaghetti oder Nudelsalat – herkömmlich zubereitet – deshalb nicht in Frage kommen? Und der klassische Rührkuchen aus Weizenmehl, Butter, Zucker etc. damit auch ausscheidet?

Dann ist dies kein Grund, auf beliebte Gerichte beim Kindergeburtstag verzichten zu müssen! Vielmehr heißt es dann, sich mit dem Thema „Glutenunverträglichkeit/Zöliakie“ zu beschäftigen. Und nach Alternativen zu suchen, die allen schmecken und bekommen!

Was ist dieses Gluten eigentlich?

Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten – unter anderem (!) – Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste – enthalten ist. Bei Zöliakie löst dies Entzündungen der Darmschleimhaut aus. Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V. hält auf ihren Internetseiten viele Informationen dazu bereit. Und zusätzlich zahlreiche Broschüren zum kostenlosen Download „für alle Lebenslagen“.


So gibt es Infobroschüren für Betroffene – Eltern wie Kinder – sowie auch für Erzieher(innen) und Lehrer(innen). Für interessierte (Geburtstagskind)Eltern ist sicherlich besonders die Broschüre (PDF) „Leben mit glutenfreier Ernährung“ interessant. Sie enthält u.a. eine kleine Übersicht „verbotener“, aber auch „erlaubter“ Lebensmittel. Weiterhin gibt sie wertvolle Ratschläge zum Thema „glutenfreie Küche“.

Glutenfreie Alternativen zu herkömmlichen Pizzateig und mehr

Zum Glück erfahren die Themen Glutenunverträglichkeit/Zöliakie mittlerweile ein große Aufmerksamkeit. Viele Hersteller haben reagiert, kennzeichnen ihre glutenfreien Produkte entsprechend, bieten glutenfreie Alternativen an. So auch für Pizzateig und Nudeln, sodass man diese nicht zwangsläufig von der (Geburtstags)Speisekarte streichen muss.

Für Pizza beispielsweise findet man glutenfreie Backmischungen, um ohne viel Mühe den Teig daraus herzustellen. Ebenso gibt es glutenfreie, fertige Pizzateige, die man nur noch belegen und backen muss. Noch einfacher: Kaufen Sie eine glutenfreie Tiefkühlpizza Margarita. Und belegen Sie diese vor dem Backen mit weiteren – natürlich glutenfreien! – Zutaten nach Wunsch.

Ebenso rosig sieht es bei Nudeln und Brot aus. Nudeln in allen bekannten und beliebten Formen (Spaghetti, Penne, Tagliatelle…) gibt es glutenfrei zu kaufen. Ebenso Lasagne-Platten oder Nudelspezialitäten wie beispielsweise Tortellini.

Bei der großen Auswahl an mittlerweile erhältlichen glutenfreien Brotsorten dürften wahrlich keine Wünsche offen bleiben!
Ciabatta, Knäckebrot, Croissants, Brötchen, Weißbrot und mehr bieten alle Geschmacksrichtungen von süß über salzig bis herzhaft.

Zu guter Letzt noch ein Blick aufs Thema „Kuchen“. Natürlich gibt es im Internet viele glutenfreie Rezepte für Kekse, Kuchen und Torten zum Nachbacken. Wem die Zeit dafür fehlt oder wer sich nicht auf Experimente einlassen möchte, wählt glutenfreie Backmischungen. Und wer generell gar nicht gerne backt? Der findet im Handel allerhand fertige glutenfreie, süße Produkte aus dem Bereich Gebäck für kleine Naschkatzen.

Augen auf beim glutenfreien Einkauf!

Und wie schaut es mit anderen Lebensmitteln aus, bei denen man nicht sofort an Mehl und Getreide denkt? Beliebtes bei Kindern wie Eis, Süßigkeiten, Snacks? Wo kann da bedenkenlos zugegriffen werden?

Bei frischem Obst und Gemüse – frisch und unverarbeitet – droht generell keine Gefahr. Für alles andere gilt: Achten Sie bei jedem Produkt besser einmal zu viel als zu wenig auf möglicherweise enthaltenes Gluten! Auch bei solchen, bei denen man es womöglich nicht erwartet.

Für den Kindergeburtstag sind es beispielsweise die Pommes für den Backofen, die Gluten enthalten können. Bei Mayonnaise gibt es ebenso glutenfreie wie glutenhaltige Produkte. Und auch in vielen anderen süßen wie herzhaften Leckereien – von Schokoladenpudding bis Salatdressing – kann Gluten enthalten sein. Daher:
Lesen Sie idealerweise beim Einkauf für den glutenfreien Kindergeburtstag von jedem Produkt die Zutatenliste! Achten Sie im Zweifelsfall auf die durchgestrichene Ähre, die glutenfreie Produkte kennzeichnet.

Glutenfrei Einkaufen im Supermarkt

Es gibt viele Hersteller, die noch mehr glutenfreie Produkte im Sortiment haben. Nur sind diese natürlich nicht in jedem Supermarkt auch vertreten. Um unnötige Wege beim Einkauf zu vermeiden lohnt es, sich vorab (im Internet) über in Frage kommende Produkte zu informieren. Und idealerweise gleich in Erfahrung zu bringen, welche Supermärkte in der Nähe diese auch führen.

Erfahrungsgemäß dauert es dann trotzdem lange, vor Ort herauszufinden, welche Produktpalette glutenfreier Nahrungsmittel ein Supermark bereit hält. Und wo diese zu finden sind. Glutenfreies Brot kann man vermutlich im Regal mit Backwaren finden. Aber darüber hinaus auch bei den Backmischungen, in der Tiefkühltheke oder im Kühlregal. Wer da nicht stundenlang suchen möchte, tut gut daran, sich von einem Verkäufer beraten zu lassen.

Achtung in der Küche

Alle Zutaten sind beisammen? Dann kann es ja losgehen mit der Zubereitung von glutenfreiem Nudelsalat und Co.!

Dabei ist zu beachten, glutenfreie Lebensmittel nicht – beispielsweise mit Weizenbrotkrümeln – zu „verunreinigen“. Glutenfreies Brot darf also nicht mit Toastern, Backblechen, Arbeitsplatten, Messern etc. in Berührung kommen, in/auf/mit denen man bereits „normales“ Brot gebacken/getoastet/geschnitten hat.

Gibt es auf dem Geburtstagsbuffet neben glutenfreien auch „normale“ getreidehaltige Speisen (Brot, Baguette, Ciabatta…) mit Dipp? Dann muss gewährleistet sein, dass diese räumlich getrennt sind und in Letzteren keine Krümel hineingeraten. Also heißt es für die Kinder. Nicht mit benutzten, krümeligen Messern in Dip-Schüsseln und Schokocreme-Gläser gehen! Stattdessen löffelt man den Dip mit dem eigens vorgesehenen Löffel auf den (sauberen = krümelfreien!) Teller.

Offene Fragen?

Es ist keine Schande, nicht alles über Glutenunverträglichkeit/Zöliakie zu wissen, wenn man selbst nicht betroffen ist. In Zweifelsfällen kann man natürlich im Internet suchen. Dort findet man womöglich jedoch wenig zufriedenstellende, gar widersprüchliche Antworten auf offene Fragen. Daher sollte man besser gleich diejenigen ansprechen, die vermutlich bereits ziemliche Experten auf dem Gebiet geworden sind. Die Eltern des Kindes!

„Was gibt es zu beachten, wenn glutenfreie Speisen zubereitet werden?“. „Was, wenn auf einer Packung steht „Kann Spuren von Gluten enthalten“?“.

Eltern betroffener Kinder wissen, wo Tücken in der Küche lauern, über die man sich selbst womöglich keine Gedanken macht. Beim Backen von glutenfreiem Kuchen darf man beispielsweise die Backform nicht mit Paniermehl ausstreuen!

Umgekehrt ist natürlich eine kleine Liste von beliebten Leckereien sehr hilfreich, die für das Kind mit Glutenunverträglichkeit erlaubt ist. Und die allen anderen – inklusive Geburtstagskind – nicht minder gut schmecken werden als glutenhaltige Produkte.

Bildquelle: © bigstock.com/ beats

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