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Vorlesen? Auch unter freiem Himmel eine wunderbare Beschäftigung!

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Wann lesen Sie Ihren Kindern meist Geschichten vor? Abends vorm Einschlafen, wenn die Kleinen bereits kuschelig eingemummelt in ihren Betten liegen? Zum Zeitvertreib im Wartezimmer beim Kinderarzt? Auf langen Fahrten mit Auto oder Bahn in Richtung Urlaub?

Viele Gelegenheiten und gute Gründe, Kindern aus Büchern vorzulesen, gibt es viele! Zum einen ist da der bereits erwähnte Aspekt des Zeitvertreibs. Eine schöne Geschichte zieht in ihren Bann, lässt die Minuten schneller vergehen, bedeutet kurzweilige Unterhaltung. Und wenn Kleine fasziniert lauschen, anstatt in Wartezimmern „über Tische und Bänke zu gehen“, schont das nicht nur elterliche Nerven… .

Zum anderen wäre es eine Schande, sich manch eine wunderbare Geschichte entgehen zu lassen! Da gibt es beispielsweise die altbekannten klassischen Märchen, die quasi zur Allgemeinbildung gehören. Und daneben so viele (fast) schon moderne Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, die man praktisch einfach kennen muss. Warum? Weil sie in jungen Jahren einfach schön sind! Und weil sie später auf dem Schulhof und unter Freunden überdies viel Gesprächsstoff bieten. Was Vorlesen noch „kann“ und bedeutet?

Vorlesen…

… bietet Eltern und Kindern Stunden innigen Zusammenseins.

Und in diesen kann der Nachwuchs sogar unbekannte Talente an Mama oder Papa entdecken ! Wenn diese beispielsweise Dialoge zwischen Romanfiguren dank verschiedener Stimmlagen lebendig machen. Und stets wissen, wann der richtige Moment ist, es richtig spannend zu machen!

… kann Erinnerungen wecken.

Manch ein Märchen oder eine seit Generationen beliebte Geschichten dürfte Eltern durchaus bekannt vorkommen. Denn diese stand womöglich einst im eigenen Kinderzimmer. Wann immer dies der Fall ist, ist es wunderbare Gelegenheiten, in die eigene Vergangenheit zu schweifen. Da werden sogar Erinnerungen wach an die eigenen vorlesenden Großeltern? Dann möchte man den eigenen Nachwuchs an diesen doch sicherlich teilhaben lassen!

Ganz nebenbei bietet das Wiederentdecken von zeitlosem Lesestoff auch Eltern noch einen weiteren positiven Aspekt! Willkommenen Anlass nämlich, doch mal wieder ungeniert in den eigenen Lieblingsbüchern der Kindheit zu schmökern. Und sich überraschen zu lassen, dass man einerseits so vieles noch weiß, andererseits manches ganz anders in Erinnerung hatte.

… hält Gesprächsstoff parat.

Und vielleicht hat das Gehörte und Gelesene gar das Zeug, dass man lebhaft darüber diskutiert? Was erscheint gerecht, was findet man jedoch ungerecht? Was scheint gut und richtig, was empfindet man hingegen als falsch? Wie hätte man selbst in dieser oder jener Situation gehandelt? Welches Ende hätte man persönlich an den Schluss der Geschichte gesetzt? Fragen über Fragen, die eine Fülle von spannenden Antworten und Ansichten bereit halten dürften.

… sorgt Jahre später manchmal für spannende „Detektivarbeit“!

„Weißt du noch, in dem Buch…?“. Es ist erstaunlich, wenn der Nachwuchs Fragmente einer Geschichte aus frühesten Kindheitstagen plötzlich wieder aus dem Hut zaubert. Vielleicht sind es die begleitenden bunten Bilder, die in Erinnerung geblieben sind? Vielleicht sind es einige gereimte Zeilen, die es ins Langzeitgedächtnis geschafft haben? Und wenn einem Titel und Inhalt dann nicht sofort in den Sinn kommen? Dann ist natürlich der Ehrgeiz bei Kindern und Eltern geweckt, gemeinsam auf Spurensuche zu gehen! Womöglich befindet sich das gesuchte gute Stück gar noch irgendwo im Keller, auf dem Dachboden, im Bücherregal? Wenn nicht, kann man es vielleicht gut gebraucht für kleines Geld erstehen. Sofern denn der Wunsch aufgekommen ist, noch einmal darin zu blättern. Eine schöne „Zeitreise“ für Eltern und Kinder bedeutet dies allemal!

… lässt Kinder zu jeder Tageszeit einfach mal abschalten.

Und nicht nur die! Diese Erfahrung hat sicherlich schon jeder einmal gemacht, der gerne Hörbüchern lauscht. Der Klang einer angenehmen Stimme lässt beinahe alles um einen herum in Vergessenheit geraten. Da schließen Kinder nach einem anstrengenden Vormittag in Schule oder Kindergarten gerne kurzerhand die Augen. Und lassen sich von den entstehenden Bildern im Kopf ganz weit weg tragen. Und abends? Da führen Worte und Bilder nicht selten geradewegs ins Land der Träume.

… eröffnet Kindern neue Welten.

Und das können Fantasiewelten sein, aber auch Lebenswelten, wie sie das echte Leben eben schreibt. Wie leben Kinder in anderen Ländern? Wie lebten Kinder früher, als Schule und Hobbys noch Luxus waren – und Arbeit dafür an der Tagesordnung? Was bedeutet es, nicht so gut versorgt und in so friedlichen Zeiten aufzuwachsen? All das transportiert eine gut geschriebene Geschichte eindrucksvoller, nachhaltiger, persönlicher als jedes Schulbuch.

… macht Lust auf mehr.

Ansprechende Bücher vermitteln die Wonne, die gute Bücher eben bedeuten kann. Und haben Kinder einmal Gefallen daran gefunden, kann die geweckte Leidenschaft folglich lebenslang treuer Begleiter sein. Und zwar mit allem, was dazugehört! Die Qual der Wahl im Buchladen auf der Suche nach neuem Stoff zum Schmökern beispielsweise. Das Rascheln, wenn man Seiten umblättert. Das typische „Knarzen“, wenn man ein neues Buch zum ersten Mal öffnet. Und dazu natürlich der oft zitierte Duft ungelesenen Papiers. Das alles erzeugt sicherlich bei vielen Bücherfreunden immer wieder aufs neue Wohlempfinden, bevor überhaupt die erste Zeile gelesen ist. Kurzum: Wer umgeben von Geschichten und Büchern aufwächst und sie in sein Herz schließt, wird diese niemals mehr missen wollen. Und so werden aus vielen kleinen Zuhörern nicht selten schon früh begeisterte kleine Leseratten.

Nun haben wir so viele positive Aspekte des Vorlesens zusammengetragen. Da klärt sich die Frage in der Überschrift ja praktisch von selbst!

Warum Vorlesen auch im unter freiem Himmel die perfekte Beschäftigung ist?

Kurzum: Weil es einfach immer die perfekte Beschäftigung ist! Ein Buch kann man doch jederzeit und überall hin mitnehmen. Zum Lesen und Zuhören bedarf es schließlich nicht mehr als eines komfortablen Plätzchens zum Gemütlichmachen. Und das kann drinnen auf dem Sofa ebenso sein wie auf der Liege auf der Terrasse. Auf der Eckbank in der Küche ebenso wie auf der Bank auf dem Spielplatz oder im Park. Und an einem Regentag weich gebettet auf dem Wohnzimmerfußboden ebenso wie auf der Picknickdecke auf dem Rasen im Sonnenschein.

Bildquelle: © bigstock.com/ Aristaetle7

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